Aufstiegsspiel 3. Liga: 1. FC Magdeburg – Kickers Offenbach 1:0

Der OFC muss am Sonntag im Rückspiel einen 0:1-Rückstand aufholen. Im ersten Duell mit Nordost-Meister 1. FC Magdeburg im Rahmen der Aufstiegsspiele zur 3. Liga setzte sich der Titelträger aus der Regionalliga Nordost vor 23.139 Zuschauern im fast ausverkauften eigenen Stadion 1:0 (1:0) durch.

Damit sicherte sich die Mannschaft von FCM-Trainer Jens Härtel eine gute Ausgangslage für das Playoff-Rückspiel in Offenbach am kommenden Sonntag (ab 14.00 Uhr). Den Magdeburger Siegtreffer markierte Nicolas Hebisch (40.). Der 25-jährige Angreifer hatte in der regulären Saison bereits siebenmal für den ehemaligen Europapokalsieger der Pokalsieger getroffen.

Schlussmann Tischer verhindert OFC-Führung

Die Begegnung begann recht zerfahren. So sah OFC-Defensivspieler Giuliano Modica nach einem Foul an FCM-Kapitän Marius Sowislo bereits nach zwei Minuten die Gelbe Karte. Die erste große Chance zur Magdeburger Führung hatte Lars Fuchs nach einer guten Viertelstunde. Der 32-jährige Linksfuß kam aus rund 20 Metern frei zum Schuss. Ein Offenbacher konnte den Ball aber im letzten Augenblick noch zur Ecke abfälschen.

Kurze Zeit später hatte OFC-Defensivspieler Matthias Schwarz das 1:0 für die Gäste auf dem Fuß. Der 27-Jährige brachte den Ball aus rund zehn Metern auf das Tor von FCM-Torwart Matthias Tischer. Der Schlussmann, der den verletzten Stammtorhüter Jan Glinker vertrat, wehrte den Ball aber zur Ecke ab.

Gjasula reklamiert vergeblich auf Foulspiel

Fünf Minuten vor der Halbzeitpause war es Nicolas Hebisch (40.), der nach Vorarbeit von Sturmpartner und Nordost-Torschützenkönig Christian Beck (20 Treffer) das Siegtor für die Gastgeber erzielte. Bevor Beck zum Tor auflegen konnte, setzte er sich an der Außenlinie in einem harten Zweikampf gegen OFC-Defensivspieler Klaus Gjasula durch. Gjasula reklamierte nach einem Schubser auf Foulspiel, blieb stehen und ließ den Magdeburger Torjäger alleine Richtung Tor ziehen.

Beck brachte den Ball so ohne Bedrängnis in die Mitte zu Hebisch, der die Kugel nur noch einschieben musste. „Der Schiedsrichter hat nicht gepfiffen. Dann musst du auch weiterspielen“, so der knappe Kommentar von OFC-Trainer Rico Schmitt.

Offenbach kommt gut aus der Kabine

Schon fünf Minuten vor dem Wiederanpfiff betrat die Offenbacher Mannschaft das Spielfeld. Unmittelbar nach Beginn der zweiten Halbzeit drückten die Hessen auf den Ausgleichstreffer, spielten sich eine Reihe von Ecken heraus. Allerdings schlug der OFC daraus kein Profit und lief danach beinahe in einen Konter der Magdeburger. Nach einem Sololauf umkurvte Angreifer Christian Beck zunächst OFC-Verteidiger Modica und kam zum Abschluss. Der abgefälschte Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei.

Im weiteren Verlauf der zweiten Hälfte nahmen die Hausherren wieder mehr Fahrt auf und hatten einige Mal das 2:0 auf dem Fuß. Nach einem feinen Steilpass von Beck lief etwa Torschütze Hebisch alleine auf den Kasten von Offenbachs Schlussmann und Kapitän Daniel Endres zu. Statt selbst abzuschließen wollte er jedoch auf einen seiner beiden mitgelaufenen Teamkollegen ablegen. OFC-Defensivspieler Modica war zur Stelle und klärte in höchster Not.

Rico Schmitt: „Noch nichts entschieden“

In der Nachspielzeit hatten die Magdeburger Anhänger noch einmal den Torschrei auf den Lippen. Kapitän Sowislo traf mit einem Rechtsschuss aus rund zehn Metern allerdings nur den Innenpfosten. Den Nachschuss von Beck parierte OFC-Torhüter Endres bravourös und hielt seiner Mannschaft zumindest das 0:1 fest.

„Es ist noch nichts entschieden. Wir werden uns gut erholen und im Rückspiel im eigenen Stadion alles geben, um das Duell noch zu unseren Gunsten zu drehen“, so das Fazit von OFC-Trainer Schmitt. FCM-Torjäger Beck freute sich: „Wichtig ist, dass wir kein Gegentor zugelassen haben“, so der 27-Jährige.

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