Regionalliga Südwest: Der 1. FC Eschborn zog bei Tabellenführer TSG Hoffenheim den Kürzeren

Spielbericht des 1. FC Eschborn zum Auswärtsspiel in der Regionalliga Südwest bei der TSG Hoffenheim II:

Ungünstiger Spielverlauf + guter Gegner = 1:4

Der FCE ist am 16.Spieltag der Regionalliga Südwest einigermaßen unter die Räder gekommen und hat sich mit 1:4 Tabellenführer TSG Hoffenheim II geschlagen geben müssen. Dazu hatte die Schwarz-Elf, die an diesem Tag über 60 Minuten eine Weiland-Elf war, auch das nötige Quäntchen Pech, das sich schon nach sieben Minuten nach einem einzigartig unglücklichen Eigentor von Pascal Hertlein bemerkbar machte und sich wie ein roter Faden durch die Partie gegen phasenweise sehr spielfreudige Gastgeber zog. Sechs Minuten lang hatten sich beide Teams im Mittelfeld abgetastet, als eine eigentlich harmlose Flanke Richung FCE-Tor flog. Hertlein fälschte den Ball zehn Meter vor dem Tor mit dem Hinterkopf so unglücklich ab, dass er sich im kurzen Eck hinter dem herausgeilten Tobias Stehling im FCE-Tor wiederfand. Von dieser Hinterkopf-Bogenlampe erholte sich Eschborn zunächst gut und hatte nach einer Viertelstunde durch einen Distanzschuss von Velibor Velemir die gute Gelegenheit zum Ausgleich. Ein leichter Ballverlust im Mittelfeld brachte die Gastgeber dann aber auf Siegerstraße, Ludwig ließ Stehling im Eins-gegen-Eins per Lupfer keine Chance. Keine 60 Sekunden später dann die Vorentscheidung und eine Szene, die die Partie nachhaltig prägen sollte: Nach einem Steilpass in den Strafraum war Tobias Stehling dem Vernehmen fast aller Beobachter nach deutlich vor einem Hoffenheimer Angreifer am Ball und spitzelte diesen mit der Hand weg. Elfmeter gab es aber dennoch. Ludwig ließ sich die Chance nicht nehmen und erhöhte auf 3:0.

FCE-Trainer Sandro Schwarz erboste diese Szene so sehr, dass er nach einem intensiven Meinungsaustausch mit Schieds- und Linienrichter auf die Tribüne geschickt wurde. In dieser Phase hatte der FCE Glück, gegen spielstarke Gastgeber nicht noch weiter in Rückstand zu geraten, Tobias Stehling rettete mehrfach prächtig. Co-Trainer Dennis Weiland übernahm fortan das Zepter und konnte sich über einen FCE freuen, der zwar mit drei Toren im Rückstand lag, sich aber nicht aufgab. Die Belohnung: Nach einer scharf geschossenen Ecke von Pascal Hertlein musste Ulle Strenkert zwei Meter vor dem Tor nur noch die Nackenmuskulatur kräftig anspannen und den Ball per Kopf über die Linie drücken (44.). Das Signal zur Aufholjagd blieb nicht ungehört. Noch vor der Pause war Denis Talijan vor dem Tor plötzlich frei, bekam den Ball aber nicht unter Kontrolle. Einen Freistoß von Hertlein spitzelte Hoffenheim in letzter Not aus der Gefahrenzone. Der Pausentee hielt den FCE in der Spur. In einer nun ausgeglichenen Partie hatte Eschborn mehrfach die Chance auf den Anschluss. Findik scheiterte nach einem feinen Dribbling am Torwart, und Nguyen verpasste am langen Pfosten, ehe den 300 Zuschauern der Atem stockte: In der 76.Minute  hatte sich Salvatore Bari fein durchgespielt und kam im Strafraum zu Fall. Und wieder hatte der FCE kein Glück mit der Beurteilung des Schiedsrichters. Erneut hätte dem Vernehmen der allermeisten Beobachter nach die Entscheidung zu Gunsten des FCE ausfallen müssen. Der Strafstoß blieb aber aus und auch Zahit Findik konnte im weiteren Verlauf der Szene den Ball nicht im Tor unterbringen. Hoffenheim, mit dem ehemaligen Nationalspieler Tobias Weis angetreten, spielte fortan die Partie souverän zu Ende. Thomalla besorgte nach feiner Hackentrick-Kombination fünf Minuten vor Ende noch das Hoffenheimer 4:1. "Das glückliche frühe Tor hat uns natürlich geholfen, danach haben wir uns einen verdienten Sieg erspielte", gab Hoffenheims Trainer Frank Kramer zu Protokoll. FCE-Trainer Sandro Schwarz hatte eine gute Reaktion seiner Mannschaft auf den über die Maßen unglücklichen Spielverlauf gesehen: "Hut ab, dass wir nach dem 0:3 noch einmal ins Spiel zurück gekommen sind. Insgesamt dürfen wir uns in dieser Liga aber weniger leichte Fehler erlauben, dafür sind wir bestraft worden."

Nach einer spielfreien Woche tritt der FCE am 17.November (14 Uhr) zur nächsten Regionalliga-Partie zu Hause gegen Eintracht Trier an.

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