Landesliga Nordwest: „Mannschaftliche Geschlossenheit und Teamgeist Faktoren für Erfolg“ – Interview mit Jürgen Baier (Trainer SV Erlenbach)

Der SV Erlenbach spielt in der Landesliga Nordwest bisher eine überragende Saison und man steht nur einen Punkt hinter dem Tabellenführer SV Pettstadt. Der Mittelkreis unterhielt sich mit dem Trainer des SVE - Jürgen Baier - der eine Mannschaft geformt hat, die in dieser Runde noch viel erreichen kann.

Mittelkreis: Am vergangenen Sonntag habt ihr auswärts bei der TG Höchberg mit 3:0 gewonnen. Kannst du uns kurz den Spielverlauf nochmal aus deiner Sicht wiedergeben?

Jürgen Baier: Wir haben das Spiel vom Anfang an sehr konzentriert begonnen und haben das Spielgeschehen meist dominiert. Zum richtigen Zeitpunkt erzielten wir das 0:1 – ausgelöst durch einen Eckball verwandelte Matze Rieth das Tor. Kurz vor der Halbzeit folgte dann das 0:2 durch einen genialen One Touch Ball von Trippel auf Seppi Göbig, der auf und davon enteilte, den Torwart noch aussteigen ließ und schließlich einschob. Wütende Proteste der Höchberger Bank folgten, denn Sie waren der Meinung, dass dies klar Abseits war.

In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Wir ließen uns auch nicht von ein paar Ruppigkeiten des Gegners anstecken, sondern bauten unseren Vorsprung noch aus - durch eine schöne Kombination von Deniz Tiryaki, Seppi Göbig und den Abschluss durch Islam Seren trafen wir zum 0:3.

Mittelkreis: Ihr befindet euch aktuell in einer überragenden Form. 20 Punkte aus 8 Spielen, allesamt in Folge zu Null. Was macht den SV Erlenbach so stark?

Jürgen Baier: Ich denke, die mannschaftliche Geschlossenheit und der Teamgeist innerhalb der Mannschaft sind ein wesentlicher Faktor für den derzeiten Erfolg. Zudem arbeiten wir sehr gut gegen den Ball und nach vorne können wir auch recht schnell und gut spielen.

Mittelkreis: Welcher deiner Spieler hat dich bisher am meisten überzeugt oder ist für dich das Kollektiv entscheidend?

Jürgen Baier: Ich möchte nicht von einem einzelnen Spieler reden, weil wir uns als Mannschaft sehr positiv entwickelt haben. Das ist ein Erfolg des gesamten Kaders.

Mittelkreis: Auffällig ist, dass ihr in 16 Begegnungen erst 8 Tore kassiert habt - trainiert ihr überwiegend euer Defensivverhalten, da vorne durch eure "Knipser" immer etwas geht?

Jürgen Baier: Wir trainieren, wie wir es letztes Jahr auch getan haben: Spiele, Übungen für den defensiv Bereich aber auch gleichzeitig für den offensiven Part. Es kommt hinzu, dass wir in der Innenverteidigung mit Alex Waimert und Fabian Galm sowie auf den 6-er Positionen mit Matze Rieth und Deniz Tiryaki sehr gute Defensivkünstler haben, die das hervorragend organisieren und auch umsetzen können. Aber auch nach vorne können wir viele gute und sichere Bälle spielen, die von unserer Offensiven dankend angenommen werden.

Mittelkreis: Am kommenden Spieltag empfangt ihr zuhause den FC Gerolzhofen. Was weißt du über den Gegner?

Jürgen Baier: Ehrlich gesagt weiß ich nicht so viel. Das soll aber nicht heißen, dass wir diesen Gegner auf die leichte Schulter nehmen und somit bereits gewonnen haben. Wir werden hochkonzentriert in dieses Spiel gehen und den FC Gerolzhofen nicht unterschätzen.

Mittelkreis: Wie wirst du deine Mannschaft einstellen und gibt es aktuell ausser Alexander Waimert noch weitere Verletzte zu beklagen?

Jürgen Baier: Wir werden am Freitag wie gewohnt unser Abschlusstraining absolvieren und auf den ein oder anderen Spieler achten, der positiv aufgefallen ist (Form hat). Danach werden wir wie jede Woche unseren Clubabend im Sportheim ausrichten , wo immer sehr viel Zuspruch vorhanden ist, vor allem von den Älteren, die Freitags Ihren Stammtisch im Sportheim haben. Hierbei werden wir auf das vergangene Spiel noch einmal eingehen und uns auf den bevorstehenden Gegner einstellen. Verletzte Spieler haben wir aktuell Alexander Waimert und Torwart Hennrich sowie unser "Kücken" Strucki und Marc Baldringer, die jedoch beide schon wieder leicht mit der Mannschaft trainieren.

Mittelkreis: Nach langjähriger Planungs- und Vorbereitungsphase wurde am letzten Sonntag der Kunstrasenplatz eingeweiht - wie wichtig ist dies für deine Trainingsarbeit und den kompletten Verein?

Jürgen Baier: Ich denke, für unsere Planung was den Trainingsbetrieb betrifft, ist das natürlich überragend. Zum einen gibt es dem Verein mit seinen vielen Jugendmannschaften den erhofften Schub nach vorne, denn in früheren Zeiten war die Erlenbacher Jugend das Aushängeschild für den Verein. Zum anderen nach Außen hin zur Repräsentation des gesamten Vereins.

Mittelkreis: Nach der Hälfte der Saison nur einen Zähler hinter dem Tabellenführer Pettstadt - wird nun als Ziel die "Meisterschaft" ausgeschrieben?

Jürgen Baier: Nach Außen hin geben der Verein und die Trainerschaft mit Sicherheit nicht das Ziel „Meisterschaft“ aus. Intern wissen wir aber alle, was wir können und setzen für uns unsere eigene Zielsetzung. Was, das bleibt unser Geheimnis.

Mittelkreis: Abschließend: Ein kurzer Blick in die Gerüchteküche - es gibt Stimmen in der Region, die von einem Wechsel deines Sohnes Benjamin von Darmstadt 98 nach Erlenbach gehört haben wollen. Völliger Blödsinn oder ein doch eventuell zu stemmender Hammer-Transfer?

Jürgen Baier: Jaaaaaaaaaa. Das ist völliger Blödsinn, denn Benjamin ist am Anfang seiner Karriere. Er war jetzt leider wieder lange verletzt und ich hoffe, dass er nun Verletzungsfrei bleibt . Dass Beni und auch sein Bruder Daniel - wenn es die Zeit erlaubt – zuschauen, versteht sich von selbst . Mit den Zwei haben wir bisher jedes Spiel gewonnen.

Mittelkreis: Vielen Dank Jürgen für das Interview und weiterhin viel Glück in der Landesliga Nordwest!

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