Regionalliga Bayern: Viktoria Aschaffenburg dank Giulio Fiordellisi weiter im Aufwind!

Am 14. Spieltag der Regionalliga Bayern reisten über 50 Anhänger mit zum Auswärtsspiel von Viktoria Aschaffenburg beim VfL Frohnlach. Diese stimmgewaltige Unterstützung schien die Viktorianer mächtig zu motivieren. Vor allem Publikumsliebling Giulio Fiordellisi legte los wie die Feuerwehr und markierte bereits in den Minuten neun und zehn einen Doppelschlag. In der 2. Halbzeit musste der SVA zwar kurz zittern, am Ende stand aber ein verdienter 4:1-Auswärtssieg. Das Duell Oberfranken gegen Unterfranken ging somit klar an die Unterfranken.

Und das obwohl die Vorzeichen nicht gerade unter dem allerbesten Stern standen. Trainer Antonio Abbruzzese musste seine Mannschaft in der Innenverteidigung komplett umstellen. Für den Verletzten Markus Brüdigam und den Gelb-Rot gesperrten Murat Sejdovic beorderte Abbruzzese Markus Wosiek und Mario Sternheimer ins Abwehrzentrum.

Die ganz in Blau gekleideten Schönbusch-Kicker starteten extrem druckvoll. In der siebten Minute wurde es dann erstmals richtig gefährlich. Ein schöner Spielzug von Matthias Fries, der erst einen Hacken-Doppelpass mit Fnan Tewelde, dann einen weiteren Doppelpass mit Giulio Fiordellisi spielte, und schließlich Christian Beer im Frohnlacher Kasten prüfte. Schon in der neunten Minute konnte der SVA-Anhang lautstark jubeln. Eine herrliche Flanke von Sebastian Saufhaus von der rechten Seite wuchte Fiordellisi aus sechs Metern per Kopf unhaltbar in die Maschen. Nur eine Minute später zog der Viktoria-Italiener aus 18 Metern ab. Sein satter Schuss schlug im linken unteren Eck ein und eine beruhigende 2:0-Führung stand zu Buche.

Ein Doppelwechsel zur Pause brachte neuen Schwung in das Angriffsspiel der Gastgeber. Paul Scheller und Eric Heinze fügten sich mit Torschüssen der Marke „halbwegs gefährlich“ gleich ordentlich ein. Die nun gebotene höhere Aggressivität Frohnlachs brachte die Viktoria-Defensive gelegentlich ins Wanken. Scheller war es dann auch, der in der 65. Minute mit einem Distanzschuss genau neben den Pfosten für den Anschlusstreffer sorgte. Jetzt begann das Zittern auf Seiten der Unterfranken. In der 72. Minute erlöste Marcello Fiorentini die Viktorianer allerdings mit einem Knaller in den Torknick. Vorausgegangen war die Dribbel-Stärke von Adnan Murtic. Gerade erst ins Spiel gekommen, hatte er bei einem Rückpass auf Keeper Beer den Braten gerochen, brachte das Leder aber nicht an ihm vorbei. Den Abpraller behauptete Murtic aber so lange bis Fiorentini in Position gelaufen war und sein  Zuspiel fulminant in die Maschen hämmerte. Vier Minuten später krönte Fiordellisi seine starke Leistung mit dem 4:1. Einen Querpass von Schmidt schob der Matchwinner eiskalt ein. Ein 50 Mann starker Viktoria-Chor unter den 212 Zuschauern stimmte in den letzten Minuten „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ an und anschließend tanzten Fans und Spieler gemeinsam.

Diese tolle Auswärtsleistung gilt es am Mittwoch (Tag der deutschen Einheit) um 14 Uhr im Heimspiel gegen Eintracht Bamberg zu bestätigen.

VfL Frohnlach: Christian Beer, Frank Zapf, Christian Beetz, Daniel Sam (46. Paul Scheller), Bastian Renk (77. Ertan Sener), Thomas Karg, Dominik Schmitt, André Jeschke, Tayfun Özdemir, Kristian Bönlein (46. Eric Heinze), Marcel Burkhard

SVA: Ricardo Döbert, Sebastian Saufhaus, Mario Sternheimer Markus Wosiek, Matthias Fries, Markus Horr, Marcello Fiorentini, Fnan Tewelde (68. Steffen Bachmann), Simon Schmidt (88. Niko Koukalias), Giulio Fiordellisi, Patrick Amrhein (64. Adnan Murtic)

Tore: 1:0 Giulio Fiordellisi (9.), 2:0 , Giulio Fiordellisi (19.), 2:1 Paul Scheller (65.), 3:1 Marcello Fiorentini (72.), 4:1 Giulio Fiordellisi (86.)

Zuschauer: 212

Schiedsrichter: Luka Beretic (Augsburg)

Gelb: Beetz / Fiorentini

Trainerstimmen:

Antonio Abbruzzese: „Wir haben einen absolut verdienten Sieg gelandet. In der Woche haben wir uns gut auf den Gegner vorbereitet und ihn ordentlich ausspioniert. Heute haben wir eine überragende erste Halbzeit gezeigt, dann war die zweite einfacher anzupacken. Kurz vor und nach dem 2:1 hatten wir etwas nachgelassen. Nach dem 3:1 war das Spiel entschieden und wir haben es souverän zu Ende gespielt.“

Dieter Kurth: „Die erste Halbzeit war das schlechteste was wir in den letzten Monaten gesehen haben. Das muss ich aufgrund der Taktikumstellung auf ein 4:4:2-System allerdings weitestgehend auf meine Kappe nehmen. Aus der Pause kamen wir dann besser, die beiden Wechsel haben sofort gegriffen. Allerdings hätten wir meiner Meinung nach einen Elfmeter bekommen müssen. Das wäre  vielleicht früher das 2:1 gewesen.“

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