Ist EMS-Training sinnvoll für Fußballer?

König Fußball regiert mit eiserner Hand. Der moderne Fußballsport ist schnelllebig und unerbittlich. Für lange Verletzungszeiten und noch längere Genesungszeiten ist kein Platz. Profifußballer werden mit zahlreichen innovativen Methoden zurück auf den grünen Rasen gebracht. Und auch im Amateurbereich sind personelle Engpässe kaum auszugleichen. In der Sportmedizin werden daher vor allem neue Verfahren eingesetzt, die gute Erfolge versprechen. Besonders innovativ ist diese neue Methode: EMS-Training

Was genau ist EMS-Training?

EMS ist die Abkürzung für elektrische Muskelstimulation. Bei dieser neuartigen Trainingsmethode werden die menschlichen Muskeln durch externe elektrische Felder gereizt und zur Kontraktion gebracht. Die elektrischen Reize werden dabei durch Oberflächenelektroden über die Haut zu den Muskelzellen gebracht. Durch die Veränderung der Reizfrequenz der elektrischen Impulse, können verschiedene Bereiche des Muskelfaserspektrum angesprochen werden. So ergeben sich unterschiedliche muskuläre Trainingsziele. Niedrige Reizfrequenzen führen zu einer Verbesserung der Ausdauerfähigkeit, während höhere Frequenzen eine Aktivierung der schnellen Muskelfasern erzielen. Mittelfrequente und modulierte Stromformen erweisen sich derzeit als besonders effektiv für eine direkte Muskelwirkung. Elektrische Muskelstimulation wird sowohl im privaten Fitnessbereich, als auch als EMS-Training in der Sportmedizin und Reha eingesetzt.

EMS-Training in der Sportmedizin und Reha

Nach einer Verletzung setzt für den Sportler der Rehabilitationsprozess ein. Um die Genesungszeiten gleichermaßen effektiv und kurz zu halten, wenden moderne sportmedizinische Verfahren eine Kombination aus verschiedenen Rehabilitationsübungen ein. Das EMS-Training ist insbesondere im Bereich der Physiotherapie eine schonende Methode für den Muskelaufbau. Nach einer Verletzung wird so einem möglichen Muskelschwund vorgebeugt. EMS-Training spricht ausschließlich die quergestreifte Skelettmuskulatur an und ist so besonders schonend für den menschlichen Körper. Die muskuläre Belastung während einer EMS-Einheit ist so hoch, dass bereits kurze Trainingseinheiten von knapp 20 Minuten für ein effektives Training ausreichen. So werden zeitliche Ressourcen optimal genutzt und freigewordene Einheiten können beispielsweise für die Förderung des Skelettapparates genutzt werden.

EMS-Training im Fußballsport

Da im Fußballsport häufig Muskel- und Gelenkverletzung auftreten, bietet das EMS-Training für diesen Bereich viele Vorteile. Neben einem enormen Zeitgewinn, sind auch die nachhaltigen Trainingsergebnisse auffallend positiv. EMS-Training führt zu einer signifikanten Steigerung der Maximalkraft. Für Fußballer bedeutet dies erhebliche Verbesserungen bezüglich ihrer Sprungkraft, Schussgeschwindigkeit und ihres Sprintvermögens. EMS-Training in der Sportmedizin und Reha ist somit eine sinnvolle Ergänzung zu den klassischen Trainingsbereichen. Den stetig steigenden Anforderungen an die körperlichen Grundlagen der Sportler kann so mit einem effektiven Zusatztraining begegnet werden, das sich dabei auch positiv auf die Leistungsfähigkeit auswirkt.

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