Verbandsliga Mitte Hessen, Relegation: Turbulentes Spiel – Germania Schwanheim war schon fast am Ziel, der SV Wiesbaden darf hoffen

Eine absolute kuriose Partie lieferten sich die Mannschaften am 2.Spieltag der Verbandsliga-Relegation vom SV Wiesbaden und Germania Schwanheim. Beide Teams erlebten dabei  ein Wechselbad der Gefühle.

Bei starkem Regen und deshalb nur vor knapp 300 treuen Fußball- bzw. Vereinsanhängern lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Auf dem heimischen Kunstrasen agierte der SV Wiesbaden, wie in den letzten Ligaheimspielen hochkonzentriert und nahm das Zepter in die Hand. Trainer Dietmar Aßmann hatte die Mannschaft offensiv eingestellt, schließlich stand man nach der 1:2-Auftaktniederlage beim VfB Wetter gehörig unter Druck. Schwanheim zog sich zunächst zurück und agierte in der Offensive absolut harmlos. Der SV Wiesbaden nutzte seine Überlegenheit das erste Mal durch einen Abstauber von Torjäger Ivan Rebic. Der Sportverein blieb weiter am Drücker und konnte nach einem feinen Doppelpass des jungen Pierre Massfeller mit Rebic im gegnerischen Strafraum durch einen tollen Abschluss von Massfeller mit 2:0 in Führung gehen. Ein absolut gewünschter Spielverlauf für die lautstarken Fans der Gastgeber. Nur mit 1:2 ging es aus Sicht der Schwanheimer  in die Pause dank Sascha Müller, der nach einer Standardsituation kurz vor dem Halbzeitpfiff den Ball vor die Füße bekam und zum wichtigen Anschlusstreffer einschieben konnte. Ansonsten überließ man den zuletzt heimstarken Gastgebern das Parkett und schaffte zu wenig Entlastung.

Im zweiten Durchgang bekam die Partie bei strömenden Regen ein anderes Gesicht, denn erst dort bekamen die anwesenden Zuschauer das Gefühl eines leidenschaftlichen Relegationsspieles vermittelt. In der ersten Hälfte regierte die Taktik, doch in der zweiten Halbzeit regierten die Emotionen und die Partie wurde ein offener Schlagabtausch. Schwanheim zeigte beim 2:2 durch Frederik Eisbrenner seine Qualität aus der laufenden Saison, als man nach einer Balleroberung in der eigenen Hälfte schnell umschalten konnte und den in die Tiefe laufenden Eisbrenner mustergültig bediente. Nach dem Ausgleich hatte die Mannschaft von Trainer Andreas Schreier das Momentum auf ihrer Seite und man versuchte die aufkommende Unsicherheit bei den Gastgebern weiter auszunutzen. Nach einem feinen Querpass des eingewechselten Youngster Lukas Göttmann schob Eisbrenner sogar zur 3:2-Führung ein. In diesem Moment wäre Germania Schwanheim aufgestiegen und hätte den großen Coup vollendet.

Das Drehbuch war aber noch nicht zu Ende geschrieben und die Germania verspielte in den Schlussminuten ihre vorzügliche Ausgangsposition. Erst traf Rebic zum 3:3-Ausgleich und in der Schlussminute schockte SCW-Kapitän Patrick Kürzer mit einem Abstauber nach Abklatschen von Torhüter Andre Kern die Germania-Beteiligten.

Im Gefühl des sicheren Sieges musste Schwanheim noch zwei unnötige Gegentore einstecken und muss jetzt im letzten Spiel gegen den VfB Wetter gewinnen. Der Endstand ist aufgrund der ersten Halbzeit nicht unverdient, jedoch hatte die Germania mit toller Moral die Partie gedreht und stand schon kurz vor dem Ziel aller Träume.

Ein Spiel das vor allem im zweiten Durchgang zum Spektakel wurde und fast alle Szenarien vom möglichen Aufstieg und Abstieg beinhaltete. Am kommenden Mittwoch entscheidet sich die Relegation im letzten Spiel zwischen Germania Schwanheim und dem VfB Wetter.

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