Hessenliga: Saighani-Sause im SIBRE-Sportpark

Perfekte Rückkehr für den TSV Steinbach in den Steinbacher SIBRE-Sportpark. Auf dem heimischen Kunstrasen fertigte die Mannschaft von Trainer Peter Cestonaro am Samstagnachmittag den 1. FC Schwalmstadt mit 6:0 (4:0) ab und feierte damit die Herbstmeisterschaft in der Fußball-Hessenliga. Gleichzeitig schoss sich der Spitzenreiter in eine gute Ausgangsposition für den kommenden Hessenpokal-Hit am Samstag in Haiger gegen den KSV Hessen Kassel.

Nach der ersten Saisonpleite am vergangenen Mittwoch in Seligenstadt wollte der TSV rasch wieder zurück in die Spur. Nach sechs Minuten lenkte Gästeschlussmann Alessandro Seck einen satten Schuss von Daniel Waldrich mit den Fingerspitzen an den Pfosten. Nur acht Minuten später brandete im SIBRE-Sportpark dann erstmals Jubel auf: Einen Freistoß von Johannes Burk versenkte Masih Saighani per Kopf im Netz. Nach einer Offensivaktion von Sven Waldschmidt entschied Schiedsrichter Jan Lübberstedt wenige Minuten später auf Handelfmeter, und Saighani ließ sich nicht zweimal bitten und erhöhte vom Punkt eiskalt auf 2:0. Die große Saighani-Sause ging sogar nach weiter: Nach einer weiteren Standardsituation stand der Afghane erneut richtig, schraubte sich hoch und nickte zum 3:0 ein (30.). „Wir haben heute gesehen, wie wichtig Masih bei Standards für uns ist“, adelte Cestonaro seinen Sechser hinterher. Noch vor der Pause holte Saighani den nächsten Handelfmeter heraus und ließ diesmal Johannes Burk den Vortritt, der gekonnt zum 4:0 einschoss (41.). Außerdem musste Schwalmstadts Fabian Seck mit der Ampelkarte vom Platz.

„Es gibt heute nichts zu meckern. Wir haben sogar den Klassenerhalt perfekt gemacht, eine Herbstmeisterschaft bedeutet mir nicht viel“, meinte Cestonaro. Die Steinbach boten den 380 Zuschauern noch einige Minuten Tempofußball, in denen Keigo Matsuda nach feinem Doppelpass über die linke Seite (48.) sowie abermals Saighani per Direktabnahme (55.) das halbe Dutzend voll machten. Anschließend ließen es die Gastgeber etwas ruhiger angehen. Erfreulich war das Comeback von Sebastian Schneider, der nach langer Verletzungspause wieder mitwirken durfte und nach seiner Einwechslung bei einer Klasse-Aktion ein Tor knapp verpasste. „Ich muss ein paar harte Worte mit meinen Spielern wechseln, auch wenn der TSV Steinbach natürlich eine wahnsinnig hohe Qualität besitzt“, war FCS-Trainer Christoph Keim über die Klatsche mächtig angefressen. Lediglich Jan Henrik Wolf, der zweimal mit links verzog, sorgte in der Schlussphase mal für so etwas wie Torgefahr. Beim TSV fiebert man seit Samstagabend dem Hessenpokal-Schlager gegen die „Löwen“ des KSV Hessen Kassel entgegen. „Da können wir jetzt völlig befreit reingehen“, freute sich Cestonaro auf das Treffen mit seinem Ex-Club, das in der kommenden Woche den ganzen Dillkreis elektrisieren dürfte.

Steinbach: Vogl – Alexander Baldus (71. Sebastian Schneider), Waldschmidt, Gelber, Tomas – Saighani (77. Acker), Waldrich, Burk (46. Maser), Bellinghausen, Daniel Wadolowski – Matsuda.
Schiedsrichter: Lübberstedt (Neuhof) – Zuschauer: 380 – Tore: 1:0 Saighani (14.), 2:0 Saighani (20., Handelfmeter), 3:0 Saighani (30.), 4:0 Burk (41., Handelfmeter), 5:0 Matsuda (48.), 6:0 Saighani (55.). – gelb-rote Karte: Fabian Seck (41., Schwalmstadt) wegen Handspiels.

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