Regionalliga Südwest: Der KSV Baunatal verliert das Derby gegen Hessen Kassel mit 0:2 (0:1)

Eine derartige Kulisse wünschen sich die Fans beider KSV-Vereine öfters, denn über 8000 begeisterte Zuschauer sahen das Derby im Baunataler Parkstadion. An den Tribünenkassen mussten kurz vor Spielbeginn sogar Besucher abgewiesen werden, da die Polizei das Stadion aus Sicherheitsgründen als voll erklärt hatte.

Das Punktspiel begann nicht so wie es sich die Zuschauer gewünscht hatten, beide Mannschaften spielten verhalten und konnten sich so nur vereinzelt Torchancen erspielen. Es dauerte bis zur 15. Spielminute bis sich für die VW-Städter die erste nennenswerte Möglichkeit ergab. Eine Flanke von Manuel Pforr konnte Mannschaftskamerad Nico Schrader im Strafraum der Gäste jedoch nicht mehr erreichen und knapp eine Minute später konnte auch Viktor Riske eine weitere Chance nicht nutzen. In der 20. Minute musste dann erstmals der Baunataler Torwart und Co. Trainer Tobias Klöppner eingreifen, er hatte aber keine Schwierigkeiten mit dem Schuss aus 16 Metern Torentfernung. Zu diesem Zeitpunkt war nicht zu erkennen, dass dieses Spiel ein Derby ist. Auf den Rängen wurde von beiden Mannschaften mehr Ehrgeiz gefordert. Die Mannschaft um Spielertrainer Tobias Nebe war zufrieden, dass sie nicht wie häufig in vorangegangenen Spielen ein frühes Tor hinnehmen musste. Doch konnten sie dieses nicht mehr lange verhindern. In der letzten Saison war es eine Stärke der Baunataler Tore aus Standardsituationen zu verhindern, heute gelang es nicht. In der 23. Spielminute kam es zu einem Freistoß, dem ein Foul von Viktor Riske an seinem Gegenspieler voraus ging. Kurz vor dem Strafraum der Gastgeber führte der Kasseler Andreas Mayer den Freistoß aus und dieser landete direkt zum 0:1 im Baunataler Tor. Spürbar versuchten die Gastgeber im Anschluss den Rückstand aufzuholen. Doch Manuel Pforr konnte in der 29. als auch in der 35. Minute den Kasseler Schlussmann Carsten Nulle nicht überwinden und so ging es mit einem knappen Vorsprung für die Löwen in die Halbzeitpause.

Der KSV Baunatal wechselte zu Beginn der zweiten Spielhälfte Christian Käthner und Jaroslaw Matys für Samet Davulcu und Nico Schrader ein. Diese Wechsel sorgten für mehr Druck in der Offensive. In der 47. Spielminute gelang Manuel Pforr in den Kasseler Strafraum, wurde aber von der gegnerischen Abwehr am Torschuss gehindert. Der Wille den Anschlusstreffer zu erzielen war bei den VW-Städtern nun sichtbar. Doch führte weder der Freistoß in der 50. Minute noch ein Kopfball in der 60. Spielminute von Tobias Nebe zum Ausgleich. Leider kam es in der 70. Minute bei einer Kopfballaktion zu Verletzungen im Baunataler Kader. Viktor Riske und Christian Käthner mussten außerhalb des Spielfeldes behandelt werden, sodass einige Minuten mit nur neun Mann auf dem Platz gespielt werden konnte. Die Mannschaft um Trainer Jörn Grosskopf konnte die zahlenmäßige Überlegenheit nicht nutzen, eher waren es nun die Baunataler die den Druck auf das Tor der Gäste erhöhten, jedoch nicht effektiv genug um den Ausgleich zu erzielen. So kam es wie es kommen musste, wer seine Chancen nicht nutz, wird bestraft. Und so war es in der 75. Spielminute der ehemalige Stürmer vom KSV Baunatal, Sebastian Schmeer, der bei einem Konter den Ball sicher zum 0:2 im Tor unterbringen konnte. Der KSV Baunatal versuchte zwar noch das Ergebnis zu verbessern, doch die Luft war raus.

In der anschließenden Pressekonferenz äußerten sich die Trainer. Jörn Grosskopf war natürlich mit dem Ergebnis zufrieden, doch meinte er auch: „Dies war kein großartiges Spiel“. Tobias Nebe war fasziniert von der Kulisse im Baunataler Parkstadion, zeigte sich aber unzufrieden mit der Ausnutzung der Torchancen.

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