Jugend MTK (U 19 Kreisliga): A-Junioren des FC Eddersheim sind Meister der Kreisliga

Mittelkreis erreichte folgender Bericht des FC Eddersheim:

Am Samstag um 18.43 Uhr war es soweit: Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel bei den A-Jugendlichen des FC Eddersheim keine Grenzen mehr, die Spieler lagen sich überglücklich in den Armen, die Eltern und Freunde standen stolz am Spielfeldrand und die Trainer Carsten Schmitt und Patrick Schuch versuchten vergeblich der obligatorischen Sektdusche zu entkommen. Durch den 3:1-Sieg beim TuS Niederjosbach holte man die drei noch fehlenden Punkte, um bereits vier Spieltage vor dem Saisonende die Meisterschaft der A-Jugend-Kreisliga Main-Taunus und somit nach nur einem Jahr die direkte Rückkehr in die Gruppenliga zu erreichen. Der sportliche Leiter der FCE-Aktiven, Erich Rodler, hatte im Siegerkreis einige Worte für die frisch gebackenen A-Jugend-Kreismeister parat und stimmte im Anschluss das Eddersheimer Lied an. Es folgten die Silveira-Humba, ein ausführliches Fotoshooting in den Meistershirts sowie eine ausgelassene Kabinen-Party bevor man die Heimreise nach Eddersheim antrat. Auf dem Sportplatz an der Staustufe angekommen warteten Pizza und kühle Getränke um sich für den weiteren Abend zu stärken, welcher das Team nach Mainz führen sollte und für einige Spieler nach fast zwölf Stunden “Mach ma Party“ erst in den frühen Morgenstunden endete. Begonnen hatte dieser unvergessliche Fußball-Tag für die FCE-Spieler um 15.45 Uhr beim Treffpunkt auf dem Niederjosbacher Waldsportplatz. Als man dort ankam waren noch alle Türen und Tore verschlossen und es kam die leichte Befürchtung auf, es könnte doch noch zu einer “Sofa-Meisterschaft“ wie beim FC Bayern kommen – denn das Spiel eine Woche zuvor musste TuS Niederjosbach wegen Spielermangel absagen. Die Eddersheimer Mannschaft war dann schon sehr erleichtert als sich nach und nach immer mehr Gegner einfanden und das Spiel schließlich stattfinden konnte. Die personellen Voraussetzungen auf FCE-Seite hingegen waren nahezu optimal, denn mit dem rotgesperrten Dè Vante Burnett fehlte nur ein Spieler aus der “Starting Eleven“. Die Stimmung in der Kabine vor dem Spiel war sehr gelassen aber dennoch fokussiert – jeder Spieler wollte sich diese Chance nicht entgehen lassen, den “Sack zu zu machen“ und bereits den ersten Matchball zu verwandeln. Auf dem Platz ließ die Staustufen-Elf diese Lockerheit dann leider vermissen und konnte den vorgegebenen Matchplan nur selten umsetzen. Statt mit Zielstrebigkeit für eine frühe Entscheidung zu sorgen hatte man den Eindruck, dass einige Spieler eher mit spektakulären Einzelaktionen zum Matchwinner avancieren wollten. So dauerte es bis zur 42. Spielminute ehe endlich die erlösende 1:0-Führung durch Denis Fijacko nach einem Doppelpass mit Marko Stojakovic gelang. Nur zwei Minuten später setzte erneut Stojakovic mit einem schönen Pass Tom Korominas in Szene, der seine Beidfüssigkeit bewies und mit links souverän zum 2:0-Halbzeitstand einschob. Trotz dieser Führung war von der tabellarischen Überlegenheit gegenüber den Gastgebern nur wenig zu sehen und man machte sich das Leben durch zu komplizierte Spielweise und zu wenig Engagement selbst schwerer, als es sein musste. Als den Eddersheimern dann ein klarer Foulelfemeter zur vermeintlichen Vorentscheidung verwährt wurde und Niederjosbach sogar auf 1:2 verkürzen konnte, stockte so manchem Zuschauer der Atem. “Lassen sich die Jungs das wirklich noch nehmen? Wann schalten sie denn endlich mal einen Gang nach oben und zeigen den Fußball, den sie spielen können?“ waren nur zwei Fragen, die am Spielfeldrand zu vernehmen waren. Der weitere Spielverlauf war nicht wirklich sehenswert – der Treffer zum 3:1-Endstand von Timo Grünewald aber umso mehr: Nach einem Foul an Tim Schöttler legte er sich den Spielball etwa 18 Meter vor dem Tor in halbrechter Position zum Freistoß zurecht und zirkelte die Kugel genau in den Winkel. In der Folgezeit wurden bereits vom Spielfeld aus Anweisungen gegeben, aus der Kabine diverse Feieruntensilien zu holen und die Getränke parat zu stellen. Man spielte die Zeit runter bis es dann endlich 18.43 Uhr sein sollte und der Schiedsrichter das Spiel beendete und die Meisterschaft der FCE-A-Jugend amtlich machte.

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