Jugend MTK (U19-Gruppenliga): FC Eddersheim gewinnt Spitzenspiel deutlich

Mittelkreis erreichte folgender Spielbericht des FC Eddersheim:

Den 7. Spieltag vom vergangenen Wochenende hatte sich der VfB Unterliederbach sicherlich anders vorgestellt: Da fährt man als Gruppenliga-Zweiter zu einem wichtigen Auswärtsspiel gegen die A-Jugend des FC Eddersheim, sollte vor Selbstvertrauen eigentlich nur so strotzen und hochmotiviert sein sich die Tabellenführung sichern zu können... doch meistens kommt es anders, als man denkt. Denn etwa drei Stunden nach der Ankunft auf der Eddersheimer Sportanlage fuhren die Frankfurter Vorstädter mit einer 1:8-Niederlage im Gepäck wieder Richtung Heimat und mussten der Staustufenelf den tabellarischen “Vortritt“ lassen - Spitzenreiter, Spitzereiter, hey, hey! Das Team von Carsten Schmitt und Patrick Schuch setzte sich im Topspiel gegen den VfB auch in dieser Höhe verdient durch und konnte den abermals zahlreichen Zuschauern mit teilweise wunderschön herausgespielten Toren für deren Unterstützung danken. In den ersten zehn Minuten hatte der FCE noch ein wenig Respekt vor dem Gegner und agierte vermehrt mit langen Bällen, um das Spielgerät möglichst schnell wieder aus der Gefahrenzone zu befördern sowie zunächst einmal die notwendige Sicherheit zu bekommen und ins Spiel zu finden. Spätestens aber nach der 1:0-Führung durch einen “leicht“ abgefälschten Freistoß von Dè Vante Burnett verabschiedete sich diese Zurückhaltung und die Eddersheimer A-Jugend spielte sich förmlich in einen Rausch. Beim 2:0 konnte der Gästekeeper einen Fernschuss von Oliver Knatz nur nach vorne abprallen lassen und Dè Vante Burnett zum 2:0 abstauben. Kurz vor der Halbzeitpause wurde Demian Ferizaj dann an der Seitenauslinie unsanft zu Boden gebracht und Patrick Schneider legte sich die Kugel zurecht. Generell insgesamt rechnete jeder Anwesende mit einer Flanke auf die aufgerückten Abwehrhünen Arne Gerken und Marco Silveira - und nun kehren wir zurück an den Anfang dieses Berichtes, denn meistens kommt es anders, als man denkt: Anlauf, Schuss, Winkel - der “Schnibbler“ hatte erstmals in dieser Saison zugeschlagen. Mit diesem Treffer zum 3:0-Halbzeitstand hatte man die Erwartungen vor dem Spiel schon mehr als übertroffen, denn ein “dreckiges 1:0“ war die ursprüngliche Zielsetzung. Was sich dann im zweiten Spielabschnitt auf dem Kunstrasen an der FCE-Staustufe abspielte, erinnerte manchen Eintracht-Fan an den “Fußball 2000“ der SGE mit einer u.a. aus “Demian Möller“, “Brian Bein, “Younes Okocha“ und “Didi Yeboah“ bestehenden, geklonten Offensiv-Abteilung. Beim Treffer zum 4:0 startete Abwehrchef Marco Silveira eines seiner unnachahmlichen Solo’s und legte FCE-Kapitän Adrian Weil dessen ersten Pflichtspieltreffer seit fast zwei Jahren auf. Das 5:0 hat dann berechtigte Chancen darauf, aufgrund der “One-Touch-Entstehung“ zum Tor des Monats gewählt zu werden. Es muss nicht immer ein Fallrückzieher oder eine Bogenlampe aus dreißig Metern sein... manchmal “reichen“ auch direkter Kombinationsfußball über vier bis fünf Stationen, eine maßgeschneiderte Flanke von Dè Vante Burnett und ein dankbarer Abnehmer in Person von Oliver Knatz, um die heimischen Fans mit der Zunge schnalzen zu lassen. Nachdem Demian Ferizaj nur wenig später wiederholt und dieses Mal auch rotwürdig weggebügelt wurde, wollten die FCE-Coaches die Gesundheit des Spielers schützen und einer “albanischen Rückhandschelle“ als Reaktion auf eines der vielen Fouls zuvor kommen. Der für ihn eingewechselte Tom Korominas fügte sich nahtlos in den Spielfluss ein, erzielte das 6:0 selbst und zirkelte anschließend einen Eckstoß genau auf den Kopf von Marco Silveira, der auf 7:0 erhöhte. Auch die Vorarbeit für den 8:1-Endstand geht auf das Korominas-Konto, den Steilpass in den Lauf von Younes El Faki konnte dieser souverän im Gästetor unterbringen und sich somit für eine bärenstarke Leistung belohnen. Die nun punktspielfreien zwei Wochen Herbstferien wird der FC Eddersheim nutzen um diese schöne Momentaufnahme zu genießen, das hat sich die Mannschaft durch die Leistung gegen den VfB Unterliederbach verdient. Bei aller Euphorie wird aber sicher nicht der Schlendrian einkehren, denn die Jungs haben scheinbar endlich aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt.

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