Jugend MTK (U19-Kreisliga): Trotz hoher Nieder- lage ist Viktoria Kelsterbach stolz auf sein Rumpfteam.

Mittelkreis erreichte folgender Bericht von Viktoria Kelsterbach:

U19: DJK Hattersheim  -  Viktoria Kelsterbach 19:0 (8:0)

Ein Ergebnis dieser Größenordnung wird in der G-Jugend, bei den Allerkleinsten, mit einem Lächeln abgehakt, ein Elfmeterschießen drangehängt und dann ist die Sache erledigt. Bei den A-Junioren dürfte man mit Recht erwarten, dass die unterlegene Mannschaft nach einem solchen Ergebnis entweder von selbst auseinanderfliegt oder aber von den Trainern in der Luft zerrissen wird.

In diesem Falle sah die Sache an einem windig-kalten Novemberabend allerdings ganz anders aus. Sieben Spieler - und die dürfen hier gerne namentlich genannt werden - haben sich den Respekt ihrer Trainer und die ausdrückliche Anerkennung ihres Gegners erworben:

Ilhan Cengiz (Tor), Matej Miketa, Noah Schuster, Lukas Weller (C), Marcel Stratmann, Hans-Christian Beinroth, Adi Duranovic

Mit der geringstmöglichen Spielerzahl mussten die Kelsterbacher U19-Spieler in diese Begegnung gehen. Und um wenigstens diese Handvoll Spieler zusammenzukriegen, mussten die Trainer Jörg und Mirko Mantik noch allerhand Kilometer fahren und zahlreiche Telefonate führen.

Verletzungen, Erkrankungen und private Termine hatten den größten Teil der Mannschaft an diesem Abend außer Gefecht gesetzt. Bis zur letzten Minute vor dem Anpfiff war unklar, ob ein Antreten unter diesen Umständen überhaupt möglich ist.

Doch dann haben sich die genannten Spieler ein Herz gefasst und haben sich diesem ungleichen Kampf gestellt. Eine einzige gelbe Karte während des gesamten Spiels zeigt, dass beide Mannschaften an diesem Abend ein faires und anständiges Spiel abgeliefert haben. Allerdings der Gastgeber mit vier Auswechselspielern - und der Gast ohne vier Spieler.

Der gegnerische Trainer Holger Matt fand nach dem Abpfiff nicht nur den Weg in die Kabine der Viktorianer, sondern auch bewegende Worte des Respekts und der Anerkennung für den überaus sportlichen An- und Auftritt der Kelsterbacher Mannschaft.

Fazit: Ob ein Spiel 0:1 verlorengeht oder 0:19 bleibt sich am Ende gleich - beides kostet drei Punkte. Ob aber eine Mannschaft mit nur sieben Spielern ein Spiel wegschenkt und gar nicht erst anreist - oder sich aber der zu erwartenden höchst unangenehmen Aufgabe wie ein Mann stellt, das macht durchaus einen Unterschied.

Die Viktoria-Familie kann auf soviel Charakter und sportlichen Anstand in ihren Reihen stolz sein. Die sieben Spieler haben an diesem Abend ihren Verein würdig vertreten.

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