Verbandsliga Mitte: Germania Schwanheim bezwingt Viktoria Kelsterbach!

Herren I: Germania SchwanheimViktoria Kelsterbach 1:0 (0:0)

Ein fußballerischer Leckerbissen war beim Derby zwischen Germania Schwanheim und Viktoria Kelsterbach von vornherein sicherlich nicht zu erwarten, sondern Kampf, Emotionen und ein enges Spiel, denn für beide Teams ging es am 33. und damit vorletzten Spieltag der Verbandsliga Mitte noch um einiges.
Die Gastgeber brauchen im Kampf gegen den Abstieg jeden Zähler und unsere Mannschaft wollte die minimale Chance auf die Meisterschaft zumindest noch eine Woche lang aufrecht erhalten.

Dementsprechend gingen beide Teams auf dem Schwanheimer Kunstrasen auch in die Partie, ackerten um jeden Meter und ließen den Gegenspielern kaum Möglichkeiten für Kombinationen. So waren echte Torchancen in der ersten halben Stunde nicht wirklich zu erkennen. Für Gefahr sorgte dann Manuel May, als er Dominic Machado auf die Reise schickte, doch der brachte keinen Druck hinter den Ball, so dass Ex-Eintracht Keeper Pablo Alvarez im Schwanheimer Kasten keine Probleme hatte, das Spielgerät aufzunehmen (30.). Vier Minuten später erarbeitete sich die Viktoria eine weitere Möglichkeit, als ein Standard von Manuel May bei Christopher Krause landete, der allerdings am langen Eck vorbei zielte. Sechs Minuten später kam die Germania erstmals gefährlich vor den Kasten von Dominique Groß, doch die Defensivabteilung um den wieder genesenen Tobias Fischer konnte die Situation in letzter Sekunde klären. In der 43. Minute landete ein Kopfball von Julien Antinac nach Vorarbeit von Marc Eichfelder knapp neben dem Pfosten, so dass es beim torlosen Remis zur Pause blieb.

Acht Minuten nach Wiederanpfiff bot sich zunächst Manuel May die Chance zur Führung, doch der Viktoria-Kapitän scheiterte an Alvarez und musste 180 Sekunden später mit seinen Mannschaftskameraden einem Rückstand hinterher laufen, als die Schwanheimer das Mittelfeld schnell überbrückten und Antonio Susic die Lücke im Defensivverbund fand und am heraus eilenden Keeper Dominic Groß vorbei zur doch etwas überraschenden 1:0 Führung einschob.

Die Viktoria bemühte sich anschließend um den schnellen Ausgleich, doch Christopher Krause schob das Leder nach Zuspiel von Manuel May am langen Eck vorbei (63.). Drei Minuten später war der Ball dann im Tor, doch Schiedsrichter Matthias Kristek verweigerte Julien Antinac seinen 13. Saisontreffer, da sein Assistent den Schützen im Abseits sah. Atay Koustar versuchte es 120 Sekunden später aus der Distanz, doch sein Versuch ging über den Querbalken. Keine Minute später ging Robert Brück im Schwanheimer Strafraum nach einem Zweikampf zu Boden, doch die Pfeife des Unparteiischen blieb zum Ärger der Viktoria-Anhänger stumm. In der 78. Minute bot sich dem dreizehn Minuten zuvor eingewechselten Philipp Langelotz die nächste

Möglichkeit der Viktoria, doch er hatte sein Visier zu hoch eingestellt.
Die Gastgeber versuchten seit dem Führungstreffer immer wieder, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen und ließen sich nach nahezu jedem Zweikampf länger behandeln, so dass kaum mehr Spielfluss zu sehen war. Dies heizte die Gemüter auf und außerhalb des Spielfeldes immer mehr auf. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit versuchten sie dann doch noch einmal Fußball zu spielen und wären dafür beinahe belohnt worden. Danyal Tekin startete aus der eigenen Hälfte einen Alleingang und sah sich nur noch Dominique Groß gegenüber, der im Eins-gegen-Eins aber erneut seine ganze Klasse zeigte und die gute Möglichkeit zum 2:0 vereitelte. In der Nachspielzeit bot sich Philipp Langelotz im Strafraum eine letzte Chance auf den Ausgleich, doch Alvarez fischte dem jungen Kelsterbacher Angreifer das Leder vom Fuß, so dass es beim insgesamt doch sehr glücklichen 1:0 Heimerfolg der Schwanheimer blieb.

Viktoria-Trainer Ralf Horst war nach Spielende nicht unzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. „Es war ein Spiel mit viel Tempo. Wir haben insgesamt gut gespielt, nur versäumt, unsere Möglichkeiten auch zu nutzen. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf sicherlich eher entsprochen“, so Horst, der mit seiner Mannschaft nunmehr Planungssicherheit für die Aufstiegsrelegation hat. „Wir gratulieren Teutonia Watzenborn-Steinberg zur verdienten Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die Hessenliga, werden uns in den nächsten Tagen nun sammeln und auf die Spiele gegen den Nord-Zweiten Hünfelder SV am 4. Juni um 16.00 Uhr im heimischen Sportpark und beim Süd-Zweiten Rot-Weiss Frankfurt (7. oder 11. Juni) fokussieren“.

Derweil nimmt der Kader für die kommende Spielzeit Liga unabhängig weiter Konturen an. Nach Maximilian Thomasberger vom SV Niedernhausen hat auch Gerret Niederschlag seine Zusage für einen Wechsel an den Untermain gegeben. Der 21 jährige Stürmer kommt vom Hessenligisten FC Eschborn, wo er in der abgelaufenen Spielzeit in 22 Einsätzen 6 Treffer erzielen konnte,
Zum Einsatz kamen: Dominique Groß – Timo Gürtler, Tobias Fischer, Robert Brück, Steven Muehl – Manuel May, Betim Mezini, Christopher Krause (65. Philipp Langelotz), Marc Eichfelder – Dominic Machado (46. Atay Koustar), Julien Antinac (77. Jassem Imsameh).

Tor: 1:0 Antonio Susic (56.)
Gelbe Karten: Kertel, Müller, Hinrichsen (Schwanheim) – May, Gürtler, Krause, Langelotz (Viktoria)
Schiedsrichter: Matthias Kristek (Büdingen)
Assistenten: Oleg Karaliov, Dennis Blachnik

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