Regionalliga Südwest: Der 1. FC Eschborn unterliegt beim SV Waldhof Mannheim

Spielbericht des 1. FC Eschborn zum Auswärtsspiel bei Waldhof Mannheim: Déjà Vu

Die mitgereisten Eschborner Fans im mit rund 2300 Zuschauern gut gefüllten Carl-Benz-Stadion sangen zwischenzeitlich schon "Auswärtssieg, Auswärtssieg". Am Ende aber kam es aber doch anders und der FCE musste sich einmal mehr mit dem Lob für eine gute Leistung begnügen, Punkte gab es für die 1:2-Niederlage beim Aufstiegskandidaten aber einmal mehr keine. Dabei hatte Zahit Findik die Mannschaft von Sandro Schwarz in Durchgang eins in Führung gebracht. Kurz nach der Pause glich Gallego aus. Der gleiche Spieler war es auch, der sieben Minuten vor dem Ende, als die einheimischen Zuschauer in Mannheim schon vernehmbar murrten und sich alle Beteiligten schon auf ein Unentschieden eingerichtet hatten, doch noch den Siegtreffer schaffte. In den restlichen Minuten schaffte es der FCE nicht mehr, zurück zu schlagen. Mannheim schaukelte den Vorsprung souverän über die Zeit.

"Wir können uns jetzt selbst bemitleiden oder anfangen zu zweifeln, aber die wesentlich bessere Alternative ist es, einfach weiterzumachen, denn der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist der richtige", sagt Sandro Schwarz nach dem Schlusspfiff. Zu Recht, denn einmal mehr hat der FCE bewiesen, dass er auch mit den Spitzenteams der Liga mithalten, wenn auch noch zu selten Punkte holen kann.

Waldhof drängte gegen den in unveränderter Aufstellung zum Trier-Spiel angetretenen FCE von Beginn an auf die Führung. Der FCE durfte sich zunächst bei Tobias Stehling bedanken, nicht schon früh in Rückstand geraten zu sein: Stehling machte seinem Namen alle Ehre und blieb lange im Einsgegen-Eins gegen Franzin stehen und parierte die Großchance. In der Folge aber bekam der FCE zunehmend Zugriff auf das Spiel und war vor allem über Standards gefährlich. Velemir und Hertlein zielten bei Freistößen knapp vorbei. Aber auch der Waldhof blieb offensiv aktiv: Wagner verzog zunächst knapp und traf kurz darauf aus guter Position nur das Außennetz. In der 34.Minute dann der Auftritt von Zahit Findik: Der Eschborner Neuzugang bekam den Ball im Strafraum in den Fuß und zog ab, der abgefälschte Ball kullerte zur Führung ins lange Eck. Es war der Moment als "Auswärtssieg, Auswärtssieg" von den Rängen schallte.

Der FCE mühte sich erfolgreich, die knappe Führung mit in die Pause zu nehmen, kassierte aber dennoch prompt nach Wiederanpfiff den Ausgleich. Waldhof war mit mächtig Druck aus der Kabine gekommen und versuchte mit konsequentem Flügelspiel und langen Diagonalbällen die FCE-Abwehr zu fordern. In der 50.Minute gelang dies: Gallego war über rechts durch und vollstreckte zum Ausgleich. Mannheim wollte fortan schnell das zweite Tor und setze den FCE weiter unter Druck ohne in dieser Phase aber allzu zwingende Torgelegenheiten zu erspielen. Der FCE hielt seinerseits dagegen und setzte immer wieder Nadelstiche. Eine Freistoß-Flanke von Hertlein verpassten Leopold und Findik haarscharf, ein Abseits-Tor von Findik wurde nicht gegeben und eine fernsehreife Volley-Abnahme von Rouven Leopold parierte Mannheims Keeper Adolf in höchster Not. Schließlich kam aber dann doch noch das, wonach es in der Schlussphase des Spieles eher nicht mehr ausgesehen hatte: Erneut Gallego hatte plötzlich freie Bahn und lief alleine auf das Tor zu. Seinen kraftvollen Schuss konnte Stehling im FCE-Tor nicht mehr entschärfen. Der Siegtreffer für den ehemaligen Bundesligisten war nach einer zum Ende hin ausgeglichenen zweiten Hälfte doch noch gefallen.

"Das fühlt sich kurz bescheiden an, aber wir werden nicht nachlassen", gab FCE-Trainer Schwarz schon unmittelbar nach der Partie die Devise für die restlichen beiden Spiele vor der Winterpause aus. Nachdem mit der Partie in Mannheim nun die Vorrunde beendet ist, steht bereits nächsten Samstag der Auftakt der Rückrunde auf dem Spielplan. Der FCE empfängt am Samstag um 14 Uhr TuS Koblenz, ehe es zum letzten Spiel im Jahr 2012 eine Woche darauf zum SC Pfullendorf geht.

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