Regionalliga Bayern: Viktoria Aschaffenburg gibt nach Pleite gegen den TSV 1860 Rosenheim Klassenerhalt als neues Ziel aus

Viktoria Aschaffenburg hatte große Ziele, wollte gleich in seinem ersten Jahr auf der bayerischen Fußball-Landkarte ein gehöriges Wörtchen mitreden. Nach elf Spielen in der Regionalliga Bayern muss der Verein erkennen: Es geht um den Klassenverbleib. Das neue Ziel rief Sport-Vorstand und Trainer Antonio Abbruzzese nach der Niederlage gegen den TSV 1860 Rosenheim unmissverständlich aus.

Vor dem Spiel gegen Rosenheim stand der SVA bei vier Siegen, einem Remis und fünf Niederlagen. Nach dem Schlusspfiff war es eine Pleite mehr. Dass dieses 0:1 unnötig und auch nicht unbedingt verdient war, ist eine andere Sache, denn was am Ende zählt sind die Punkte. Und davon hat die Viktoria einfach nicht genug gesammelt.

Gegen Rosenheim erlebten die 522 Zuachauer eine vielleicht spielentscheidende Szene nur, wenn sie pünktlich ihren Platz eingenommen hatten. Denn die Begegnung lief gerade einmal 20 Sekündchen, da tauchte SVA-Mittelfeldmotor Marcello Fiorenntino völlig frei vor dem Kasten auf. Doch der "Opi" im Rosenheimer Kasten, Kapitän Robert Mayer, verhinderte den frühen Einschlag. Für 1860-Coach Dirk Teschke die Schlüsselszene im Spiel seiner blutjungen Mannschaft, aus der nur der altersmäßig nur der 31 Jahre alte Mayer herausragte. Er war auch in der Partie einer der besten TSVer, dirigierte seine Truppe 90 Minuten lautstark.

Rosenheim kam in der 27 Minute erstmals gefährlich vor das Viktoria-Tor, doch Matthias Fries bugsierte einen Aufsetzer per Kopf für den geschlagenen Ricardo Döbert aus der Gefahrenzone. Der Schock folgte dann in der 43. Minute als Danijel Majdancevic den Gast aus heiterem Himmel in Führung brachte. Vorausgegangen war ein unnötiger Ballverlust im Aufbauspiel.

Nach dem Seitenwechsel spielte fast nur noch der SVA, doch dem war das Glück an diesem Tage nicht hold. So landete ein Kopfball von Giulio Fiordellisi nach einer knappen Stunde nur an der Latte. Der Italiener stand bei einem langen Freistoß seines Landsmannes Fiorentini sträflich frei. Wenig später rettete Markus Wosiek auf der anderen Seite kurz vor der Torlinie. Zwischen der 70. und 75. Minute verfehlten Fernschüsse von Fiorentini und Fiordellisi das gegnerische Gehäuse. Trainer Antonio Abbruzzese wird nun versuchen müssen, sein Team aufzurichten, um am kommenden Sonntag beim 1. FC Nürnberg II den Negativlauf zu stoppen. Nach der Pressekonferenz sagte der 45-Jährige: „Unser Saisonziel war vielleicht etwas zu hoch angesetzt und wir müssen es korrigieren. Ab sofort zählt nur noch der Klassenerhalt!“

Viktoria Aschaffenburg: Ricardo Döbert, Mario Sternheimer, Markus Brüdigam, Markus Wosiek, Giulio Fiordellisi, Matthias Fries, Simon Schmidt (46. Fnan Tewelde), Marcello Fiorentini, Murat Sejdovic, Daniel Cheron (72. Nico Koukalias), Patrick Amrhein (46. Adnan Murtic)

TSV 1860 Rosenheim: Robert Mayer, Georg Lenz, Markus Wallner, Philipp Hallmen (68. Markus Einsiedler), Danijel Majdancevic, Mario Staudigl, Benjamin Birner (87. Matthias Haas), Eugen Martin, Valentin Hauswirth, Ludwig Räuber, Florian Pflügler

Gelbe Karte: Fiordellisi, Tewelde / Pflügler, Einsiedler, Majdancevic

Schiedsrichter: Thomas Färber

Zuschauer: 522

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