B-Junioren Hessenliga: Germania Weilbach konnte bei Kickers Offenbach nicht punkten

Die B-Junioren von Germania Weilbach konnte in der Hessenliga bei Kickers Offenbach nicht punkten. Hierzu erreichte dem Mittelkreis folgender Spielbericht aus Weilbach:

Das zweite Saisonspiel der B-Jugend von Germania Weilbach wurde auf Samstag. den 25.08. vorgezogen. Man spielte auf dem Kunstrasen der Kickers aus Offenbach und erwartete einen starken Gegner, der natürlich sein erstes Heimspiel gewinnen wollte. Bei angenehmen Temperaturen begann das Spiel um 17:30 Uhr in Offenbach.

Die Heimmannschaft legte direkt forsch los und attackierte die jungen Spieler der Germania früh in der eigenen Hälfte. Man spürte, dass die Offenbacher Spieler, Trainer und Zuschauer ein einseitiges Match erwarteten. Es dauerte etwas bis sich die Weilbacher daran gewöhnt hatten, waren aber nach knapp 5 Minuten gut im Spiel und tasteten sich immer weiter nach vorne. Als dann jegliche Scheu vor dem namhaften Gegner abgelegt war, agierten die Gäste aus Weilbach nicht nur gleichwertig, sondern über weite Strecken der ersten Halbzeit sogar überlegen und konnten sich die eindeutig besseren Gelegenheiten erspielen: Nach 10 Minuten gab es die erste Chance für Weilbach, als sich Andreas Schröder, Aaron Schlotterer undMarvin Grudaüber die rechte Seite kombinierten und schließlich einen Pass auf Samet Bayraktar spielten, der vom gegnerischen Innenverteidiger abgelaufen wurde; jedoch hatte letzterer seine Rechnung ohne den kampfstarken Kapitän der Germanen gemacht: Bayraktar schob den schweren Gegner einfach beiseite und lief plötzlich aus rechter Außenposition allein auf den Torwart der Offenbacher zu, schob aber knapp am kurzen Eck vorbei. Er hätte in dieser Situation auch den zentral frei stehenden Daniel Sikorski anspielen können, der mitgelaufen war. In der 15. Spielminute dann gab es den nächsten Aufreger vor dem Offenbacher Gehäuse: Der zweite Innenverteidiger der Kickers unterschätzte wieder den Biss des Weilbacher Kapitäns und schoss einen Ball auf Kopfhöhe aus dem Strafraum, was einen indirekten Freistoß wegen gefährlichen Spiels aus halblinker Position in ca. 10m Torentfernung nach sich zog. Die Variante vonMarvin Grudaden Ball in die dicht besetzte Mitte des Strafraums mit Zug zum Tor zu schießen erwies sich nicht als die schlechteste: Nur mit Mühe konnten die Spieler des OFC im dritten Versuch den Ball aus der Gefahrenzone befördern. Dann zeigte sich eine Stärke der Offenbacher Kickers, die den Weilbachern noch zum Verhängnis werden sollte: Standardsituationen von der Seite. Nach 20 Minuten gab es eine interessante Eckballvariante, nach welcher ein ungefährlich scheinender Schuss überraschender Weise noch an der Oberkante der Latte des Weilbacher Tores landete. Doch auch die Weilbacher hatten nach einer Ecke in der 23. Minute noch eine Torchance, die jedoch knapp über dem Tor der Gastgeber landete. Kurz darauf hatten die Kickers wieder eine Ecke, der zwei weitere folgten, bis der Ball endlich sicher geklärt werden konnte. Nach einer halben Stunde sahen die Zuschauer ein Spiel auf einem guten Niveau, beide Teams schenkten sich nichts in den Zweikämpfen, die Partie war dennoch nie unfair. Schnelle Ballstafetten auf beiden Seiten ergaben allerdings praktisch keine sicheren Torchancen. Samet Bayraktar und Andreas Schröder kombinierten sich einmal in den Strafraum, kamen aber nicht zum Abschluss. Dann gab es die beste Möglichkeit der Offenbacher in der ersten Hälfte: Der ehemalige Weilbacher Waaris Rehman Bhatti empfing in abseitsverdächtiger Position einen Pass in die Schnittstelle der Weilbacher Abwehr und lief plötzlich allein auf Schlussmann Konstantin Staudt zu, spitzelte den Ball an ihm vorbei, verfehlte aber auch das Tor. Die Halbzeit war schon vorbei, als plötzlich wieder Gefahr vor dem Weilbacher Tor entstand, die nur auf Kosten einer Ecke geklärt werden konnte: Eben dieser Eckball führte zum Rückstand für Weilbach: 3 Mal kamen die Offenbacher im und um den Weilbacher 5-Meter-Raum zum Kopfball, von denen der letzte von eben jenem Ex-Weilbacher Waaris Bhatti zum 1:0 ins lange Eck flog. Der Schiedsrichter ließ nicht einmal mehr den Anstoß ausführen.

Dieses unnötige Gegentor so kurz vor der Halbzeit war sehr ärgerlich für die Gäste aus Weilbach, weil man bis dahin wirklich kein bisschen unterlegen war.

Nach der Pause setzte sich das Spiel im gleichen Tempo fort: Wieder mit den besseren Torchancen zum Start für Germania Weilbach. Erst schloss Samet Bayraktar einen Konter in der 44. Minute etwas vorschnell aus 25m ab, ohne den Keeper der Kickers noch ernsthaft zu gefährden, doch nur 1 Minute später hatte er den sicheren Ausgleich auf dem Fuß und scheiterte am Schlussmann der Gastgeber. Sturmpartner Nick Schlotterer hatte ihm einen Ball aufgelegt, und Samet hatte sich mustergültig über die linke Seite durchgesetzt. Doch dieser leichtfertige Umgang mit den eigenen Chancen sollte sich bald rächen: Nur 2 Minuten nach dieser hervorragenden Chance für Weilbach, vergaben die Kickers erst wieder an der Latte des Weilbacher Tores, dann erzielten die Offenbacher wieder nach einem Eckball und wieder durch einen Kopfball von Waaris Bhatti das 2:0; der Ball touchierte noch die Unterkante der Latte und trudelte letztlich ins Tor. Nach diesem Rückschlag wechselten die Weilbacher offensiver ein und brachten mit Mark Kinder und Giuseppe Canonaco zwei frische Kräfte aufs Feld. Das Spiel war weiterhin durch zwei sicher stehende Abwehrreihen und kämpferisches Spiel im Mittelfeld geprägt, was wenige Chancen entstehen ließ. Lediglich ein paar Eckbälle ließen sich auf beiden Seiten verbuchen, die jedoch nichts einbrachten. Als Weilbach gerade wieder offensiv getauscht hatte fiel das 3:0 für Offenbach: Nach einem Eckball köpfte diesmal der eingewechselte Kimon Kozaris völlig unbedrängt ins lange Eck ein. Im Anschluss hätten die Weilbacher auch noch das ein oder andere Tor schießen können: Die besten Chancen hatten Aaron Schlotterer nach gutem Pass des eingewechselten Giuseppe Canonaco, Ahmet Kara nach einem abgefälschten Freistoß aus gut 40m und Mark Kinder mit sehenswertem Seitfallzieher nach einer gefühlvollen Flanke von Aaron Schlotterer. Doch auch Offenbach hätte das Ergebnis auch noch ungerechter gestalten können: gleich 5mal hielt der Weilbacher Keeper Konstantin Staudt gegen seinen Ex-Verein. Am Ende steht zwar ein deutlicher Sieg der Offenbacher zu Buche, jedoch hätten auch durchaus die Weilbacher das ein oder andere Tor schießen können. Man ließ gegen einen sehr guten Gegner aus Offenbach wenig aus dem Spiel zu und wurde doch klar geschlagen! Am Defensiv-Verhalten bei Standards gilt es zu arbeiten, um solche unnötigen Niederlagen zu verhindern. Gleichzeitig müssen die erspielten Torchancen auch in Tore umgemünzt werden, sonst hilft das beste Defensivverhalten nichts! Am kommenden Sonntag begrüßen die Weilbacher den nächsten Brocken am Frankenpfad: Niemand geringeres als die U16 des Bundesligisten Eintracht Frankfurt wird in Weilbach zu Gast sein! Doch genau hier müssen die ersten 3 Punkte in der Hessenliga geholt werden. Das die Mannschaft dazu in der Lage ist, hat sie in Offenbach eindrucksvoll gezeigt.

Es spielten: Konstantin Staudt (TW), Michael Schröder, Ahmet Kara, Niklas Lange, Aaron Schlotterer, Daniel Sikorski,Marvin Gruda, Marius Damrau, Andreas Schröder, Nick Schlotterer, Samet Bayraktar (C), Mark Kinder,Ibrahim Özveren, Giuseppe Canonaco,Rene Zimmermann, Christian Panzenboeck (2. TW).

Trainer: Marcel Hochheimer und Matthias Betzler. Betreuer: Werner Jordan.

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