Interview: Abeil Andom (SV Niedernhausen II)

Der SV Niedernhausen II ist als Aufsteiger an die Tabellenspitze gerückt. Unter der Leitung vom Trainergespann Alexander Krebs und Michael Felber geht die junge Mannschaft am Sonntag in das dritte Topspiel in Folge. Vor dem Spiel gegen TuS Medenbach unterhielt sich Mittelkreis mit dem Kapitän Abeil Andom.

Mittelkreis:  Wie hast du dich gefühlt als am Sonntag das Spiel abgepfiffen wurde?

Andom: Das war natürlich etwas schade. Wir haben einfach nicht gut gespielt und den Schiersteinern zu viele Möglichkeiten gegeben. Wir haben gegen eine sehr starke Mannschaft gespielt, die eigentlich weiter oben stehen müsste in der Tabelle. Wir verlieren ungern, an diesem Tag war Schierstein besser und man hat direkt gemerkt, dass sie sich noch revanchieren wollten. Das 7:1 aus dem Hinspiel war für die Mannschaft sehr bitter. Wir haben einfach nicht das gezeigt was wir können, da kann man auch mal verlieren.

Mittelkreis: Drei Topspiele in so kurzer Zeit, da lacht doch das Fußballerherz oder?

Andom: So etwas macht natürlich Spaß, wir haben nicht damit gerechnet als Aufsteiger gleich oben mitzumischen. Und wenn man dann so viele Topspiele hat freut man sich doch viel mehr zum Sportplatz zu kommen. Wir haben gegen Italia gewonnen und gegen Schierstein verloren. Ich bin mal gespannt wie wir gegen Medenbach abschneiden werden.

Mittelkreis: Seit wann bist du beim SV Niedernhausen?

Andom:  Ich bin seit 2 Jahren hier.

Mittelkreis: Wo warst du vorher?

Andom: In meiner Jugend war ich bei Germania Schwanheim ungefähr bis zur A-Jugend. Später war ich für ein halbes Jahr bei SG Westend Frankfurt, die mittlerweile auch Gruppenliga spielen. Da ich in Wiesbaden studiere und auch hier in Niedernhausen wohne bin ich hierher gewechselt. Der Sportplatz liegt nur 5 Minuten von meiner Haustür entfernt, ideal wenn man kaum Zeit hat.

Mittelkreis: Wie seid ihr an die Tabellenspitze gekommen?

Andom: Wir haben zwei tolle Trainer die uns dorthin geführt haben. Keiner von uns hätte das erwartet oder verlangt. Doch nun haben wir eine tolle Hinrunde gespielt und stehen da oben. Da macht der Blick auf die Tabelle einfach mehr Spaß und wir sind bei jedem Spiel motiviert.

Mittelkreis: Wollt ihr aufsteigen?

Andom: Nein, wir sind als Aufsteiger in die Runde gestartet. Auch wenn wir da oben stehen, von uns verlangt keiner, dass wir aufsteigen müssen. Wir wollen einfach nur gute Spiele abliefern. Wenn wir jetzt am Ende unter den ersten 4 landen wäre es schon gut. Ein Aufstieg wäre schon schön und den würden wir auch mitnehmen wenn wir am Ende da oben stehen.

Mittelkreis: Hast du ein bestimmtes Ritual vor dem Spielbeginn?

Andom: Ich mache immer ein Kreuz wenn ich das Spielfeld betrete.

Mittelkreis: Du bist der Kapitän der Mannschaft. Wie kam es dazu?

Andom: Meine Trainer haben mich gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte, von meiner Einstellung und meiner Persönlichkeit her. Ich hatte nichts dagegen, wollte aber, dass die Mannschaft mich wählt. Ob das jetzt so geschehen ist weiß ich nicht. Beim ersten Spiel wurde mir die Binde einfach zugeworfen. Ich muss schon sagen, an so eine Binde muss man sich erst gewöhnen.

Mittelkreis: Wie wollt ihr gegen Medenbach gewinnen?

Andom: Wir werden mit der gleichen Taktik in das Spiel die wir die ganze Saison schon praktizieren. Gut gegen Schierstein hat das jetzt nicht geklappt, aber wir haben in den Trainingseinheiten unsere Fehler angesprochen und verbessert. Von daher wird es schon klappen am Sonntag.   

Mittelkreis:  Dein Ergebnis-Tipp?

Andom: Also ich denke, dass wir schon gewinnen werden. Ein 2:0 oder ein 2:1 wie im Hinspiel ist schon möglich, die Jungs sind heiß auf das Spiel und wollen da einen Sieg holen.

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