Stumpfe Verletzungen – was tun?

Stumpfe Verletzungen sind gerade im Sport schnell geschehen. Eine falsche Bewegung, ein zu harter Ball, und schon ist eine Prellung, Zerrung oder Quetschung passiert. Was unter einer stumpfen Verletzung genau zu verstehen ist und wie man Prellungen und Zerrungen gut versorgt, erfahren Sie hier.Unter einer stumpfen Verletzung versteht man vor allem Prellungen, Quetschungen und Zerrungen. Bei einer Prellung oder einer Quetschung wird das betroffene Gewebe unter der Haut beschädigt. Zellflüssigkeit und Blut dringen in das umliegende Gewebe ein. Es kommt zu Schwellungen, Blutergüssen und Bewegungseinschränkungen. Eine Zerrung hingegen betrifft vor allem Muskelgewebe. Die Muskeln werden auf unphysiologische Art gedehnt, was ebenfalls Schwellungen und teils starke Schmerzen verursacht. Die harmloseste Form einer stumpfen Verletzung ist übrigens ein "blauer Fleck".

Bei der Behandlung von stumpfen Verletzungen ist vor allem Kühlung wichtig. Kalte Umschläge, fließendes kaltes Wasser, spezielle Coolpacks oder Auflagen aus Eis halten die Schwellung und den Bluterguss geringer und reduzieren die Schmerzen. Bei einer Zerrung oder Verstauchung ist neben der Kühlung zunächst Ruhe für die betroffenen Muskeln wichtig. Später sind dann leichte Bewegungen hilfreich, um die Durchblutung und damit die Heilung anzuregen.

Doch auch die Behandlung von Prellungen und Zerrungen mit pflanzlichen Mitteln ist sehr gut möglich:
- Arnikatinktur lässt die Schwellung zurückgehen und lindert so schnell den Schmerz. Für Umschläge sollte die Tinktur ca. 1:5 oder 1:10 mit Wasser verdünnt werden.
- Pfefferminzöl kühlt und verschafft so Linderung. Es wird bei leichteren Verletzungen vorsichtig einmassiert.
- Johanniskrautöl fördert die Heilung und lindert den Schmerz. Es sollte dreimal täglich aufgetragen werden. Allerdings darf Haut, die mit Johanniskrautöl behandelt wurde, keiner Sonnenstrahlung ausgesetzt werden!
- Beinwellsalbe hilft ebenfalls gegen Schwellung und Schmerzen. Sie wird dreimal täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen.

Homöopathisch kommen je nach Einzelfall folgende Mittel infrage: Ruta graveolens, Symphytum, Arnica montana, Bellis perennis, Ledum palustre.

Bei starken Prellungen und Zerrungen ist ohne ärztliche Untersuchung oft nicht zu erkennen, ob weitere Schäden vorliegen, zum Beispiel Knochenbrüche oder Bänderrisse. Zum Arzt sollten Sie gehen, wenn sehr empfindliche Körperteile wie Gesicht oder Gelenke betroffen sind. Auch Prellungen, die mit offenen Wunden einhergehen oder zu Lähmungsgefühlen führen, sollten unbedingt einem Arzt vorgestellt werden. Besonders wichtig ist eine Abklärung außerdem, wenn größere Blutergüsse ohne erkennbaren Grund entstehen. Insgesamt gilt: Wenn die Beschwerden nicht in drei bis vier Tagen deutlich abgeklungen sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Schreibe einen Kommentar

  • (will not be published)