Interview: Musa Haslak (SG Hoechst)

Am Sonntag (15 Uhr) startet die SG Hoechst in der Gruppenliga Wiesbaden mit dem schweren Auswärtsspiel bei Mesopotamien Wiesbaden in die neue Saison. Der Mittelkreis unterhielt sich vor dem Auftakt mit Abwehrspieler Musa Haslak.

Mittelkreis: Eigentlich war Dein Wechsel als Trainer zu Ligakonkurrent Türk Hattersheim schon beschlossene Sache. Woran lag es, dass es nicht geklappt hat und Du doch weiter als Spieler bei der SG Hoechst am Ball bist?

Haslak: Persönliche und zeitliche Gründe haben mich letztendlich dazu bewegt, den Job als Trainer noch nicht auszuüben, und erstmal weiterhin aktiv Fußball zu spielen. An dieser Stelle möchte ich nochmal dem Türkischen Fußballclub aus Hattersheim alles Gute für die Zukunft wünschen. Weiter werde ich mich zu diesem Thema aber nicht mehr äußern.

Mittelkreis: Am Sonntag geht es für die SG Hoechst mit dem Auswärtsspiel bei Mesopotamien Wiesbaden los. Bist Du zufrieden mit dem Verlauf der Vorbereitung?

Haslak: Die Vorbereitung war aus meiner Sicht ziemlich verzerrt, aus folgenden Gründen: Urlauber, Verletzte und angeschlagene Spieler. Damit haben aber die meisten Vereine in diesen Klassen zu kämpfen. Der Kader ist aber so groß, dass das zu kompensieren sein sollte. Außerdem verliefen die Testspiele mit unterschiedlichem Erfolg. Daher ist es schwierig eine Prognose über die Vorbereitung ab zu geben.

Mittelkreis: Was muss noch besser werden?

Haslak: Wir haben mit 13 Neuzugängen viele neue Spieler dazu bekommen. Da ist es normal, dass die Abstimmung und Laufwege noch nicht zu hundert Prozent funktionieren. Die Ansätze sind aber schon sehr gut. Was sehr positiv ist: Die Neuen passen sportlich als auch menschlich sehr gut zur SG Hoechst

Mittelkreis: Wo landet die SG Hoechst in dieser Saison?

Haslak: Als Neuling in einer höheren Klasse mit 19 Mannschaften und 5 festen Absteigern kann es nur ein Ziel geben: Klassenerhalt!

Mittelkreis: Sieben Teams aus dem Main-Taunus-Kreis sind in der Gruppenliga vertreten. Ein Derby jagt das andere. Wie schätzt Du die anderen Teams aus dem Kreis ein?

Haslak: Ich sehe die MTK-Vertreter ziemlich auf einer Augenhöhe. Nur Zeilsheim hebt sich von seiner Kaderzusammenstellung her mit namhaften Spielern etwas ab. Aber bekanntlich haben ja Derbys ihre Eigendynamik, da ist jeder Spieler heiß. Die Tabellensituation spielt da keine Rolle. Einen Favoriten gibt es in solchen Spielen daher meistens nicht.

Mittelkreis: Wer sind Deine Favoriten?

Haslak: Die Liga ist sehr ausgeglichen. Einen klaren Favoriten gibt es dieses Jahr nicht. Die Mannschaft die einen guten Start hinlegt, am konstantesten spielt und sich wenige Patzer erlaubt, wird das Rennen machen. Anderseits gibt es auch kein Team, das Kanonenfutter ist.

Mittelkreis: Dein Tipp für den Auftakt bei Mesopotamien Wiesbaden?

Haslak: Ein Punkt beim heimstarken Vize-Meister wäre toll. Das geht aber nur über eine hochkonzentrierte und geschlossene Mannschaftsleistung.

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