Verbandsliga: Hochspannung in der zweiten Halbzeit

Die Rahmenbedingungen zu Beginn des Spiels ließen bei den Spielern und Zuschauern der Partie Türkischer SV gegen FV Biebrich wenig Freude aufkommen. Bei kühlen Temperaturen, Regen und Wind dauerte es mehrere Minuten bis Spielfreude bei den Akteuren zustande kam. Die erste gefährliche Aktion des Spiels entstand bei einem 35 Meter Freistoß von Daniel Löbelt, der beim anwesenden Rückenwind sich für einen Direktschuss entschied. Doch dieser Versuch ging knapp über das Tor. In der 28. Minute bekam der Türkische SV einen Freistoß aus halbrechter Position ungefähr 25 Meter vor dem Tor zugesprochen. Yusuf Celiksoy zielte auf die Tormitte und erwischte Torwart Volkan Tekin damit auf dem falschen Fuß. Tekin hatte Schwierigkeiten den Ball festzuhalten und musste mit ansehen wie der Ball über die Torlinie ging. Der Torjäger vom Dienst, Engin Arslan, lief dem Ball nach und drückte ihn in der Nähe der Torlinie ins Netz. Laut dem Schiedsrichtergespann Kai Vonderschmidt, Sebastian Gonsior und Martin Butzert erfolgte die Berührung Arslans erst hinter der Torlinie weshalb das 1:0 offiziell Yusuf Celiksoy zugesprochen wurde. Schiedsrichter Kai Vonderschmidt hatte die Partie zu jeder Zeit sehr gut unter Kontrolle und zeigte eine sehr gute Spielleitung.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein spannendes Spiel und die Torgarantie, die von einigen Spielern aus beiden Mannschaften abgegeben wurde sollte sich bewahrheiten. Nach einer Freistoßflanke von halbrechts auf Höhe der Mittellinie von Cem Karaca, stand Engin Arslan im Strafraum ganz allein und konnte zur 2:0 Führung einköpfen. Nur wenige Augenblicke später konnte Orkun Zer fast im Gegenzug aus 14 Metern den Anschlusstreffer erzielen.  Mittlerweile hatten sich mehr Zuschauer, die zur ersten Halbzeit noch nicht anwesend waren auf dem Niederfeld eingefunden. Der Türkische SV wollte das letzte Spiel vor der Winterpause unbedingt gewinnen und Engin Arslan zeigte auf dem Platz seinen unbedingten Siegeswillen. Sein Einsatz wurde durch das Zuspiel von Spielertrainer Cem Karaca belohnt, so dass Engin Arslan in der 72. Spielminute zum 3:1 einschieben konnte. Doch auch hier währte die Freude nicht lang. Nach einem Fehlpass gelangte Volkan Zer knapp vor dem Strafraum der Gastgeber an den Ball und legte für seinen Bruder Orkun Zer auf, der zum 3:2-Anschluss traf. Von diesem Treffer schien der Türkische SV geschockt, so dass Orkun Zer in der 79. Spielminute mit dem Knie das 3:3 markieren konnte. Im eigenen Strafraum bekam der Türkische SV die Zer-Brüder nicht unter Kontrolle. In der 85. Minute foulte Christian Maus im eigenen Strafraum einen Spieler des Türkischen SV und sah dafür die Gelb-Rote Karte. Er war der einzige Spieler der mit persönlichen Strafen bedacht wurde. Bei allen anderen Spielern reichte eine Ermahnung von Spielleiter Vonderschmidt aus. Den fälligen Strafstoß verwandelte Fatih Bilir sicher zur erneuten Führung. Mit dem 4:3 wähnte sich der Türkische SV als Sieger. Doch in der 89. Spielminute kam der FV Biebrich über die linke Seite bis zur Grundlinie und der Pass in die Mitte passierte 5 Abwehrspieler des Türkischen SV und erreichte den Fuß von Volkan Zer. Mit einem Linkschuss in die rechte Ecke erzielte Volkan Zer das 4:4 und ließ damit die Siegesträume des Türkischen SV platzen. Engin Arslan war kurz nach dem Schlusspfiff enttäuscht und ließ seinen Frust an der Eckfahne aus. Vielleicht nimmt er die Überreste der Eckfahne mit in die Türkei. Denn dort bestreitet er ein 2-wöchiges Probetraining bei Elazigspor. Zu gerne hätte Engin Arslan sein vielleicht letztes Spiel für den Türkischen SV mit einem Sieg abgeschlossen.

Schreibe einen Kommentar

  • (will not be published)