Hessenliga: Steinbach muss vorlegen

Schon am Mittwoch reist der Tabellenführer der Fußball-Hessenliga zu den Sportfreunden Seligenstadt. Ursprünglich sollte die Begegnung am Samstag, den 8. November, stattfinden, aber an diesem Termin spielt der TSV jetzt im Hessenpokal gegen den Regionalligisten KSV Hessen Kassel. Anstoß an der Aschaffenburger Straße ist um 19 Uhr.
Steinbach hat am Samstag 1:0 im Spitzenspiel gegen den FC Bayern Alzenau gewonnen und seinen Vorsprung auf den Tabellenzweiten somit auf zehn Zähler ausgebaut. Tragischer Held des Tages war Hüsni Tahiri, der zwar erst zum einzigen Tor des Tages traf, aber sich nach seiner roten Karte bei den Team-Kameraden bedanken durfte, die mit zehn Mann den Sieg nach Hause brachten. Tahiri hatte einen Lauf. Sowohl in Lehnerz und Battenberg als auch gegen Alzenau hat der 31-jährige Albanier den TSV mit seinen Treffern jeweils zum Sieg geschossen. Er wird der Mannschaft nun unweigerlich fehlen.
Seine Defensiv-Qualitäten unterstrich der Liga-Primus gegen die Bayern erneut. Die zweite Zu-Null-Begegnung in Folge und insgesamt nur acht Gegentreffer aus 14 Spielen sind Spitze in der Hessenliga. Der Aufsteiger aus der Verbandsliga Mitte holte mit diesem Pfaustpfand bereits zwölf Siege und zwei Remis. Eine der tragenden Säulen ist Torwart Sebastian Vogl. Er freut sich bereits auf das Spiel in Seligenstadt: „Flutlicht-Spiele sind immer eine super Sache. Das liebt jeder Fußballer! Ich hoffe, dass wir wieder defensiv so gut stehen und keine Gegentore kassieren.“ Der ehemalige U-Nationaltorhüter unterstreicht aber auch die zusätzliche Motivation, die in der Mannschaft entstanden ist: „Wenn wir oben stehen, dann wollen wir das auch Spiel für Spiel verteidigen und unseren Vorsprung ausbauen!“
Die Einhardstädter lagen zu Beginn der Runde in der Spitzengruppe. Seit sechs Spielen ist aber Sand im Getriebe der Mannschaft von Trainer Klaus Reusing. Nur vier Punkte konnte Seligenstadt in dieser Zeit einfahren und liegt somit im Niemandsland der Tabelle, sieben Punkte vor den Abstiegsplätzen, aber auch sieben Zähler hinter dem Relegationsplatz. Aus den letzten drei Heimspielen holte das Team sogar nur einen Zähler. „Wir gehören zu den Spitzenteams der Liga. Wenn wir uns voll reinhauen, dann brauchen wir uns vor keiner Mannschaft in der Hessenliga zu verstecken – auch nicht vor Steinbach“, betonte Abteilungsleiter Sven Kittler zuletzt gegenüber dem Regiomelder-Offenbach. Er gab aber auch zu: „Das ist das erste Mal, seitdem wir in der Hessenliga spielen, dass die Mannschaft von allen Seiten unter Druck steht – egal ob von Seiten des Trainers, des Vorstands oder auch von Seiten der Fans.“
Die Vorzeichen stehen auf einem heißen Kampf am Mittwoch. Neben Peter Sprung, der bereits 14 Treffer verzeichnen konnte, haben vier weitere Spieler der Seligenstädter zusammen weitere 14 mal getroffen. Insgesamt haben SFS und TSV jeweils 31 Treffer erzielt. Beiden Teams fehlen aber auch wichtige Spieler. Während den Steinbachern neben Hüsni Tahiri (Sperre) auch Sven Baldus (Hand-OP) fehlt, ist der Einsatz von Andreas Proske und Sebastian Schneider noch offen. Bei den Sportfreunden fehlten zuletzt vier Spieler: Torwart Stefan Jordanic, Kevin Hoffmann, Kevin Knecht und Marcel Wütscher. Dazu kommmt ebenfalls eine Rot-Sperre für drei-Tore-Mann Patrick Hofmann.

Schreibe einen Kommentar