Hessenliga: Maser mit Hammer, Burk mit Köpfchen – Steinbach baut die Tabellenführung aus!

Mit einer klasse kämpferischen Leistung hat sich der TSV Steinbach zu einem 3:2-Sieg beim FSC Lohfelden geschossen, den zweiten Dreier innerhalb von 48 Stunden eingefahren und die Tabellenführung in der Fußball-Hessenliga ausgebaut.
Nach einer souveränen ersten Hälfte musste der Spitzenreiter allerdings nochmal kräftig zittern und hat seinen neunten Saisonsieg sowohl Torhüter Sebastian Vogl als auch seiner Breite im Kader zu verdanken. Mit Marco Maser und Daniel Wadolowski trafen nämlich zwei Neue in der Startelf prompt ins Schwarze. „Das Spiel hat den Jungs alles abverlangt“, zollte Trainer Peter Cestonaro seiner Mannschaft großen Respekt. „Der Gegner hat richtig Feuer gemacht und einiges abgespult. Wir hatten dann das nötige Glück, das du im Fußball brauchst.“
Der TSV begann im Nordhessenstadion unweit von Kassel mit einem Paukenschlag. Marco Maser, der für den verletzten Sven Baldus (Mittelhandbruch) in die Startelf gekommen war, packte aus knapp 30 Metern den Hammer aus und sein Strahl schlug unhaltbar im Lohfeldener Giebel ein. „Als ich die Flugbahn sah, dachte ich schon: Der könnte passen“, meinte Cestonaro. Der FSC antwortete mit brandgefährlichen Offensivaktionen: René Huneck tauchte in der 17. Minute völlig frei vor Vogl auf, scheiterte aber am ehemaligen Junioren-Nationalkeeper. Steinbach zeigte hingegen erneut seine gnadenlose Effektivität. Nach klasse Zusammenspiel legte Pierre Bellinghausen klug rüber auf Wadolowski, der von links das kurze Eck wählte und eiskalt vollstreckte (30.). „Solche Kombinationen sehe ich jeden Samstag in der Bundesliga“, staunte auch Heimcoach Otmar Velte hinterher nicht schlecht. Weil Vogl drei Minuten vor der Pause erneut vor dem durchgebrochenen Huneck lange stehen und deshalb im Eins-gegen-Eins Sieger blieb, gingen die Gäste aus dem Dillkreis mit dem 2:0 in die Kabine.
Nach der Pause drehte Lohfelden mächtig auf. Eine Vorlage von Roy Keßebohm knallte Huneck humorlos zum 1:2 in die Maschen (50.), bevor Jaroslaw Matys sträflich frei nach einer Standardsituation zum Ausgleich traf (60.). Doch die Steinbacher hatten einmal mehr die passende Antwort: Nach einem Eckball von Bellinghausen schraubte sich Johannes Burk hoch und krönte seine sehr starke Leistung mit dem Kopfball zum 3:2. Nachdem der eingewechselte Patrick Diehl sich zweimal klasse durchgekämpft und die Entscheidung verpasst hatte, musste der TSV nochmal zittern, doch Vogl entschied das Privatduell gegen Huneck nach einem groben Abwehrpatzer zum dritten Mal für sich und hielt die drei Punkte fest (89.).
Steinbach: Vogl – Alexander Baldus, Waldschmidt, Gelber, Tomas – Maser – Waldrich (63. Tahiri), Bellinghausen, Burk, Daniel Wadolowski (90. Paul Wadolowski) – Matsuda (75. Diehl).
Schiedsrichterin: Rafalski (Bad Zwesten) – Zuschauer: 120 – Tore: 0:1 Maser (8.), 0:2 Daniel Wadolowski (28.), 1:2 Huneck (50.), 2:2 Matys (60.), 2:3 Burk (63.). (georg)

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