Leserbrief zum Bericht "Mahmut Oerten nicht mehr Trainer beim FC Lorsbach?"

Zur Berichterstattung, dass Mahmut Oerten nicht mehr Trainer von Gruppenligist FC Lorsbach ist, erreichte den Mittelkreis folgender Leserbrief:

Das „Ich“ über das „Wir“ gestellt!!!

Sehr geehrte Sportfreunde,

letzte Woche Freitag haben mein Co-Trainer Mehmet Tunay Somun und meine Wenigkeit die sportliche Verantwortung beim 1. FC Lorsbach mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Die Ursache  hierfür liegt, laut dem Verein und seinem Pressesprecher, darin, dass drei Niederlagen in Folge verantwortlich gemacht werden. Natürlich stellt kein Trainer nach drei Niederlagen sein Amt zur Verfügung. Warum auch!!

Wir haben den 1. FC Lorsbach vor zwei Jahren übernommen als der Verein abgestiegen war und drei Trainer in einer Saison verschlissen hatte. Chaos, Spielerflucht und ein unstrukturiertes Umfeld umgaben den Verein, abgesehen von der sportlichen Misere. Mit einem Altersdurchschnitt von 33 Jahren ist der direkte Wiederaufstieg geglückt, das Kreispokalfinale wurde erreicht und am renommierten Offensivcup wurde teilgenommen. Durch akribische Arbeit wurde die Entwicklung weitergetrieben, um den Verein, der den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft hatte,in der Gruppenliga zu etablieren. Nach zweieinhalb Jahren haben wir den Altersdurchschnitt auf 23 Jahre verjüngt und der Verein hat sicherlich an Renommee im Kreis gewonnen. Dieser Erfolg, möchte ich unterstreichen, kommt zustande, obgleich die Mittel in Lorsbach dürftig sind und der finanzielle Spielraum moderat.

Wie kommt es dann zu diesem Erfolg? Einzig und allein durch einen gesunden Teamgedanken, welcher der Grundstein ist, um einen Mannschaftssport zu betreiben. Die Mannschaft sollte stets im Vordergrund stehen und nicht Individualisten – der altruistische Gedanke sollte hierbei stets vor dem egoistischen gelebt und gepriesen werden. Der Verein und das Trainerteam lebten diese Philosophie und zogen stets an einem Strang wenn es um die Ausrichtung desselbigen ging. Jedoch hat die Vereinsführung innerhalb kurzer Zeit diesen Gedanken verworfen und somit konnten wir uns nicht mehr mit der Vereinsphilosophie identifizieren und zogen hieraus unsere Konsequenzen. Wenn sich einzelne Spieler über das „Wir“ stellen mag das der Verein akzeptieren – ich jedoch nicht!

Natürlich wünsche ich dem Verein viel Erfolg in der verbleibenden Saison und bedanke mich für die letzten zweieinhalb Jahre.

Sportliche Grüße

Mahmut Oerten

10 Kommentare für “Leserbrief zum Bericht "Mahmut Oerten nicht mehr Trainer beim FC Lorsbach?"”

  1. Zuschauer

    ..wenn dieser Spieler so gut ist warum soielt er dann nicht bei Besiktas??
    „Hochmut kommt vor dem Fall“ um mal Kaiser Franz eine Lebensweisheit mit auf dem Weg zu geben.

    Wer Herr Oerten kennt auch was seine Fussballerische Klasse betrifft sollte erst einmal mehr vorweisen, das mal angemerkt.

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  2. Kaiser Franz

    Werdet mal wach, hier geht es um Mannschaften die spielen Gruppenliga – nicht Bundesliga. Lächerlich wenn man sich dann hier mit einem Leserbrief so feiern lässt wie der Herr Oerten, nur um Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber ich hab gehört die Bosse von Besiktas haben den Artikel ebenfalls gelesen und wurden so auf den „Profitrainer“ M. Oerten (dessen Klasse einfach einen Nummer zu groß für die Gruppenliga ist.. auch als Spieler) aufmerksam. Vielleicht wird er ja in der Süper Lig mit seiner Disziplin Erfolg haben, man weiß ja nie. Oder versucht er auch bei seiner neuen Truppe einen der besten Spieler, wie auch schon bei Lorsbach rauszuschmeißen?

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  3. Zuschauer

    Ich habe sein Statement gelesen.Nicht mehr und nicht weniger.
    Er gibt an das nicht die Niederlagen der Grund waren,Punkt 1.

    Zitat“Die Ursache hierfür liegt, laut dem Verein und seinem Pressesprecher, darin, dass drei Niederlagen in Folge verantwortlich gemacht werden. Natürlich stellt kein Trainer nach drei Niederlagen sein Amt zur Verfügung. Warum auch!!“

    Aussage 2:“Wenn sich einzelne Spieler über das „Wir“ stellen mag das der Verein akzeptieren – ich jedoch nicht!“

    Stellt sich also die Frage was will er damit sagen?Oder was sind an den Kommentaren falsch?
    Es sind alles Vermutungen und was wohl wirklich dahinter steht wird wohl immer im Nebel bleiben.
    Aber das ist auch Sache des Vereins,Trainern etc.

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  4. Insider

    Ich finde die Kommentare von Szenekenner und Zuschauer sehr amüsant. Sie klingen als würden die Verfasser etwas über die Geschehnisse wissen aber trotzdem keine Ahnung haben.

    Wir Spieler erfuhren von unserem bis dato Trainer Oerten in der Spielersitzung, dass er von sich aus von seinem Amt als Trainer zurück getreten ist. Wir waren in diesem Moment alle fassungslos und überrascht.

    In oben genannter Sitzung äußerte er sich nicht im Detail über die Beweggründe zu diesem Entschluss. Auch der Anwesende Vorstand äußerte sich nicht über die Details. Natürlich hätten wir Spieler gerne mehr erfahren über das „Wieso und Weshalb“, aber wir haben die Entscheidung akzeptiert – zwangsläufig. Diese Entscheidung ist durch Mahmut Oerten gefällt worden und somit von allen Beteiligten zu akzeptieren.
    Auch führte der Vorstand an, dass er es sehr bedauere, dass Oerten von seinem Amt zurück trat!
    Dies ist aber Fußball. Solche Vorkommnisse gab es in der Vergangenheit und wird es in der Zukunft in allen Klassen und Ligen geben.

    Mahmut Oerten ist ein, aus meiner Sichtweise, hervorragender und akribisch arbeitender Trainer und Mensch, der sich selbst und seinen Vorstellungen treu bleibt. Ich wünsche ihm für die Zukunft viel Erfolg und hoffe von ihm als erfolgreichen Trainer in höher-klassigen Ligen zu hören und zu lesen.

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  5. Ultra MTK

    Ich denke der Vorstand hat einfach nicht mit einer derart Konsequenten Handlung des Trainers gerechnet. Finde die Berichterstattung vom Kreisblatt stillos,hätte der Verein sich da anders geäußert,wäre es bestimmt auch nicht zum Leserbrief gekommen.Aber wie schon hier erwähnt wurde,Fuss ball ist auch nur ein Tagesgeschäft,6-0 gewonnen und alles richtig gemacht. Wird zu beobachten sein wie es weitergehen wird.
    Ich musste schmunzeln als der Szenekenner versucht hat eine Parallele zum damaligen Verein des Trainers herstellen wollte. Der ganze MTK-Kreis weiß,dass nach den zahlreichen Abstiegen,den dutzend Trainern die gegangen worden sind,dass herr oerten mit seinem damaligen brief vollkommen recht hatte. Sie werden unter den 200Spielern die die djk hattersheim in den letzen jahren verlassen haben keinen einzigen finden,der im guten gegangen ist.
    Schauen sie wo der Verein war und wo jetzt ist…

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    • Szenenkenner

      Werte Leser,

      ich beobachte schon einige Jahre den Werdegang des Herrn Oerten und schätze Herrn Oerten als Fussballer, als Trainer und als Mensch. Ebenso erkenne ich seine geleistete Arbeit beim FC Lorsbach an. Vielen Dank dafür.

      Verstehen muss man es aber nicht, warum Herr Oerten jetzt nachkartet und die Verantwortlichen des FC Lorsbach mit seinem Leserbrief öffentlich anprangert. Soweit ich informiert bin, so stand es zumindest in der Hofheimer Zeitung, nannten die Verantwortlichen keinen Trennungsgrund. Seitens des Vereins wurde lediglich geäußert, dass Herr Oerten von sich aus das Traineramt niedergelegt hat. Ende und Basta. Damit hätte man es doch sein lassen können oder nicht?

      Es scheint die Masche des Herrn Oerten zu sein, nach einer Trennung mit einem Leserbrief an die Medien zu reagieren und die Verantwortlichen indirekt zu beschmutzen. So war das auch damals bei der SG DJK Hattersheim, wo er im Unfrieden gegangen ist. Seinerzeit steuerte er auch einen Leserbrief an die Medien und griff damit die Hattersheimer Verantwortlichen an. Muss das sein? Ich denke wohl eher nicht.

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      • Zuschauer

        @Szenenkenner

        Da sitzt der Stachel aber ansscheind tief in Hattersheim…das mal nebenbei.
        Kennen Sie die Sachlage?Ich denke nicht genauso wie ich.
        Doch liest man genau den Artikel oder zwischen den Zeilen wird dort nichts angeprangert.
        Sondern ein Standpunkt seitens Herr Oerten festgestellt.
        Im Artikel des Kreisblattes heißt es ..nach 3 Niederlagen hätte er sein Amt niedergelgt.
        Und wo prangert er den Verein an? Auszug“…Der Verein und das Trainerteam lebten diese Philosophie und zogen stets an einem Strang wenn es um die Ausrichtung desselbigen ging. “
        Somit stimmt das ja nun nicht wenn man seine Stellungsnahme liest.
        Auch hier denke ich steht es ihm zu die Lage so darzustellen wie Sie ist/war.Das der Verein warum auch immer anscheind dies dann ändert weiß man nicht aber auch da handelt der „Ex Trainer“ doch nur konsequent oder?

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  6. Zuschauer

    Hierzu muss ich etwas sagen: HUT AB!!
    Ich denke jeder der den Artikel mit dem Rücktritt M.Oertens gelesen war und etwas Fussball-Sachverstand hatte konnte nicht als Grund die 3 Niederlagen sehen.
    Die Schilderung des Ex Trainers kann ich nur VOLL Unterstützen.
    Wo kommen wir in unseren heutigen Gesellschaft hin wenn nicht mehr das WIR im Vordergrund steht sondern nur noch der Egomane??
    Das so wie es scheint ein Verein da anders entschieden hat ist schade,denn aus den Spielen den ich beiwohnte muss ich klar sagen : DER VERLUST des Trainers wird schwer wiegen!
    Er hat den Verein in eine ruhige Seelage gebracht eine Spielkutur geprägt und es geschafft die Mannschaft, wie schon erwähnt verjüngt.
    Was will man als Verein mehr?

    Gut,nun ist es so und ich als Zuschauer kann nur sagen : ALLES GUTE dem Trainer Team!!
    Jeder Verein kann sich freuen sollte die Wahl dann auf M.Oerten fallen.

    Aber das mag nur meine Meinung sein als Ahnungsloser Fussball Zuschauer und Außenstehender…

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