Jugend MTK(U 19 -Gruppenliga-): Spielbericht des FC Eddersheim zum Punktspiel bei der JSG Aarbergen

Mittelkreis erreichte folgender Bericht des FC Eddersheim:

Wer kämpft kann verlieren – wer nicht kämpft, hat schon verloren!

Die A-Jugend des FC Eddersheim hat am vergangenen Wochenende abermals ihr „zweites Gesicht“ gezeigt und ließ den Erfolg aus der Vorwoche durch eine 0:3-Niederlage bei der JSG Aarbergen leider schon wieder in Vergessenheit geraten. Man hätte in diesem Auswärtsspiel eine gute Möglichkeit gehabt einen weiteren „Big Point“ zu landen und sich in der Tabelle bis auf drei Zähler an die Gastgeber anzunähern. Ähnliche Voraussetzungen also wie im Heimspiel gegen den SV Frauenstein, leider aber mit einem völlig unterschiedlichen Resultat – sowohl von der Leistung als auch vom Ergebnis. Es stellt sich die Frage, was sich der Erfinder des Wortes Abstiegs“kampf“ dabei gedacht hat bzw. ob es hier unterschiedliche Auslegungsmöglichkeiten gibt? Eigentlich sollten die Jungs gemerkt haben, dass es nur mit 100%igem Einsatz, Wille, Leidenschaft und eben genau dem erwähnten „Kampf“ möglich sein wird, sich aus der unteren Tabellenregion zu verabschieden. Genau mit diesen Attributen hatte man das Spiel gegen Frauenstein für sich entschieden. Und genau deshalb ist der – bis auf wenige Ausnahmen wie z.B. Kapitän Johannes Bloß, Denis Fijacko und Alessandro Imparato – größtenteils leblose Auftritt in Aarbergen nicht zu erklären. „Gras fressen“ und „die Ärmel hochkrempeln“ hatte man sich vor dem Spiel vorgenommen, angekommen bzw. auch umgesetzt wurde dies bedauerlicherweise nur von wenigen Spielern. Hinzu kam, dass sich unser „personifiziertes Kampfschwein“ Adrian Weil früh eine Blessur am Knie zuzog und in der restlichen Spielzeit demzufolge gehemmt wirkte. Außerdem verletzte sich FCE-Keeper Dè Vante Burnett bereits beim Warmmachen an der Schulter und musste zur Halbzeit schließlich ausgetauscht und durch einen Feldspieler ersetzt werden. Das 1:0 in der 42. Minute hätte er in körperlich fittem Zustand sicher verhindert. Da er aufgrund der Schmerzen nicht in der Lage war, einen Abstoß richtig auszuführen (man stellt sich die Frage warum dies kein Feldspieler für ihn übernahm), kam der zu kurz geschlagene Ball postwendend zurück in die Gefahrenzone und endete in der Halbzeitführung für Aarbergen. Man konnte schon fast eine Parallele zum Hinspiel ziehen, denn auch hier „verschlief“ der FCE die ersten fünfundvierzig Minuten und steigerte sich dann in der zweiten Spielhälfte. Hierauf beruhte die Hoffnung des Trainerteams und der zahlreichen Eltern, die als Unterstützung mitgefahren waren. Doch auch eine deutliche Pausenansprache von Florian Forg und Mehmet Anliacik konnte keine Besserung herbeiführen und den Spielern vor Augen führen, dass eine erhebliche Steigerung notwendig ist um das Spiel noch zu drehen. Es ging kein Ruck durch die Mannschaft und man ergab sich nahezu wehrlos dem Schicksal. Und das teilweise sogar bewusst – da man das „Nein“ von Tim Schöttler, als Reaktion auf die Aufforderung nach einem Ballverlust den Rückweg anzutreten, schon fast als Arbeitsverweigerung auslegen muss. Wirklich wenig förderlich in der aktuellen Situation. Hinzu kamen individuelle Fehler wie zum Beispiel vor dem 0:2, als Osman Kaplan einen unnötigen Eckball für die Gastgeber verursachte, anstatt den Ball ins Seitenaus zu befördern oder einfach nur abzulaufen. Das 0:3 kurz vor dem Spielende war dann nur noch negative Ergebniskosmetik. „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“ – die Mannschaft muss verinnerlichen, dass der Klassenerhalt kein Selbstläufer wird. Die Spieler haben bewiesen, dass sie dazu in der Lage sind. Doch darf man nach einem Sieg nicht wieder in den alten Trott verfallen und übermütig werden. Im Abstiegskampf muss Fußball gearbeitet und in jedem Spiel bzw. Training ans Limit gegangen werden. Dies muss bis zum nächsten Pflichtspiel gegen den Tabellenführer TuS Nordenstadt in zwei Wochen in die Köpfe der Spieler. Im Hinspiel hat das FCE-Team bei der knappen 0:1-Niederlage gezeigt, dass es dem Ligaprimus Paroli bieten kann. Wenn man also die Punkte bei einem keinesfalls übermächtigen Gegner in Aarbergen liegen lässt, müssen dann halt mal drei nicht unbedingt einzuplanende Zähler gegen Nordenstadt eingefahren werden. Damit die Mannschaft im Rhythmus bleibt und Trainingsinhalte auch in Wettbewerbsform umgesetzt werden können, wurde für das spielfreie Faschingswochenende ein Testspiel bei der A-Jugend des SC Opel Rüsselsheim vereinbart. Anstoß ist am Faschingssamstag, 01.03.2014 um 10.30 Uhr.

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