Kreisliga AB: „Mit Rückkehrern und Neuzugängen die 9 Abgänge kompensieren […]“ – Interview mit Björn Eisert (FC Unterafferbach)

Der FC Unterafferbach (Kreisliga AB) hat eine durchwachsene Vorrunde 2012/2013 gespielt und es geht in der 2. Saisonhälfte eindeutig um den Klassenerhalt. Der Mittelkreis unterhielt sich ausführlich mit Björn Eisert, Schriftführer des FCU, über den bisherigen Saisonverlauf, die absolvierte Vorbereitung und vollzogene Spielerwechsel.

Mittelkreis: Kannst du kurz den bisherigen Saisonverlauf deiner Mannschaft beschreiben?

Björn Eisert: In der Vorrunde sind wir leider oftmals den Beweis schuldig geblieben, dass wir mit unserer personellen Besetzung in der Kreisliga bestehen können - viele Spieler haben weit unter ihrer Leistung vom Vorjahr gespielt. Es begann zwar alles recht gut mit einem 4:0 Sieg gegen ein ersatzgeschwächtes Team von Alemannia Haibach II. Doch anscheinend tat uns dieser Sieg nicht gut, denn ab diesem Zeitpunkt passte nur noch wenig in unserem Team. Man konnte vor der Winterpause gerade mal drei Siege und drei Unentschieden einfahren – viel zu wenig wenn man in der höchsten Spielklasse des Kreises bleiben will. Mit einem Trainerwechsel versuchten wir in der laufenden Runde die Wende zu schaffen, was mit einem Heimerfolg gegen Germania Dettingen zu fruchten schien. Allerdings gab man danach wieder gute Spiele (wie z.B. gegen Tabellenführer DJK Hain) unnötig aus der Hand und somit steht der FCU mit nur 12 Punkten und 20:34 Toren auf dem vorletzten Tabellenplatz. Unsere Zweite Mannschaft startete gut in die Runde 2012/13 und lag zwischenzeitlich sogar auf dem fünften Tabellenplatz. Leider standen aufgrund diverser Gründe zahlreiche Spieler zum Ende des Jahres 2012 nicht mehr zur Verfügung und somit rutschte unsere Elf noch auf den vorletzten Tabellenrang ab.

Mittelkreis: Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Abschneiden und was war bisher für dich das positivste, was das negativste Erlebnis der Saison 2012/2013?

Björn Eisert: Positiv ist das Eröffnungsspiel gegen Alemannia Haibach II und die gute Leistung gegen die DJK Hain hervorzuheben. Negativ ist sicherlich die in der Mannschaft entstandene Unruhe durch den Trainerwechsel zu nennen. Auch das allgemeine Abschneiden nach der Vorrunde stellt für mich mit dem aufgebotenen Personal eine echte Enttäuschung dar. Jeder Spieler sollte sich selbst hinterfragen und in der Rückrunde alles geben, um mit dem FCU die Klasse zu halten.

Mittelkreis: Wie verlief die bisherige Vorbereitung? Welche Freundschaftsspiele konnten bestritten werden?

Björn Eisert: Es ist bei uns wie fast überall im Landkreis Aschaffenburg: Schnee und Eis machten eine geregelte Vorbereitung leider komplett zunichte. Unser Trainerteam hat das Bestmögliche aus den Witterungsverhältnissen gemacht und mit Trainings in der Soccerhalle, zwei Einheiten mit einem Fitnesstrainer in unserer Gymnastikhalle und ein paar wenigen Freundschaftsspielen unsere Jungs fit für die Rückrunde gemacht. Gegen Albstadt konnte man eine gute Leistung auf den Platz bringen, unser Team siegte mit 4:1. Gegen Laufach (2:3) und Schimborn (1:2) wäre sicherlich bei einer besseren Chancenverwertung mehr drin gewesen. Trotzdem haben sämtliche Spieler gut trainiert und waren zahlreich anwesend, so dass wir optimistisch und topfit in die Fortsetzung der Rückrunde am 3. März gehen können.

Mittelkreis: Haben Euch Spieler verlassen und/oder sind neue Akteure zu Eurem Verein hinzu gestoßen?

Björn Eisert: Luigi Antonica wechselt als Spielertrainer zum FC Südring, er nahm seinen Bruder Marcel Antonica seinen Cousin Fabio Antonica und Maicol Manger mit zu seinem neuen Verein. Mit Michael Bieber und Steffen Kraus verließen zwei FCUler den Verein in Richtung FSV Feldkahl und auch die beiden entlassenen Trainer Peter Bieber (berufliche Auszeit) und Bon-Chul Koo (Trainer TSV Rottenberg) haben sich beim FCU abgemeldet. Janus Schulz wechselte bereits zu Saisonbeginn zum FC Hösbach. Er steht seinem neuen Verein aber ebenfalls erst ab 1. Januar zur Verfügung, da er vom Verband gesperrt wurde.

Diese neun Abgänge versucht unsere Sportliche Leitung mit zahlreichen Rückkehrern und Neuzugängen zu kompensieren. Von der SpVgg Hösbach-Bahnhof kehren Alexander Hehl, Steffen Lippert, Ingo Lippert, Fritz Loosmann und Martin Hock zurück zum FC Unterafferbach. Alexander Hehl möchte sich beim FCU einen Stammplatz in der „Ersten Elf“ erspielen, die restlichen vier Rückkehrer wollen aushelfen, wenn es einmal personell zwickt. Mit Markus Bauer und Michael Lambrecht wurden zwei Spieler reaktiviert, die uns sportlich sicherlich weiterhelfen können. Vom TV 1860 Aschaffenburg wechseln Fatih und Tolga Aslin nach Unterafferbach und folgten damit ihrem Bruder Kadir, der bereits seit Saisonbeginn für unseren Verein aufläuft. Daniel Person konnte man vom SV RW Weibersbrunn gewinnen, er wird als Verstärkung unserer Offensive gehandelt. Bereits vor der Winterpause konnte Sebastian Kahlow vom TSV Ringheim zurück beim FCU begrüßt werden, mit Partick Galozi und Marco Colombo haben zwei ehrgeizige junge Erwachsene neu mit dem Fußballspielen begonnen. Auch Thomas Heeg stößt zu unserer Zweiten Mannschaft hinzu, er feierte in der Winterpause seinen 18ten Geburtstag und darf nun offiziell am Spielbetrieb teilnehmen. Mit Philipp Fischer von der SpVgg Rothengrund/Gunzenbach konnte ein junger aber bereits erfahrener Spieler für den Sturm dazu gewonnen werden, er meldete gleich mit zwei Treffern in den Freundschaftsspielen Ansprüche auf einen Platz im Sturm unserer „Ersten“ an. Kurz vor der Wechselfrist bot sich Michael Abb noch zu einer Rückkehr an, er war in der Vorrunde noch als Trainer der SpVgg Hösbach-Bahnhof II tätig. Michael wird als Feldspieler den Sturm unserer Zweiten Mannschaft verstärken.

Mittelkreis: Was ist für die 2. Saisonhälfte dein Ziel mit der Mannschaft bzw. das Ziel des Vereins?

Björn Eisert: Auch wenn es bei der geringen Ausbeute in der Vorrunde wohl sehr schwer werden wird: wir tun alles dafür, vielleicht doch noch die Sensation zu schaffen und auch in der Saison 2013/14 in der Kreisliga und der A-Klasse antreten zu dürfen. Wir setzen auch unter dem neuen Trainerteam Stefan Gries und Stefan Hört weiter auf die Ausbildung unserer jungen, einheimischen Akteure. Sicherlich wäre auch ein Abstieg in die Kreisklasse kein Beinbruch für einen 1000-Seelen-Ort wie Unterafferbach – aber welcher Fußballer steigt schon gerne ab? Wir freuen uns auf das Ende der Winterpause und hoffen, dass es für unsere treuen Fans in der Rückrunde endlich wieder viele Siege zu Feiern gibt…

Mittelkreis: Danke Björn für das ausführliche Interview

Schreibe einen Kommentar

  • (will not be published)