Regionalliga Bayern: Sommergewitter bei Eintracht Bamberg! Drei Spieler sagen Servus

Drei Paukenschläge hat es in den letzten Tagen bei Eintracht Bamberg in der Regionalliga Bayern gegeben. Drei Spieler verließen den Verein. Peter Heyer ist der namhafteste. Auch René Finnemann und Thomas Dotterweich müssen ihre Zelte an anderer Stelle aufschlagen.

Stürmer Peter Heyer teilte den FC-Verantwortlichen mit, dass er den Verein verlassen wird. Mathias Zeck, Erster Vorsitzender, zu Heyers Entscheidung: „Peter Heyer hat sich an mich gewandt und mir gesagt, dass ihm die Spielzeit, die er bei uns bekommt, nicht genug ist. Er würde gerne eine Garantie haben, immer über 90 Minuten spielen zu dürfen. Hierzu muss man wissen, dass er von den sechs Spielen, bei denen er in dieser Saison dabei war, dreimal von Beginn an spielte und dreimal eingewechselt wurde. Eine Stammplatz-Garantie kann man ihm jedoch schwer geben. Er war auch der Meinung, dass der Trainer den Spielertyp, der er ist, nicht so schätzt. Das hat ihm der Trainer jedoch in einem persönlichen Gespräch klar widerlegt. Trainer Petr Skarabela, unser sportlicher Leiter Adolf Leicht und ich haben drei Tage lang mit Engelszungen versucht, ihn für einen Verbleib beim FC Eintracht zu gewinnen, aber er hatte seine Entscheidung, zum FC Schweinfurt zu wechseln, bereits getroffen. Dies ist umso bitterer, weil wir ihn vor eineinhalb Jahren für eine Rekordablösesumme vom FSV Erlangen-Bruck zurückgeholt haben. Jetzt wechselt er ablösefrei, weil er davon profitiert, dass er in Schweinfurt Vertragsamateur wird und wir daher die Freigabe nicht einmal verweigern können. So sind nun mal die Regularien. Ob diese so sinnvoll sind, sei dahingestellt. Es ist menschlich für mich eine große Enttäuschung, auch für die Mannschaft, aber wir müssen seine Entscheidung akzeptieren“.

Zeck weist in diesem Zusammenhang klar und deutlich darauf hin, dass es für den Wechsel ausschließlich sportliche Gründe gab, denn „Peter Heyer sagte zu mir, dass der Verein bombig ist. So seien die Verantwortlichen klasse, die Mannschaft sei toll, und der Trainer sei ihm gegenüber immer korrekt gewesen. Er möchte einfach immer spielen, von der ersten bis zur 90. Minute“. Auch Trainer Petr Skarabela bedauerte die Entscheidung seines Stürmers, denn „Peter hat die Qualitäten, die wir gebraucht haben und auch in Zukunft gebraucht hätten. Aber als Trainer kann ich nun mal keine Stammplatzgarantie geben, auch wenn es mit Heyer ein Spieler ist, dem der Verein viel zu verdanken hat“.

Die Vereinsverantwortlichen haben außerdem Abwehrspieler René Finnemann und Mittelfeldakteur Thomas Dotterweich ab sofort freigestellt, nachdem diese in den vergangenen Tagen ebenfalls mit anderen Vereinen verhandelt haben und gegenüber der sportlichen Leitung geäußert hatten, „keine Zukunft mehr beim FCE sehen“. FCE-Vorsitzender Zeck: „Ich bedauere diese Entwicklung, aber wir brauchen im Überlebenskampf in der Regionalliga Spieler, die sich zu 100 Prozent mit unserem Verein identifizieren. Ich hoffe, dass diese Abgänge ein reinigendes Gewitter waren, unsere junge Mannschaft jetzt noch enger zusammenrückt und sich mit einem Erfolgserlebnis schon am Wochenende gegen Buchbach belohnt. Über eventuelle Neuzugänge werden wir intern beraten und schauen, ob dies bis zum 31. August noch sinnvoll umzusetzen ist. Denn wir können nur in unserem finanziellen Rahmen über Verstärkungen nachdenken. Und ob dies jetzt zu schaffen ist, muss sorgfältig überlegt werden.“

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