Verbandsliga Mitte: Kelsterbach unterliegt bei Spitzenreiter Teutonia Watzenborn-Steinberg

Bericht aus Kelsterbach:

Herren I: Teutonia Watzenborn-SteinbergViktoria Kelsterbach 3:1 (1:1)

Die zweite Saisonniederlage musste die Verbandsligamannschaft von Viktoria Kelsterbach beim souveränen Tabellenführer und Aufstiegsfavoriten Teutonia Watzenborn-Steinberg einstecken und verlor nach Führung am Ende noch mit 1:3 (1:1), belegt in der Tabelle aber weiterhin Rang 6.

Mit der Devise, die Gastgeber nicht in den Spielrhythmus kommen zu lassen und früh zu pressen, waren die ersatzgeschwächt in die Partie gegangenen Horst-Schützlinge zunächst auch sehr erfolgreich.

Watzenborn fiel wenig ein und Julien Antinac nutzte die erste sich bietende ernsthafte Torgelegenheit auch gleich zum Führungstreffer für die Viktoria. Manuel May hatte zuvor Jonas Scheitza in Szene gesetzt und dessen Hereingabe vom Flügel vollendete sein Sturmpartner in der Mitte wuchtig zum 0:1 (19.). Es war bereits sein 6. Saisontreffer.

Die Begegnung lebte weiter von vielen Zweikämpfen, die seitens der Viktoria zunächst auch zumeist erfolgreich gestaltet werden konnten. Nach einer knappen halben Stunde kam die Teutonia dann aber besser in die Partie und übernahm mehr und mehr die Initiative. Die Folge: Nach einem zu kurz abgewehrten Ball kam Denis Weinecker aus 16 Metern frei  zum Schuss und ließ Dominique Groß im Viktoria-Kasten beim Ausgleich keine Abwehrchance (33.).

Der konnte sich kurz nach der Halbzeitpause dann richtig auszeichnen, als er den zweiten Torerfolg des alleine auf ihn zulaufenden Weinecker mit einer Glanzparade verhinderte (47.). Das 2:1 für die Gastgeber fiel kurze Zeit später dann aber doch noch. Nach 55 Minuten setzte sich Ngolo Ouattara im Mittelfeld durch. Sein Zuspiel auf Julian Simon konnte Robert Brück zunächst noch klären, traf bei seinem Abwehrversuch allerdings unglücklich Innenverteidiger-Kollege Tobias Fischer. Der Ball kam so auf Umwegen zu Julian Simon zurück und der traf aus neun Metern zur wenn auch etwas glücklichen Führung in die kurze Ecke.

In der Folge merkte man den Viktorianern den Kräfteverschleiß durch die englische Woche mehr und mehr an. Im Gegensatz zu den letzten Spielen fehlten auch die Alternativen auf der Bank. Dominic Machado (Zerrung), Oktay Tokay (Schichtdienst) und Marcel Tschakert (Urlaub) hatten die Reise nach Pohlheim erst gar nicht angetreten und so war es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass die zu Saisonbeginn enorm verstärkten Watzenborner eine Viertelstunde später den Sack dann auch endgültig zu machten.

Wieder war der ansonsten gut spielende Robert Brück entscheidend beteiligt, als er einen Ball aufspringen ließ, statt ihn kompromisslos zu klären. Der kurz zuvor eingewechselte Natnael Tega spritzte dazwischen, lief alleine auf das Tor zu und ließ dem etwas zu weit vor seinem Tor stehenden Dominique Groß mit einem Lupfer aus 20 Metern zum 3:1 Endstand keine Chance.

„Die beiden letzten Treffer waren sicherlich vermeidbar“, ärgerte sich Viktoria-Trainer Ralf Horst nach Spielschluss, erkannte den Sieg von Teutonia Watzenborn-Steinberg allerdings neidlos an, da seine Mannschaft nach dem Rückstand Offensiv nichts mehr zuzusetzen hatte. Dennoch bescheinigte er seinem Team eine ordentliche Leistung und gab als Parole für das nächste Spiel am kommenden Sonntag aus, „uns die drei Punkte eben gegen Türk Wiesbaden wieder zu holen“. Ein Sonderlob des Trainers verdiente sich Tobias Fischer, der Gästestürmer Raffael Szymanski während der gesamten Begegnung nicht zur Entfaltung kommen ließ und jeden Zweikampf gewann.

Zum Einsatz kamen: Dominique Groß – Timo Gürtler, Tobias Fischer, Robert Brück, Steven Muehl – Atay Koustar, Manuel May, Betim Mezini (46. Christopher Krause), Marc Eichfelder (75. Viktor Völker) – Julien Antinac (65. Philipp Langelotz), Jonas Scheitza.

Tore:

0:1 Julien Antinac (19.)

1:1 Denis Weinecker (33.)

2:1 Julian Simon (55.)

3:1 Natnael Tega (70.)

Schiedsrichter: Christian Stübing (Gründau)

Assistenten: Rene Schmidt, Lars Wacker

gelbe Karten: Sidon, Neubert, Tega – Brück, Krause

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