Verbandsliga Mitte: TSV Steinbach siegt im Spitzenspiel

Am Freitag kam es am „Reckenforst“ zum Spitzenspiel der Verbandsliga-Mitte, zwischen dem gastgebenden TuS Dietkirchen und dem TSV Steinbach. Gut 250 Zuschauer sahen einen deutlichen Auswärtssieg des Tabellenführers beim Liga-Dritten. Nach einer starken zweiten Halbzeit, hieß es am Ende 4:1 für den TSV unter Flutlicht. Damit feiert man bereits den 12. Sieg im 14. Meisterschafts-Spiel.

Man merkte beiden Mannschaften in der Anfangsphase an, dass es um viel ging. Keiner wollte einen Fehler machen und so passierte auch denkbar wenig. Dietkirchen versuchte zwei Mal Gefahr auf das TSV-Tor zu bringen, aber sowohl ein Schuss aus spitzem Winkel, als auch ein Kopfball mit dem Rücken zum Tor, verfehlten dieses deutlich. Steinbach hatte durch Bakary Sinaba die beste Chance der ersten 30 Minuten. Der Stürmer spielte nach seinem Joker-Hattrick der Vorwoche diesmal von Anfang an. Sinaba schoss aus der Drehung auf das Tor von Clemens Wenzel, wurde aber im letzten Moment von einem Verteidiger abgewehrt.

Nach der dreißig minütigen Abtastphase, nahm die Partie Tempo auf. Daniel Waldrich drehte nun auf der rechten Seite auf. Seine Flanke in der 32. Minute auf Bakary Sinaba, konnte der Malier nicht genau genug platzieren. Sechs Minuten später fiel dann die Führung der Gäste. Wieder war Daniel Waldrich daran beteiligt. Er fand den freistehenden Hüsni Tahiri, der nur noch zum 0:1 ins gänzlich verwaiste TuS-Gehäuse einschieben musste.

180 Sekunden später schlug der Tabellen-Dritte zurück. Die Mannschaft von Florian Dempewolf, der selbst in der Innenverteidigung spielte, kam per Standard-Situation zum Ausgleich. Der lange Ball landete über Umwege bei Maximilian Zuckrigl, der zum 1:1 in den Torgiebel traf.
Nach dem Seitenwechsel sah man wieder den gegenseitigen Respekt der beiden Teams, ehe der TSV Steinbach das Heft des Handels in die Hand nahm und Dietkirchen phasenweise an die Wand spielte.
In der 60. Minute brachte Andreas Proske eine Flanke von der linken Seite in den Strafraum der Heim-Elf. Johannes Burk nutzte diese Gelegenheit und schob den Ball eiskalt zur Führung ein.
Trainer Peter Cestonaro sah darin die Entscheidung „Wir haben nach dem Führungstreffer richtig gut gespielt. Das Tor war der entscheidende Vorteil!“

Masih Saighani nutzte in der 66. Minute seine überragende Schusstechnik und drosch einen Ball, den Bakary Sinaba vorher stark abschirmte, aus ca. 30 Metern ins untere rechte Eck. Der chancenlose Heim-Keeper staunte dabei nicht schlecht.
Die Dempewolf-Mannschaft gab sich nun sichtbar auf. Der TSV kombinierte bereits seit Minuten wie er wollte und der TuS fang keinen Zugriff mehr auf Zweikämpfe und den Ballbesitz. Der eigentlich überragende Stürmer Schmitz kam zu keinerlei Gelegenheiten gegen die starke Innenverteidigung Acker – Waldschmidt. Den Limburgern hätte nur noch ein Spielabbruch helfen können, den der einsetzende Nebel aber nicht herzuleiten vermochte.

Der Frust der Fans machte sich in einer hässlichen Situation bemerkbar. Ein Zuschauer der Heim-Elf beleidigte Bakary Sinaba in einer Lautstärke rassistisch als „Bimbo“, dass es alle Zuschauer am Kunstrasen im Reckenforst deutlich hören konnten. Dem TuS war dies sichtbar peinlich, Betreuer und Spieler entschuldigten sich umgehend beim TSV Steinbach.

Vor dem 1:4 hatte Dietkirchen eine von zwei Torgelegenheiten nach der Pause. Maximilian Zuckrigl köpfte aus kurzer Distanz aber genau auf Keeper Sebastian Vogl. Im Gegenzug lauerte Hüsni Tahiri goldrichtig und schnappte sich einen Fehlpass der Gastgeber. Im Eins-gegen-Eins ließ er Keeper Wenzel keine Chance und traf viel umjubelt.

Durch die Leistungssteigerung nach der Pause, siegte der Tabellenführer auch in dieser Höhe vollkommen verdient und hält Dietkirchen damit auf Distanz. Der TuS kann in Oberliederbach den Abstand noch von elf auf acht Punkte reduzieren, aber die Hoffnung nach diesem Nachholspiel nur noch zwei Punkte zurück auf Rang 2 zu stehen, zerschlug sich gestern sehr deutlich.
TuS Dietkirchen – TSV Steinbach      1:4 (1:1)
Tore: 0:1 Tahiri (38.), 1:1 Zuckrigl (41.), 1:2 Burk (60.), 1:3 Saighani (66.), 1:4 Tahiri (83.)
TSV: Vogl – Waldschmidt, Proske, Acker, Waldrich – Maser, Tahiri, Saighani (90. Sevim), Burk (84. Tomas) – Sinaba (88. Schneider), Bellinghausen.
Schiedsrichter: Glaser (Wiesbaden) – Zuschauer: 250

Schreibe einen Kommentar

  • (will not be published)