Interview: Christian Trupkovic (Spielausschuss-Vorsitzender FC Lorsbach)

Beim FC Lorsbach ging es zuletzt nach dem Rücktritt von Mahmut Oerten als Trainer etwas rund. Der Mittelkreis unterhielt sich deshalb mit dem Lorsbacher Spielausschuss-Vorsitzenden Christian "Ossi" Trupkovic über dieses Thema.

Mittelkreis: Am vergangenen Freitag ist Mahmut Oerten als Trainer beim FC Lorsbach
zurückgetreten. Was waren die Gründe?

Trupkovic: Als sich Mahmut Oerten und der 1. FC Lorsbach vor 2 ½ Jahren zusammen gefunden haben, war man unisono (im Einklang) was die Philosophie und die Werte des Vereins und des Trainerteams betreffen und man machte sich gemeinsam an die Aufgabe diese auch sportlich umzusetzen, stets am Limit mit unermüdlichem Einsatz bis zur letzten Minute. Leider gab es Differenzen die nicht aus dem Weg geräumt wurden, die die Trainer zum Rücktritt zwangen und nicht wie in einem anderen Medium geschrieben, dass die drei Niederlagen ausschlaggebend waren.

Mittelkreis: Du hast das Traineramt vorrübergehend übernommen, bleibst Du nun Trainer
oder kommt ein neuer Trainer?

Trupkovic: Ich bin kein Trainer, auch wenn die Mannschaft mich fordert! Mein „Job“ ist es die Position des Spielausschussvorsitzenden zu erfüllen. Dieses mache ich seit 6 Jahren mit Leib und Seele ehrenamtlich beim FCL und ich denke, dass ich das auch gar nicht so schlecht mache! Für die Zeit ohne Trainer leiste ich dem Verein einen Gefallen. Ja, es wird ein neuer Trainer kommen, die Gespräche laufen, es darf also spekuliert werden.

Mittelkreis: 6:0 gegen Amöneburg. War der Gegner so schwach oder war es die Reaktion der
Mannschaft auf den Rücktritt von Mahmut Oerten?

Trupkovic: Während den letzten 2 ½ Jahren habe ich nur 3 Spiele und ca. 12 Trainingseinheiten verpasst, war stets mit den Trainern in Kontakt, habe unheimlich viel gelernt, man kann innerhalb von 2 Tagen das Rad nicht neu erfinden, so war es auch gegen Amöneburg, sowie der 3:0 Sieg der 2. Mannschaft am vergangenen Sonntag auch der Verdienst von Mahmut Oerten und Mehmet Tunay Somun war. Es war für diesen Tag einfach ein super Drehbuch, bei dem ich Regie geführt habe.

Mittelkreis: Wie geht es  weiter beim FC Lorsbach, denn auch die zweite Mannschaft
benötigt nach dem Rücktritt von Mehmet Tunay Somun einen neuen Coach?

Trupkovic: Auch hier wird es einen neuen Trainer geben, ob dieser aus den eigenen Reihen kommt wird sich zeigen. Torwarttrainer und Spielausschussmitglied Gert Lenz wird auf alle Fälle die verbleibenden Spiele die 2. Mannschaft betreuen.

Mittelkreis: Wie bewertest du die Geschehnisse der letzten Tage in Lorsbach ganz
persönlich?

Trupkovic: Sehr bedenklich ! Seit über 16 Jahren bin ich dem Verein treu und die letzten Tage beschäftigen mich sehr. Die Geschehnisse rissen mich emotional sehr mit, es sind auch nicht wenige Tränen geflossen und ich denke über meine persönliche und sportliche Zukunft mehr nach denn je! Fußball ist ein ergebnisorientierter Dreckssport, manche nennen es auch Tagesgeschäft, für mich ist und bleibt es die schönste NEBENSACHE der Welt, aber nicht um jeden Preis!

7 Kommentare für “Interview: Christian Trupkovic (Spielausschuss-Vorsitzender FC Lorsbach)”

  1. Neutraler Beobachter

    @MTK Kenner:das stimmt,aber wer Herren Trupkovic kennt und sein Aufgabenfeld…der weiß der er der ULI HOENEß vom Schinderwald ist.
    Und es geht ja auch hier nicht um LOBHUDELEI denn das,wer ihn kennt,ist nicht Ziel von Herren Trupkovic.

    @Herr Ersami:Auch ihnen ein Lob nebenbei…Gleicher Schlag Mensch „Ein Leben für den Verein“ !

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  2. mario martinez

    ich kenne den ossi auch schon eine weile und habe selbst in lorsbach gespielt es ist ein sehr familiärer umgang gewesen und wenn man an lorsbach denkt fällt einem sofort der name ossi ein der alles für den verein getan hat und mit herz bei der sache ist.
    ich wünsche dem verein für die zukunft alles gute.

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  3. mtk-kenner

    Was ist mit seinem Kollegen? (Gert Lenz) Torwarttrainer,Spielausschuß und jetzt macht er die 2Ma. Ihm sollte diese Anerkennung auch erbracht werden. Man vergisst ihn gerne

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  4. Frank Erasmi

    „Ossi“ – Hut ab vor Dir und Deinem Team. Ohne „Vereinsmeier“ würde der – wie du es wunderbar formuliert hast -„ergebnisorientierte Dreckssport“ wahrscheinlich komplett aus dem Ruder laufen. Wir Vereine befinden uns alle auf einem sehr bedenklichen Weg! Das Bedenkliche dabei ist, dass einige wenige bis aufs Herzblut für ihren Verein leben, um anderen die Möglichkeit zu bieten der schönsten Nebensache der Welt zu fröhnen. Diesen Leuten (in aller Regel ehrenamtlich) und deren Engagement gilt mein allergrößter Respekt – und das gilt für jeden Verein!!

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  5. Beobachter

    Ich kenne Herrn Trupkovic schon eine Weile und weiß wie akribisch er arbeitet und sich für den Verein aufopfert.
    Solche Ehrenamtliche sollte es viel öfter geben. Hut ab davor.
    Wenn es allerdings Differenzen gibt und es dann an die körperliche, bzw. geistige Substanz geht, sollte man sich überlegen wie es weiter geht.
    Es ist NUR Fußball und sollte als Hobby angesehen werden…

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  6. Neutraler

    Anscheinend hätte er gerne mit den beiden Trainern weitergearbeitet…Positiv das keine weiteren internas rausgegeben wurden,so gehört es sich auch. Kompliment an Herrn Trupkovic.

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  7. Externer

    Man merkt das dieser Mann mit Leib und Seele für diesen Verein zu leben scheint.
    Ich war selber AKTIVER und weiß und die Arbeit die in einem Veren steckt und das muss nochmal erwähnt sein ohne ein Entschädigung.
    Allein das gebührt höchsten Respeckt!
    Ich hoffe Herr Trupkovic lässt sich seine Freude nicht nehmen doch auch hier mein Rat nicht auf kosten der Gesundheit oder was noch alles anstehen kann in einem Verein denn dafür ist es wie er schreibt DIE SCHÖNSTE NEBENSACHE DER WELT.

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