Verbandsliga Mitte: Eichfelder wird zum Derbyhelden für Viktoria Kelsterbach gegen den Fc Eddersheim

Spielbericht von Viktoria Kelsterbach

Herren I: Viktoria Kelsterbach – FC Eddersheim 2:1 (1:1)

Déjà-vu im Kelsterbacher Sportpark: Wie in der vergangenen Saison sorgte ein später Treffer der Heimelf für großen Jubel im Derby gegen den FC Eddersheim und zusätzlich sogar für die vorübergehende Tabellenführung der Viktoria in der Verbandsliga Mitte.

Zum Derbyhelden avancierte dabei Marc Eichfelder, der mit dem Knie in buchstäblich letzter Sekunde das Leder nach einer Hereingabe von Jonas Scheitza an Eddersheims Schlussmann David Tempel vorbei über die Linie drückte und damit ein über weite Strecken sehr intensives und trotz neun gelber Karten größtenteils fairen Spiels letztlich etwas glücklich zugunsten der Horst-Schützlinge entschied.

Die erste gute Möglichkeit der Partie bot sich vor rund 150 Zuschauern, darunter auch Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel und Vereinsringvorsitzender Thorsten Schreiner, Christopher Krause, der jedoch nach elf Minuten am langen Eck vorbei zielte. Turgay Akbulut vergab drei Minuten später für die Gäste von der Staustufe, die sich im ersten Abschnitt mehr als ebenbürtig präsentierten und in der 34 Minute nur knapp die Führung verpassten, als Ivan Raspaglia die Latte anvisierte.
Sechzig Sekunden später war es dann aber doch soweit. Raspaglias Hereingabe von der rechten Seite konnte Timo Gürtler nur ins eigene Tor abwehren, wobei der hinter ihm postierte Akbulut sicherlich keine Mühe gehabt hätte, den Treffer ebenfalls zu erzielen.

Der Rückstand brachte die Viktoria allerdings nicht aus dem Konzept. Nur fünf Minuten nach dem 0:1 hatte Christopher Krause den Ausgleich auf dem Fuß, konnte diese sehr gute Möglichkeit allerdings nicht nutzen. Die daraus resultierende Ecke landete bei Abwehrchef Tobias Fischer, der zu Julien Antinac weiterleitete und der Ex-Eddersheimer konnte David Tempel mit seinem neunten Saisontor erstmals an diesem Abend überwinden. 1:1 hieß es dann auch zur Pause.

Ein Freistoß von Felix Rottenau ging nach 51 Minuten nur knapp am Dreieck vorbei. Auf der Gegenseite wurde sechs Minuten später eine Hereingabe von Julien Antinac im letzten Moment geklärt. Die nächste gute Gelegenheit bot sich Manuel May nach etwas mehr als einer Stunde, doch FCE-Keeper Tempel konnte dessen Distanzschuss noch abwehren. Der Nachschuss von Dominic Machado wurde von der Eddersheimer Defensive dann abgeblockt. In der 65. Minute kam es erneut zum Duell zwischen Viktoria-Kapitän Manuel May und David Tempel und wieder hatte der Eddersheimer Torwart das bessere Ende für sich, als er den 20-Meter-Schuss mit einer Glanztat abwehren konnte. Sieben Minuten später scheiterte der wenig später gegen Jonas Scheitza ausgewechselte Dominic Machado nach einem Pass von Marc Eichfelder nur knapp.

In der 83. Minute setzte Viktoria-Trainer Ralf Horst dann voll auf Offensive und brachte mit Philipp Langelotz einen weiteren Zentrumstürmer und bei dessen Kopfball nach einem Freistoß von Manuel May fehlten in der 87. Minute nur wenige Zentimeter zum Führungstreffer, doch die Kugel landete am Pfosten.

Als sich die meisten Zuschauer und wohl auch Spieler gedanklich schon mit einer nicht unverdienten Punkteteilung im Derby angefreundet hatten, schlug Marc Eichfelder in der 93. Minute eiskalt zu und sorgte somit einerseits für den emotionalen Höhepunkt unter Flutlicht und andererseits dafür, dass er und seine Mannschaftskollegen nach dem Schlusspfiff lautstark „Derbysieger, Derbysieger“ skandieren konnten.

Durch den 16. Saisonsieg übernahm die Viktoria zumindest bis Sonntag erstmals in dieser Spielzeit die Tabellenführung und so war Trainer Ralf Horst nach Spielschluss auch entsprechend gutgelaunt. „Beide Mannschaften haben ein intensives und gutes Derby gespielt. Wir wären auch mit einem Zähler zufrieden gewesen, denn die Mannschaft hat alles abgerufen und viel versucht. Dass es letztlich sogar zu einem wenn auch etwas glücklichen Sieg gereicht hat, freut mich für die Mannschaft natürlich sehr und zeigt auch deren Charakter, nie aufzugeben“.

Es spielten: Dominique Groß – Marcel Tschakert, Timo Gürtler, Tobias Fischer, Robert Brück – Betim Mezini, Manuel May, Christopher Krause (79. Jan Sebastian Uth), Marc Eichfelder – Dominic Machado (72. Jonas Scheitza), Julien Antinac (83. Philipp Langelotz).

Tore:
0:1 Timo Gürtler (Eigentor, 35.)
1:1 Julien Antinac (42.)
2:1 Marc Eichfelder (90. + 3)
Gelbe Karten: Robert Brück, Manuel May, Tobias Fischer (Viktoria) – Thomas Lindner, Christian Rottenau, Marius Bornwasser, Tobias Werther, Dennis Reuter, David Tempel (Eddersheim)
Schiedsrichter: Robyn Wenski (Frankfurt)
Assistenten: Gregor Emge, Dennis Eck

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