Kreisliga B, Frankfurt, Gruppe 1: Interview mit Michael Sorge (Trainer vom FFC Olympia Frankfurt)

Schon seit April steht fest, dass Michael Sorge von der FG Seckbach neuer Trainer beim FFC Olympia Frankfurt wird. Nach 25 Jahren verlässt der 50-Jährige also "seinen" Klub und plant in der Kreisliga B, Gruppe 1 einen Neuanfang. Der Mittelkreis unterhielt sich mit Michael Sorge. Mittelkreis: Nach solch einer langen Zeit bei einem Verein muss schon etwas Besonderes passieren, damit man einen neuen Weg einschlägt! Wie kam es zu Ihrem Wechsel zum FFC Olympia Frankfurt?

Sorge: Ich wollte nach 25 Jahren einfach mal etwas Neues ausprobieren. Ich muss betonen, dass ich nicht im Bösen mit der FG Seckbach auseinander gegangen bin. Ich wollte etwas anderes machen. Was mir bei Olympia imponiert hat, war die Art und Weise, wie sie sich um mich bemüht haben. Reizvoll war auch die Tatsache, dass ich in der B-Liga einen kompletten Neuanfang vorantreiben kann. Dieser Prozess von Beginn an dabei zu sein, hat mich dazu bewogen, beim FFC zuzusagen. Ich hatte auch Angeboten von Vereinen, wo dies nicht möglich oder nötig gewesen wäre. Ich weiß, dass es kein einfacher Weg werden wird. Wir stehen vor einer Findungsphase in der vor allem das Image des Vereins geändert werden soll. Das wird ein interessanter Weg.

Mittelkreis: Wie würden Sie als ehemaliger Außenstehender das Image des FFC Olympia Frankfurt bisher beschreiben?

Sorge: Die Leute denken aufgrund der Vergangenheit, dass der Verein auf Deutsch gesagt, ein asozialer Verein ist. Der FFC Olympia Frankfurt ist aber eigentlich ein Taditionsverein und will weg von diesem Image. Uns ist in der Zukunft wichtig, dass die Leute merken, dass sich etwas tut bei uns. Wir wollen Leute ansprechen, die dem Verein beitreten. Dafür wird einiges getan.

Mittelkreis: Für diesen Imagewandel sind vor allem die Spieler der Ersten Mannschaft wichtig. Wie sehen die personellen Planungen für die Saison 2012/13 aus?

Sorge: Wir haben vorgestern mit dem Training begonnen und elf neue Spieler begrüßt, die uns nach dem Auftakt fest zugesagt haben. Da sind einige von meinem ehemaligen Verein, FG Seckbach und andere dabei. Die Planungen sind aber noch nicht abgeschlossen. Wir sind noch an anderen Spielern dran.

Mittelkreis: Der große Spielerzulauf wirft die Frage nach eventuellen Sponoren auf. Wie ist der FFC Olympia Frankfurt dahingehend aufgestellt?

Sorge: Bei der Verpflichtung haben wir nie über Geld gesprochen. Das wäre in der B-Liga als letztjähriger Tabellendrittletzter auch vermessen. Wir wollen im Mittelfeld landen. Nur wenn wir aufsteigen wollten, müssten wir über finanzielle Änderungen nachdenken. Wir sind aber im Gespräch mit einigen Sponsoren.

Mittelkreis: Wie haben Sie den FFC Olympia Frankfurt im Sommer sportlich gesehen vorgefunden und wo wollen Sie mit ihm in der kommenden Runde hin?

Sorge: Der Ist-Zustand ist nicht so gut. Wir hatten ja schon während der letzten Saison einige Abgänge und mussten mit einigen Alten Herren die Runde in der Kreisliga A, Gruppe 1 beenden. In der ersten Saison unter mir peilen wir einen Mittelfeldplatz an. Wir wollen uns mit Siegen interessant machen für Spieler die zu uns wechseln könnten. Vielleicht können wie ja die Großen der Liga ärgern.

Mittelkreis: Wie ist der Stand der Dinge in der Vorbereitung?

Sorge: Wir haben vorgestern mit dem Training begonnen und werden gegen viele höherklassige Mannschaften Testspiele austragen. Außerdem trainieren wir drei bis vier Mal in der Woche. Wem das viel vorkommt muss ich sagen, dass viele Spieler konditionell nicht auf der Höhe sind und erstmal langsam an die Belastung gewöhnt werden müssen. Wir wollen nichts überstürtzen. Am kommenden Sonntag beginnen wir mit einem Testspiel gegen Blau Gelb Frankfurt aus der Kreisliga A.

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