Hessenliga: Steinbach siegt weiter – Tahiri trifft und fliegt

Das SIBRE-Sportzentrum Haarwasen Haiger bleibt für den TSV Steinbach in der Fußball-Hessenliga ein gutes Pflaster. Am Samstagnachmittag besiegte der Spitzenreiter den Verfolger FC Bayern Alzenau vor 660 Zuschauern mit 1:0 (1:0) und baute seinen Vorsprung auf Rang zwei auf satte zehn Punkte aus.
In der ersten Viertelstunde traten die Gäste aus dem Freistaat mit jener breiten Brust auf, die ihnen zuletzt vier Hessenliga-Siege in Folge beschert hatte. Der TSV wusste jedoch gegen den Tabellenvierten mit aller Macht dagegenzuhalten und hatte durch einen Freistoß von Hüsni Tahiri (6.) und einen abgeblockten Versuch von Pierre Bellinghausen (13.) die ersten kleinen Gelegenheiten. Bedanken mussten sich die Steinbacher dann aber bei Schlussmann Sebastian Vogl, der sich bei einem Schuss von Marco Fritscher vier Minuten später mächtig strecken musste und das Leder um den Pfosten drehte. Mit zunehmender Spieldauer nahm die Cestonaro-Elf das Heft des Handelns entschlossen in die Hand und wurde nach 34 Minuten dafür belohnt: Der Alzenauer Nico Koukalias klärte im Gästestrafraum nicht entscheidend und Hüsni Tahiri schloss druckvoll und überlegt mit dem rechten Fuß ins lange Eck ab.

Im zweiten Abschnitt legte der TSV großen Wert auf Kontrolle. Die FC-Kicker agierten weiter schnell und schnörkellos, doch die Innenverteidigung um Sven Waldschmidt und Jan-Philipp Gelber sowie Abräumer Marco Maser machten einen hervorragenden Job. Nach 75 Minuten landete eine gefährliche Kopfballverlängerung von Daniel Müller genau in den Armen von Sebastian Vogl. Kurz darauf verpasste der eingewechselte Daniel Wadolowski nach einer Freistoßflanke von Marco Maser die Entscheidung. Zittern mussten die Gastgeber dann in den letzten zehn Minuten, nachdem Torschütze Tahiri wegen einer Unsportlichkeit die rote Karte von Schiedsrichter Boris Reisert (Rödermark) gesehen hatte. Erneut war es der Alzenauer Daniel Müller, der den Ausgleich auf dem Fuß hatte, jedoch nach Vorarbeit von Elias Niesigk deutlich drüberzielte.

„Schade, dass da nicht noch einer reingerutscht ist. Letztlich war Steinbach einen kleinen Tick cleverer“, meinte Gästecoach und Ex-Profi Jochen Seitz (FC Schalke, VfB Stuttgart, 1. FC Kaiserslautern, Spvgg. Unterhaching). TSV-Trainer Peter Cestonaro hatten „großen Respekt vor dem, was Alzenau hier abgeliefert hat. Auf dem tiefen Rasen war es unheimlich schwer für uns. Das Spiel hat eine Menge Kraft gekostet.“

Schon am Mittwochabend braucht der Spitzenreiter auswärts bei den SF Seligenstadt (19 Uhr) neue Reserven.

Steinbach: Vogl – Alexander Baldus, Waldschmidt, Gelber, Tomas – Maser – Waldrich, Burk, Bellinghausen, Tahiri – Matsuda.
Schiedsrichter: Reisert (Rödermark) – Zuschauer: 660 – Tor: 1:0 Tahiri (34.) – rote Karte: Tahiri (80., Steinbach) wegen Unsportlichkeit.

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