Kreisliga B, Frankfurt, Gruppe 1: Interview Lars Krakow (FC Gudes Ding)

Wer die Spielertransfers im Mittelkreis aufmerksam beobachtet hat, dürfte schon öfter über den Namen "FC Gudes Ding" gestolpert sein. Der neu gegründete Verein wird in der B-Liga starten und sorgt schon vor dem Rundenbeginn für Aufsehen. Die Gemeinschafts-Idee von Spielern derSG Bornheim, Makkabi Frankfurt und BSC SW Frankfurt verinnerlicht die Idee, um die es beim Fußballspielen im Allgemeinen gehen sollte, auf besondere Art und Weise. Dass der vielzitierte Spruch: "Elf Freunde müsst ihr sein" beim FC Gudes Ding wieder auflebt, konnte Lars Krakow, der von Makkabi Frankfurt zu dem Neuling wechselte im Mittelkreis-Interview bestätigen.Mittelkreis: Lars, wie entstand die Idee, den FC Gudes Ding zu gründen?

Lars: Die Idee entstand in einer Bornheimer WG. Luis Engelhardt und Bela Cohn-Bendit kamen bei unserem Verein Makkabi Frankfurt nicht so zum Einsatz, wie sie es sich vorstellten, und haben dann darüber gesprochen, einen eigenen Verein zu gründen.

Mittelkreis: Was ist das Besondere am FC Gudes Ding?

Lars: Der FC Gudes Ding ist ein Freunde-Projekt. Es gibt bei den 26 Spielern, die wir schon zu unserem Kader zählen können, keinen den wir nicht kennen. Die Idee, nur mit Freunden zusammen zu spielen, ist mit Sicherheit gut für unseren Teamspirit. Der wird uns helfen, auch wenn es mal nicht so läuft. Dann werden wir uns auf dem Platz gegenseitig nicht anmachen. Klar ist aber auch, dass wir keine Schoppen- oder Trinkermannschaft sind. Wir nehmen das ernst und wollen alle zusammen etwas erreichen.

Mittelkreis: Wer sind die Köpfe des neuen Vereins?

Lars: Wie gesagt, sind Luis Engelhardt und Bela Cohn-Bendit die Ideengeber. Der Vater von Bela, Daniel Cohn-Bendit ist unser Präsident. Er ist Abgeordneter bei den Grünen und sitzt im Europa-Parlament. Trainer wird mein Vater, Lutz Krakow sein. Er kommt aus Gelsenkirchen und trainierte außerdem Fortuna Frankfurt. Außerdem noch zu erwähnen ist Jakob Bertroud. Er ist im Vorstand und Spieler zugleich.

Mittelkreis: Wo wird der FC Gudes Ding seine Heimspiele austragen?

Lars: Wir werden beim SV Niederursel spielen. Das war aber für einige Spieler, mit denen wir wegen der kommenden Saison gesprochen haben, ein Grund nicht zu kommen. Die Platzsuche war sehr kompliziert, weshalb wir aber froh sind, überhaupt beim SV Niederursel untergekommen zu sein.

Mittelkreis: Mit welchen Ambitionen geht der FC Gudes Ding in seine erste Saison?

Lars: Mein Vater hat schonmal gesagt, dass die B-Liga, Gruppe 1 die härteste Liga der Welt sei. Wegen der vielen Länderspiele zwischen den multikulturellen Vereine. Das würde ich nicht so extrem sagen. Fakt ist aber, dass wir die B-Liga nicht unterschätzen dürfen. Wir sind alle Anfang 20 und haben ein junges und unerfahrenes Team. In der Offensive haben wir gute Leute. In der Defensive hapert es noch ein wenig. Trotzdem glaube ich, dass wir zwischen Platz fünf und eins landen können. Der Verein hat als Ziel in den kommenden vier Jahren einen oder sogar zwei Aufstiege ausgegeben. Wenn ich für mich sprechen soll, kann ich nur sagen, ich möchte irgendwann in der Gruppenliga gegen Makkabi Frankfurt und meine alten Vereine spielen (SG Bornheim, Blau Gelb Frankfurt, BSC SW Frankfurt Anm. d. Red.).

Mittelkreis: Abschließend die Frage, die vielen Lesern und auch uns auf der Zunge brennt: Wie kam der Name "FC Gudes Ding" zustande?

Lars: Luis Engelhardt, Bela Cohn-Bendit und die Jungs sind Fans der TV-Serie "Stromberg". Dort tauchte der Satz: "Das ist ein gudes Ding" auf. Da haben sich die Jungs gedacht, dass das ein guter Name für unseren neuen Verein sein könnte und ihn in die Tat umgesetzt.

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