Gewonnen und doch verloren – Die SG Oberliederbach stellt Selbstanzeige!

So schön hätte es sein können. Mit 7 Punkten aus den ersten drei Spielen hatte die SG Oberliederbach II einen Auftakt nach Maß. Leider wurden am Sonntag beim Spiel gegen den SV Zeilsheim II (Endstand: 6:1 für die SG Oberliederbach II) zu viele Spieler eingesetzt, die am letzten Wochenende noch für die 1. Mannschaft in der Verbandsliga Mitte auf dem Platz standen. Die Regel besagt, dass zwei Spieler aus dem letzten Einsatz der klassenhöheren Mannschaft in der Reserve-Mannschaft eingesetzt werden dürfen. Bei der SGO standen aber mit Florian Jörß, Sebastian Hirschle und Cem Bektas drei Spieler auf dem Platz, die im Heimspiel gegen Eintracht Wetzlar eingesetzt wurden.

Da der Fauxpas den Verantwortlichen erst nach dem Spiel aufgefallen ist, stellte der Verein jetzt Selbstanzeige beim Klassenleiter. Mit der Maßnahme möchte der Verein erreichen, dass außer den drei Punkten keine sonstige Bestrafung auf den Verein zukommt.

Bleibt es bei dem Verlust der drei Punkte oder muss die SG Oberliederbach doch mit einer größeren Strafe rechnen? Anzuerkennen ist, dass der Verein sich selbst gemeldet und damit das Fehlverhalten angezeigt hat. Auf diese Weise kann wohl davon gesprochen werden, dass zumindest keine Absicht vorlag.

3 Kommentare für “Gewonnen und doch verloren – Die SG Oberliederbach stellt Selbstanzeige!”

  1. Tobias Merz

    Sehr geehrter Experte,
    normalerweise verkneife ich mir jegliche Kommentare hier, in diesem Punkt werde ich aber doch einmal reagieren. Die „Wechseleien“ im Kader der 1. Mannschaft haben tatsächlich manchmal auch Gründe, die für einen Außenstehenden nicht ganz nachvollziehbar sind. Zum einen fahren Spieler, anders als im Profifußball, während der Saison in den Urlaub, zum anderen trainieren Spieler unter der Woche mitunter reduziert oder gar nicht, manchmal vielleicht auch nicht auf der Höhe ihrer Schaffenskraft. Bei einer ordentlichen Kadergröße gibt es eben auch einen gewissen Konkurrenzkampf, der meist leistungsförderlich ist. Wechselt man in solchen Situationen nicht auch mal die Besetzung, ist man vielleicht gezwungen, im Winter einen halben Kader zwecks Unzufriedenheit auszutauschen. Letztlich ist in diesem Falle nicht einer Einzelperson ein Fehler unterlaufen, sondern es waren eine Reihe zuverlässiger Menschen involviert. Die SG Oberliederbach ärgert sich am meisten über diesen Fauxpas, denn eigentlich geht man gerade mit dieser Thematik seit Jahren sehr verantwortungsvoll um!
    Tobias Merz

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  2. FairPlay

    Applaus Applaus!
    Die vermeintliche VERBESSERUNG durch Spieler von Oben ist immer eine klare Benachteiligung , schön das es mal in die Hose ging!
    Sorry….aber für Vereine die nicht die Möglichkeit haben sich mit Gruppenliga-Spielern Verbandsliga
    -Spielern etc verbessern können müssen meist immer darunter leiden.
    Ich bin immer für Chancengleichheit.Letztes Jahr gab es auch genügend Beispiele..
    Ein Beispiel vom Wochenende: Lorsbachs II (man schaue wer dort dabei war..)z.b…Ergebnis? 14:0…
    Aber das ist nur ein Beispiel von vielen.

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  3. Experte

    Die Wechselei im Kader der 1. Mannschaft versteht wohl selbst der eigene Trainer nicht mehr… Wenn die Ergebnisse wenigstens stimmen würden…

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