Hessenliga: Richtungsweisendes Spitzenspiel

Am Samstag, den 28. März, empfängt der Spitzenreiter der Fußball-Hessenliga, TSV Steinbach, den vierplatzierten SV Rot-Weiß Hadamar. Im SIBRE-Sportpark geht es ab 15.30 Uhr nicht nur um drei Punkte, sondern gerade für den Tabellenführer um eine Standort-Bestimmung. Aus der Winterpause ist der TSV trotz dreier Begegnungen nur mit einem Punkt gestartet, führt die Hessenliga aber immer noch deutlich an. Hadamar war bereits beim 1:1 im Hinspiel der erwartet schwere Gegner und will auch am Samstag nichts in Steinbach verschenken.

Die unerwartete 0:2-Niederlage beim Kellerkind Rot-Weiß Darmstadt löste einige Diskussionen in und um den TSV Steinbach aus. Auf dem Kunstrasen in der Heimstätten-Siedlung erreichte nur Torwart Sebastian Vogl seine Normal-Form und verhinderte weitere Gegentore. Die Mannschaft weiß, wie wichtig das Spiel am Samstag ist. Alexander Baldus bringt es auf einen Punkt: „Wir müssen gerade in punkto Leidenschaft den Steinbacher Zuschauern wieder etwas zurückzahlen“. Die entsprechenden Schlüsse hat der TSV Steinbach gezogen, jetzt bekommt der Tabellenführer die Chance, gegen den Trend zu steuern und gleichzeitig einen direkten Konkurrenten endgültig abzuschütteln. Für Baldus ist es „eine große Herausforderung, Hadamar zu schlagen. Aber mit mehr Herz und Leidenschaft als in den vergangenen Spielen, werden wir diese Herausforderung meistern.“ Dabei helfen darf wieder Daniel Waldrich. Der Leistungsträger war zuletzt zwei Spiele rotgesperrt und wurde schmerzlich vermisst. Tim Acker wird dagegen mit seinem Adduktoren-Riss weiterhin fehlen. Auf die Rückkehr von Linksverteidiger Arthur Tomas (Zerrung) darf der Primus immerhin hoffen.

Rot-Weiß Hadamar kommt mit der Empfehlung von drei Siegen aus fünf Meisterschaftsspielen nach Steinbach. Allerdings wurden beide Niederlagen auswärts eingefahren. Zwölf Punkte hat die Reitz-Truppe aus elf Spielen in der Fremde geholt. Der Pressesprecher der Gäste, Hans Reichwein, ist deshalb auch verhalten optimistisch: „Die Erwartungen von Hadamar sind nicht so, dass man sagt, wir gehen wir jetzt dahin hin und holen den nächsten Erfolg. Wir müssen schauen, inwieweit wir unsere Auswärtsschwäche ablegen können. Zu Hause sind wir eine Macht, aber auswärts haben wir gewisse Probleme, von daher sind die Erwartungen nicht allzu hoch. Die Tagesform wird über das Spiel entscheiden und inwieweit Steinbach seine ‚Minikrise‘ aus dem Kopf kriegt.“

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