Interview: André Kern (Germania Schwanheim, Verbandsliga Mitte, Hessen)

Vor dem Verbandsliga-Derby zwischen Viktoria Kelsterbach und Germania Schwanheim unterhielt sich der Mittelkreis mit dem Schwanheimer Torwart André Kern.

Mittelkreis: Wie stolz ist man als neu gewählter Kapitän auf diesen Saisonstart?

Kern: Natürlich ist man nach so einem Saisonstart stolz. Das hat aber weniger mit dem Kapitänsamt zu tun. Wir haben in der Vorbereitung hart für die kommenden Aufgaben in der Verbandsliga gearbeitet und es tut einfach verdammt gut wenn man dann die ersten Punkte einfährt.

Mittelkreis: 12 Punkte können sich sehen lassen, oder?

Kern: 12 Punkte können sich als Aufsteiger auf jeden Fall sehen lassen. Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass wir bis jetzt nur gegen Mannschaften auf Augenhöhe gespielt haben. Umso wichtiger sind die bis jetzt geholten Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

Mittelkreis: War der Sieg im Duell der Aufsteiger gegen Wetter verdient?

Kern: Der Sieg war auf jeden Fall verdient. Aufgrund unserer zahlreichen Tormöglichkeiten hätte das Ergebnis viel deutlicher ausfallen müssen. Dass wir am Ende zittern mussten war unsere eigene Schuld. Trotzdem zählt auch hier: 3 Punkte gegen eine Mannschaft, die am Ende der Saison vielleicht gegen den Abstieg spielt, sind doppelt wichtig.

Mittelkreis: Einige Neulinge mischen die Liga auf. Seid ihr so stark oder ist die Liga zu schwach?

Kern: Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Alles andere wäre als Aufsteiger purer Größenwahn. Wir haben jetzt Spiele vor der Brust, in denen wir auf etablierte Verbandsliga-Teams treffen. Danach wird man sehen, inwieweit wir uns an die neue Klasse gewöhnt haben.

Mittelkreis: Seid ihr für das Derby am Freitag gegen Kelsterbach gerüstet?

Kern: Unser Trainer Andreas Schreier rüstet uns für jedes Spiel. Was die Mannschaft dann auf dem Platz daraus macht werden wir sehen. Auf jeden Fall ist die Vorfreude auf unser zweites Verbandsliga-Derby diese Saison groß und unser Ziel ist es bestimmt nicht, mit leeren Händen nach Schwanheim zu fahren.

Mittelkreis: Wie kommt ihr mit der Favoritenrolle klar, immerhin steht ihr vor der Viktoria und seid bester MTK-Verein?

Kern: Wir sind bestimmt kein Favorit nur weil wir nach 6 Spielen vor Kelsterbach stehen. Wir treffen als Aufsteiger auf einen Gegner der fest in der Verbandsliga etabliert ist und letztes Jahr sogar lange oben mitgespielt hat. Es sollte schon Kelsterbach vorbehalten sein in diesem Spiel der Favorit zu sein.

Mittelkreis: Dein Tipp?

Kern: Mit einem Punkt könnten wir sehr gut leben.

Schreibe einen Kommentar