Interview: Chris Houda (ehemaliger Trainer der SG Sossenheim, Kreisliga B Main-Taunus, ab Sommer U23 RW Frankfurt)

Nach seinem Abgang bei der SG Sossenheim aus der Kreisliga B Main-Taunus unterhielt sich der Mittelkreis mit Trainer Chris Houda über seine Zeit bei der SG und seine zukünftige Aufgabe.

Mittelkreis: Nach langen Jahren bei der SG Sossenheim hast Du den Verein verlassen. Wie kam es zu der Trennung?

Houda: Wir haben jetzt 4 Jahre versucht die Mannschaft zu verbessern was wir meiner Meinung auch geschafft haben, doch dieses Jahr wollten wir aufsteigen und ich habe so viel Kraft, Ehrgeiz und Wille in diese Saison gesteckt, sodass ich am Ende doch sehr enttäuscht war von mir, das ich nicht noch mehr pushen konnte und auch von der Mannschaft um das Ziel zu erreichen. Wir haben eine Top-Saison gespielt keine Frage aber wir haben es einfach am Ende verkackt. Ich habe keine Motivation und Kraft für noch so eine Saison. Die SG Sossenheim ist mein Heimatverein und ich habe hier insgesamt 25 Jahre meine Knochen hingehalten. Sossenheim hat einen Trainer verdient der zu 100% motiviert ist und immer auch da ist, denn das war auch ein Problem, denn ich mache nebenbei noch eine Ausbildung und da bin ich ein Mal im Monat Donnerstags nicht da. Ich hatte auch mit meiner Familie dieses Jahr sonntags Hochzeiten und Kommunionen wo es für mich selbstverständlich war mit meiner Familie hinzugehen, wenn man eingeladen wird. Und ich bin nicht mehr zu 100% Motiviert und deswegen habe ich meinen Rücktritt verkündet.

Mittelkreis: Du warst als Spieler und als Trainer für Sossenheim aktiv. Wie schwer fällt Dir der Abschied?

Houda: Klar fällt der Abschied schwer, man hat so vieles erlebt in Sossenheim. Selbst hat man in der Jugend  gespielt und ist dann mit 17 Jahren in die Erste Mannschaft gekommen, meine Frau Lina habe ich dort kennengelernt, danach siehst du deine 3 Kinder dort Fußball spielen und groß werden. Klar fällt es jetzt schwer Tschüss zu sagen. Trotzdem muss ich auch vielen Leuten Danken in dem Verein die auch immer an mich geglaubt haben und mir viel ermöglichten. Aber es gibt auch Leute die mir bestimmt nicht gutes Wünschen und das ist nicht in Ordnung, denn ich war immer fair und habe alles für den Verein getan. Aber das kann mir im Nachhinein egal sein, denn ich weiß, was ich alles getan habe, und das ist auch gut so.

Mittelkreis: Mit Andreas Blickle hast du ein Trainer-Duo in Sossenheim gebildet. Nun habt Ihr beide die SG Sosseheim verlassen. Werdet ihr auch in Zukunft als „Duo“ auftreten?

Houda: Nein, wir werden eigene Wege gehen. An dieser Stelle muss ich mich einfach bei Andreas Blickle, Thomas Blicke und Klaus Diehl bedanken für die tollen 4 Jahre.

Mittelkreis: Wie geht es weiter, gibt es schon Anfragen oder vielleicht sogar schon einen neuen Verein?

Houda: Ja es gibt einen neuen Verein und zwar werde ich als Trainer der U23 bei Rot-Weiss Frankfurt arbeiten und freue mich auf die neue Aufgabe. Da kommt der Trainer Houda in den neuen Verein,  da kennt mich keiner und ich bin eine neutrale Person, und nicht der Kumpel der seit 25 Jahren in Sossenheim war. Der SG Sossenheim wünsche ich persönlich alles Gute für die Zukunft, und den neuen Trainern gutes Gelingen für die nächste Saison.

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