Hessenliga: Heimsieg für Steinbach – Tahiri ebnet den Weg

Wer fügt dem TSV Steinbach die erste Niederlage im Haigerer SIBRE-Sportzentrum Haarwasen zu? Was weder der FC Schalke 04 noch Rot-Weiß Darmstadt und der SV Wehen Wiesbaden II geschafft haben, war auch dem SV Buchonia Flieden am Sonntagnachmittag nicht vergönnt. Mit 4:1 (1:1) schickte der Spitzenreiter die Gäste auf die Heimreise.

Rundum zufrieden war Trainer Peter Cestonaro nicht. Und das obwohl Hüsni Tahiri die Gastgeber nach zähem Beginn mit einem wunderbaren Freistoß aus 23 Metern in Führung geschossen hatte. „Dieses frühe Tor hätte uns Sicherheit geben müssen, hat es aber überhaupt nicht“, meinte „Cesto“. Denn nachdem Gästeschlussmann Lukas Hohmann einen weiteren Freistoßkracher von Marco Maser entschärft hatte, gewannen die Fliedener Oberwasser und kamen nicht nur zum Ausgleich durch Sascha Gies (27.), sondern zu weiteren hochkarätigen Einschussmöglichkeiten. Fabian Schaub scheiterte völlig blank vor TSV-Keeper Sebastian Vogl (33.) und Lukas Heil zimmerte das Leder im Anschluss an die nachfolgende Ecke nur Zentimeter über den Kasten.

Der Coach der Steinbacher hatte aber in der Kabine offenbar die richtigen Worte gefunden und die Platzherren legten nach dem Seitenwechsel zwei Gänge zu. Nach einem missglückten Abschlag von Buchonia-Torwart Hohmann gelangte das Leder über Hüsni Tahiri zu Keigo Matsuda, und der Japaner blieb beim 2:1 eiskalt (55.). Nur 120 Sekunden später legte Matsuda klug mit dem Kopf zurück auf Johannes Burk, der das Leder mit einem tollen Aufsetzer per Direktabnahme ins Netz beförderte. Kapitän Pierre Bellinghausen machte in der 63. Minute bereits alles klar und vollendete eine gelungene Kombination kaltschnäuzig zum 4:1-Endstand. „An das Spiel beim FC Ederbergland am Samstag denke ich jetzt noch nicht. Für uns war es wichtig, dass wir in diesem Spiel zurückgekommen sind und nach der Pause die entscheidenden Tore gemacht haben“, so Cestonaro. Nur das Sahnehäubchen fehlte den 550 Zuschauern am Haigerer Haarwasen noch: Johannes Burk sorgte mit einem sensationellen Seitfallzieher in der 71. Minute für Szenenapplaus, verfehlte das Gästegehäuse jedoch haarscharf.

Steinbach: Vogl – Alexander Baldus, Waldschmidt, Gelber, Tomas – Maser – Waldrich (61. Daniel Wadolowski), Bellinghausen, Burk (82. Paul Wadolowski), Tahiri – Matsuda (75. Diehl).
Schiedsrichter: Kühlmeyer (Mainz) – Zuschauer: 550 – Tore: 1:0 Tahiri (19.), 1.1 Gies (27.), 2:1 Matsuda (55.), 3:1 Burk (57.), 4:1 Bellinghausen (64.).

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