Hessenliga: Punkteteilung im Spitzenspiel

Vor 800 Zuschauen trennen sich Bayern Alzenau und der TSV Steinbach im Spitzenspiel der Fußball-Hessenliga mit 1:1 (1:1). In einer Partie auf Augenhöhe fielen beide Tore vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel war Alzenau dem Heimsieg etwas näher, aber musste sich am Ende mit einem Punkt begnügen. Trotz 15-minütger Überzahl konnte der Tabellenführer ebenfalls keinen weiteren Treffer erzielen.

Beide Mannschaften gingen motiviert in das Spiel. Steinbach hatte auch gleich die erste Torchance, als Marco Maser aus gut 50 Metern den Alzenauer Schlussmann überlisten wollte, aber knapp verzog (5.). Die Bayern antworteten in der elften Minute. Niklas Kallina tauchte frei vor Lars Benner auf, der ihn abdrängte und mit Hilfe von Jan-Philipp Gelber diese Chance vereitelte. 300 Sekunden später brachte Marco Maser einen Freistoß aus dem Mittelfeld vor das FCB-Tor. Da alle Spieler den Ball unterschätzten, musste Jens Westenberger eingreifen und lenkte das Spielgerät zur Ecke. Jan-Philipp Gelber tauchte bei der Ecke am langen Pfosten frei auf, zielte aber zu hoch. In der 19. Spielminute führte der nächste Standard aber zur Steinbacher Führung. Patrick Diehl köpfte einen Maser-Eckball zum 1:0 ein. Schiedsrichter Jonas Weickenmeier rückte dann in den Mittelpunkt und gab zur Verwunderung des TSV bei einem harmlosen Kopfballduell einen Strafstoß für den FC Bayern. Marco Fritscher verwandelte vom Punkt und glich damit aus. Vor der Pause musste Lars Benner noch ein Mal gegen den flinken Niklas Kallina retten (37.).

Nach dem Seitenwechsel zeigte Alzenau, warum die Mannschaft in der Spitzengruppe steht, die Seitz-Truppe tat mehr für das Spiel und erarbeitete sich auch gute Chancen auf das Siegtor. Steinbach stand aber defensiv kompakt und ließ keinen weiteren Treffer bei Chancen von Niklas Kallina und Nico Koukalias zu. Hüsni Tahiri hatte noch eine Gelegenheit für den Liga-Primus, aber seinen Schuss parierte Westenberger großartig (60.). In der 76. Minute sah der Alzenauer Aktivposten Niklas Kallina die Rote Karte, nachdem er einen Einwurf ins Gesicht von Andreas Proske warf.

Fazit: Das Remis ist für den FC Bayern zu wenig, aber aufgrund des Spielverlaufs hochverdient. Der TSV Steinbach nimmt neben dem Remis auch den Sieg im direkten Vergleich mit auf die Heimreise aus dem Freistaat Bayern und hat nun am Samstag in Schwaldmstadt die Chance, den Hessenliga-Titel einzufahren.

Steinbach: Benner – Tomas (60. Proske), Gelber, Waldschmidt, Alexander Baldus – Saighani, Maser (68. Burk) – Tahiri, Bellinghausen, Matsuda (90. Schmidt) – Diehl
Tore: 0:1 Diehl (19.), 1:1 Fritscher (FE, 25.)
SR.: Weickenmeier (Frankfurt) – Zuschauer: 800 – Rote Karte: Niklas Kallina (76. unsportliches Verhalten)

Stimmen zum Spiel:
Peter Cestonaro (Trainer TSV Steinbach):

Das war ein gutes Spiel, das gehalten hat, was es versprach. Wir sind besser rein gestartet, hätten die Führung auch lieber länger inne gehabt. Es gab heute einige strittige Situation, damit müssen wir aber klar kommen. Beide Mannschaften hatten viele Möglichkeiten. Alzenau hat gezeigt, dass sie ein spielerisch und laufstarker Gegner sind. Ich bin am Ende mit dem einen Zähler zufrieden. Glückwunsch beiden Teams zu so einem guten Spiel vor dieser Kulisse und zu einem verdienten Unentschieden.

Jochen Seitz (Trainer Bayern Alzenau):

Wir hatten gleich zu Beginn eine glasklare Gelegenheit durch Niklas Kallina. Er legt sich den Ball aber einen Tick zu weit vor und wird dann auf der Linie geklärt. Aus einer Standard haben wir dann das  0:1 kassiert. Ich bin aber stolz auf meine Mannschaft, die eine tolle Reaktion gezeigt und das Spiel klar beherrscht hat. Niklas Kallina hätte noch 2-3 Tore machen müssen, deshalb ist es auch schade, dass sich die  Mannschaft nicht belohnt hat. Wir wollten gewinnen, haben 90 MInuten Tempo gemacht und waren die bessere Mannschaft. Das Team hat alle Vorgaben klasse umgesetzt, damit bin ich super zufrieden. Das einzige Manko am heutigen Tage war die Chancenverwertung, aber ich kann meiner Mannschaft nur gratuliern. Glückwunsch an Peter, zur Meisterschaft und dem Aufstieg in die Regionalliga, den sich der TSV Steinbach sicher nicht mehr nehmen lässt.

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