Interview: Thomas Seehöfer (Trainer FC Schwalbach A-Jugend)

In der Gruppenliga Wiesbaden der A-Jugend ist die Hinrunde nun vorbei. Der FC Schwalbach steht aktuell mit 27 Punkten auf dem 5.Tabellenplatz. Der Mittelkreis unterhielt sich mit dem Trainer Thomas Seehöfer über den bisherigen Saisonverlauf und die Ereignisse im Pokalfinale.

Mittelkreis: Ihr Team, der FC Schwalbach, hat 27 Punkte nach 13 Spieltagen auf dem Konto. Sind Sie damit zufrieden?

Thomas Seehöfer: Na ja, da gibt es für mich zwei Sichtweisen. Als Vorstandsmitglied des FC Schwalbach bin ich aus Vereinssicht zufrieden. Nach meinem Aufstieg 2007/2008 in die Gruppenliga habe ich in den letzten drei Spielzeiten diese Klasse für den Verein gehalten. Und auch dieses Jahr werden wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben. So gesehen, bin ich schon zufrieden. Aber als Trainer bin ich alles andere als zufrieden, da sind meine Ansprüche an das Team doch deutlich höher. Zum Abschluss der Hinrunde belegen wir mit den 27 Punkten Rang 5. Und da hätte ich mir eigentlich den 2. Platz erhofft. Aber es gibt noch einen anderen Aspekt, mit dem ich durchaus zufrieden bin. Meine Hauptaufgabe sehe ich darin, die Spieler an die Senioren heranzuführen und einen möglichst reibungslosen Übergang zu schaffen. Und das klappt schon ganz gut. Nicht nur, daß in der Schwalbacher 1. und 2. Mannschaft deutlich mehr Eigengewächse spielen, als in den meisten anderen Vereinen, sondern in der laufenden Saison haben die A-Jugendlichen bereits 15 Einsätze bei der Ersten und 34 Einsätze bei der Zweiten gehabt – das ist schon beachtlich.

Mittelkreis: Was könnte noch besser laufen?

Thomas Seehöfer: Wir müssen viel konstanter im Abrufen unseres Leistungsvermögens sein. Einige Spieler müssten zudem noch viel ehrgeiziger werden. Wir haben durch drei völlig vermeidbare Unentschieden sechs Punkte verschenkt und das ist schon ärgerlich.

Mittelkreis: Das Pokalhalbfinale wurde ja wegen einem kuriosen Vorfall abgebrochen. Wie haben Sie das Spiel und den Vorfall empfunden? Was können Sie uns über die Ereignisse sagen? Denken Sie dass es ein Nachholspiel geben wird oder wird die Germ. Schwanheim als Pokalsieger bekannt gegeben?

Thomas Seehöfer: Wir haben das Spiel in den ersten 20 Minuten verschlafen und drei wirklich dämliche Tore kassiert. Danach wurde es zunehmend ausgeglichener und in der 2. Hälfte haben wir den Anschlusstreffer erzielt, den der Schiri zunächst gab und dann doch widerrief. In der Endphase haben die Schwanheimer nach einer roten Karte zu zehnt gespielt und wir waren am Drücker. Aber genau in dieser Phase hat der Schiri das Spiel abgebrochen, weil er sich durch einen Laserpointer gestört gefühlt hat. Solche Laserpointer kennt man ja leider bestens aus der Bundesliga oder der Champions-League. Nur habe ich noch nie gehört, dass deswegen ein Spiel abgebrochen wurde. Also, wenn alles mit rechten Dingen zugeht, dann muss dieses Spiel wiederholt werden.

Mittelkreis: Am Sonntag gastierst du mit deinem Team bei der Germania Weilbach, ein Derby. Wie schätzt Du den Gegner ein?

Thomas Seehöfer: Wir haben den Gegner im Hinspiel 1:0 und im Pokal 7:1 besiegt. Aber das täuscht ein wenig darüber hinweg, dass Weilbach eine starke Truppe hat, die uns alles abverlangen wird. Zudem spielen wir in Weilbach und der Heimvorteil auf diesem Platz ist nicht zu unterschätzen.

Mittelkreis: Dein Tipp?

Thomas Seehöfer: Einen Tipp kann ich nicht abgeben. Wir haben drei Schulter-Operationen – alleine beim Pokalspiel wurde zwei Spielern die Schulter demoliert – und eine Leisten-Operation, zudem noch eine völlig absurde rote Karte. Es fehlen mir daher fünf wichtige Spieler. Inwieweit das Team bereit ist, diese Ausfälle zu kompensieren, muss man abwarten. Beim 0:0 gegen den Tabellenzweiten am letzten Samstag hat das hervorragend geklappt, aber wie gesagt, die Konstanz ist unser Hauptproblem. Also lassen wir uns überraschen!

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