Interview: Musa Haslak (Trainer TuRa Niederhöchstadt, Gruppenliga Wiesbaden)

In der vergangenen Saison fungierte Musa Haslak gemeinsam mit Christian Neubauer als Trainerduo bei der SG Hoechst. Im Sommer wechselten die Beiden zum Ligakonkurrenten TuRa Niederhöchstadt, der knapp den Sprung über die Relegation in der Verbandsliga Mitte verpasste. Der Mittelkreis unterhielt sich mit Musa Haslak.

Mittelkreis: Die Saison 2012/2013 ist Geschichte! Wie lautet Dein Saisonfazit?

Musa Haslak: Die Saison war extrem mit Höhen und Tiefen verbunden. Nachdem wir vor der Saison die Mannschaft stark verjüngt und somit einen Umbruch eingeleitet hatten, waren wir nach einem unverhofft gutem Start zwischenzeitlich am 10. Spieltag sogar Tabellenführer. Es folgte dann leider ein Negativlauf mit 5 Niederlagen in Folge, was auch zum Teil mit Verletzungspech zu tun hatte. Zum Ende der Hinrunde konnten wir uns wieder fangen und den Anschluss zur Spitzengruppe herstellen. Was dann in der Rückrunde alles passiert ist, hat viele Nerven gekostet. Obwohl wir wieder gut gestartet waren (7 Punkte aus 3 Spielen) mussten wir in den folgenden Spielen unserem inzwischen arg geschrumpften Kader Tribut zollen. Die Leistungen und Ergebnisse waren sehr schwankend. Dann kam noch der Rückzug der 2. Mannschaft und der damit verbundene 6-Punkte-Abzug, was uns noch fast an den Rand des Abstiegs gebracht hätte. Zum Glück aber konnten wir diesen Super-Gau vermeiden.

Mittelkreis: Was ist Dir aus der abgelaufenen Runde und den absolvierten Begegnungen positiv, was negativ im Gedächtnis geblieben?

Musa Haslak: Positiv waren die zwei "Endspiele" gegen Germania Weilbach, in denen wir uns mit Siegen zum einen für den Offensiv-Cup qualifizieren konnten und zum anderen die Klasse gehalten haben. Auch die drei Derbysiege (2mal in der Meisterschaft 1mal im Pokal) gegen den SV Zeilsheim waren sehr erfreulich.

Das Negative hatte ich ja schon angesprochen. Traurig waren die schlimmen Verletzungen von Mehmet Arslan und Eugen Strauch (beide Kreuzbandriss). Hier wünsche ich den Jungs nochmal gute Genesung weiterhin.

Mittelkreis: Und wer ist Dein Spieler der Saison?

Musa Haslak: Einen Spieler der Saison gab es nicht. Jeder hat versucht das Beste aus sich heraus zu holen. Dem einen ist es mal besser gelungen dem einen nicht immer, was auch völlig normal ist.

Mittelkreis: Wie beurteilst Du insgesamt das Niveau der Spielklasse?

Musa Haslak: Ich finde die Gruppenliga Wiesbaden ist sehr interessant und auf einem guten Niveau. Es wird ein gepflegter Ball gespielt. Auch gerade die vielen Derbys bringen immer wieder einen gewissen Reiz mit sich. Außerdem ist auch das öffentliche Interesse da und der Wettkampf ist mehr als gegeben.

Mittelkreis: Du wechselst mit Deinem Trainerkollegen Christian Neubauer nach Niederhöchstadt. Wie laufen die Planungen und gibt es schon Zu- oder Abgänge zu vermelden?

Musa Haslak: Wir sind seit 2 Wochen voll in der Vorbereitung. Die Jungs ziehen sehr gut mit und es läuft bis jetzt alles planmäßig. Mit Marc Klüpfel, Andreas Scherer, Dennis Blum und Cem Bektas haben vier Stammspieler den Verein verlassen. Den Jungs wünsche ich viel Erfolg bei ihren neuen Vereinen. Dem stehen insgesamt 9 Neuzugänge entgegen. Wichtig war nicht nur, dass wir die Abgänge adäquat ersetzen konnten sondern auch den Kader in der Breite verstärkt haben. Sehr erfreulich ist auch, dass mit Robin Breckheimer, Marc Scheid und Niklas Yates seit langer Zeit wieder drei A-Jugendliche im Kader der ersten Mannschaft von Tura Niederhöchstadt stehen.

Mittelkreis: Wie arbeitet es sich eigentlich als “Duo”?

Musa Haslak: Das klappt wunderbar. Jeder hat seine Aufgaben bei den Trainingseinheiten und bei den Spielen, so greift ein Rad ins andere. Solche Modelle haben sich schon im Profibereich bewährt (siehe Leverkusen). Natürlich ist es auch ein riesiger Vorteil, dass ich mit Christian Neubauer privat befreundet bin und nach unserer Jugendzeit bei vielen Vereinen zusammen gespielt habe. Wir sprechen die gleiche fussballerische Sprache.

Mittelkreis: Wie lautet die Zielsetzung mit Deinem neuen Club?

Musa Haslak: Natürlich hinterlässt Carsten Ache ein schweres Erbe mit dem 2.Platz. Dessen sind wir uns bewusst. In erster Linie wollen wir uns als Mannschaft, gerade mit den vielen Neuen, schnell finden und entwickeln. Dabei streben wir natürlich auch den maximalen sportlichen Erfolg an.

Schreibe einen Kommentar

  • (will not be published)