Regionalliga Bayern: Viktoria Aschaffenburg und FC Ismaning mit dem 1:1-Remis durchaus zufrieden

Das Heimspiel des SV Viktoria Aschaffenburg am 17. Spieltag der Regionalliga Bayern gegen den FC Ismaning endete 1:1. Am Ende waren beide Trainer mit dem einen Zähler irgendwie zufrieden.

Die Partie begann fulminant. Schon nach zwei Minuten zeichnete sich Viktoria-Schlussmann Ricardo Döbert erstmals aus, indem er einen Schuss von Manuel Ring mit einer spektakulären Flugeinlage entschärfte. Auf der anderen Seite zappelte die Kugel wenig später im Netz, doch Schiedsrichter Markus Pflaum aus Hallstadt hatte Giulio Fiordellisi im Abseits gesehen. Der Viktoria-Italiener war in der 21. Minute auch Wegbereiter für die nächste Großchance. Simon Schmidts Flachschuss ging aber nicht an FCI-Torsteher Andreas Rößl vorbei. Zwei Minuten später erzielte der SVA in Person von Nico Koukalias erneut ein Tor, doch Referee Pflaum hatte wieder etwas dagegen. Diesmal ahndete er ein vorangegangenes Foulspiel. Nichts einzuwenden hatte Pflaum beim Führungstreffer der Gäste. Döbert konnte einen kraftvollen Schuss von Ring nicht festhalten und Uli Fries staubte zur Pausenführung ab (34.).

Mit einem Doppelwechsel reagierte Viktoria-Coach Antonio Abbruzzese auf die Darbietung im ersten Abschnitt und das brachte neuen Schwung in die Partie. Der Auftakt war jedoch eine Kopie des Spielbeginns. Döbert rettete bärenstark gegen Ring. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 53. Minute hatten die Aschaffenburger Anhänger ihre Hände bereits zum Torjubel in die Höhe gerissen. Der eingewechselte Adnan Murtic setzte sich im Strafraum gegen die komplette Hintermannschaft der Gäste durch und legte für Patrick Amrhein auf. Rößl verhinderte den Ausgleich in allerletzter Sekunde mit einer gekonnten Fußabwehr. Ismanings Angreifer Mijo Stijepic hatte den Torschrei kurze Zeit später auch schon auf den Lippen, nagelte das Leder aber ans Lattenkreuz. Der wendige Murtic sorgte ein ums andere Mal für Gefahr, fand aber auch in Minute 63 in Rößl seinen Meister. Die Belohnung für den couragierten Auftritt nach dem Wechsel ließ aber nicht lange auf sich warten. Koukalias eroberte sich das Spielgerät und setzte sich auf der rechten Seite gegen drei Ismaninger durch. Seine gut getimte Flanke fand Fnan Tewelde, dessen Schuss ins Netz abgefälscht wurde. In den letzten Minuten hatten beide Teams die Möglichkeit aus einem Punkt drei zu machen, es blieb aber beim 1:1-Unentschieden.

Nach drei Heimspielen in Serie steht dem SVA jetzt eine Englische Auswärtswoche bevor. Am Mittwoch im BFV-Pokal beim SC Eltersdorf und am kommenden Samstag bei der Spvgg Greuther Fürth II.

SVA: Ricardo Döbert, Sebastian Saufhaus (58. Murat Sejdovic), Mario Sternheimer Markus Wosiek, Matthias Fries, Markus Horr, Nico Koukalias, Simon Schmidt, Steffen Bachmann (46. Fnan Tewelde), Patrick Amrhein, Giulio Fiordellisi (46. Adnan Murtic)

FC Ismaning: Andreas Rößl, Alexander Weiser, Christian Rodenwald (71. Luan da Costa Barros), Franz Hübl, Julian Maurer, Mijo Stijepic, Florian Wolf (10. Thomas Bachinger), Fabian Negele, Manuel Ring (67. Robert Rakaric), Uli Fries, Maximilian Knauer

Tore: 0:1 Uli Fries (34.), 1:1 Fnan Tewelde (65.)

Gelbe Karten: Markus Horr, Nico Koukalias, Adnan Murtic / Franz Hübl, Julian Maurer

Schiedsrichter: Markus Pflaum (Hallstadt)

Zuschauer: 510

Trainerstimmen:

Antonio Abbruzzese (SVA): „Der Punkt ist verdient, da wir die Ärmel hochgekrempelt haben. Allerdings haben wir auch zu ungeduldig gespielt und den Gegner kurz vor Schluss zu Chancen eingeladen. Für mich sind zwei Sachen wichtig. Erstens, dass Giulio sich bei dem Kopfballduell nicht schwerer verletzt hat und schnell wieder fit wird. Zweitens, dass sich die Mannschaft zusammengerissen hat und sich so den Punkt verdient hat.“

Frank Schmöller (FC Ismaning): „Es war ein intensives Spiel von beiden Seiten mit offenem Visier und dicken Chancen. Wir sind zufrieden mit dem Punkt, so hat sich der Aufwand, nach Aschaffenburg zu kommen, gelohnt.“

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