Jugend MTK (U 19 Gruppenliga): Spielbericht der Begegnung FC Eddersheim – VfB Unterliederbach

Mittelkreis erreichte folgender Bericht des FC Eddersheim:

Der Teufel sch**** immer auf den größten Haufen… Erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu… es gibt wieder einmal mehrere „Weisheiten“, die den Spielverlauf und die Geschehnisse im gestrigen Kellerduell der A-Jugend des FC Eddersheim gegen den VfB Unterliederbach sehr treffend umschreiben. Mit dem dritten Heimsieg in Folge hätte die Staustufen-Elf den Vorsprung der Gäste in der Tabelle auf zwei Zähler minimieren können und schwor sich vor Spielbeginn intensiv auf einen Dreier ein. FCE-Kapitän Tim Liebscher war nach fünfwöchiger Verletzungspause endlich wieder an Bord und ermöglichte seinen Trainern Florian Forg und Mehmet Anliacik durch seine Rückkehr auf die Rechtsverteidigerposition erstmals in der Rückrunde mit der vermeintlichen Stamm-Doppel-Sechs Johannes Bloß und Alessandro Imparato ins Rennen zu gehen. Leider fielen mit Adrian Weil (verletzt), Osman Kaplan, Emre Erdag (beide Trainingsrückstand wegen Abitur) und Onur Kilinc (???) vier wichtige Spieler aus, somit fehlten abermals die Alternativen um auf den Spielverlauf reagieren zu können. Vor Beginn war die Stimmung auf beiden Seiten noch sehr gut, viele Spieler kennen sich untereinander und waren beim Einlaufen noch zu Scherzen aufgelegt. Ganz am Rande stellt sich die Frage, ob dies überhaupt die notwendige Konzentration und Anspannung im Abstiegskampf möglich macht. Scheinbar konnten nur die Unterliederbacher die lockere Atmosphäre vor dem Spiel auch mit der erforderlichen Einstellung auf das Spiel verknüpfen, denn schon zwanzig Minuten nach dem Anpfiff waren ausschließlich auf VfB-Seite lächelnde Gesichter zu sehen. Es hieß 0:3 aus Eddersheimer Sicht und „die Messe war gelesen“. Zwei kapitale Schnitzer von Keeper Dè Vante Burnett und ein klares Abseitstor brachten den FCE auf die Verliererstraße und durch diese frühen Nackenschläge war es scheinbar nicht mehr möglich, das Ruder noch rumzureißen. Der mehrfach sehr fragwürdige Entscheidungen treffende Schiedsrichter trug seinen Teil dazu bei und verwährte Alessandro Imparato den Anschlusstreffer: In etlichen Szenen des Spiels wurde bei der Vorteilauslegung bis zu zehn Sekunden abgewartet, ehe dann doch noch der Pfiff erfolgte. Beim vermeintlichen 1:3 wurde dann direkt auf Foul entschieden ohne den Torschuss bis zum Einschlag im Winkel zu verfolgen, welcher zwei Sekunden nach der Attacke erfolgte. Es passte „wie die Faust aufs Auge“, dass kurz darauf auch noch ein Elfmeter verschossen wurde. Deniz Büyük und Timo Grünewald signalisierten ihr gutes Gefühl und battelten/bettelten um die Ausführung. Marko Stojakovic wurde aber widerwillig als Schütze benannt und die Kugel trudelte als logische Konsequenz am Tor vorbei. Wenn in einer dieser beiden Aktionen vor der Halbzeit das 1:3 gefallen bzw. gegeben worden wäre, hätte der Spielverlauf im zweiten Abschnitt vielleicht noch mal eine Wendung genommen. Wenn… wenn… wenn die Oma Eier hätte, wäre sie der Opa! So hieß es aber zur Pause weiterhin 3:0 für die Gäste und statt einer Aufholjagd gab es zwei weitere Slapstickeinlagen des FC Eddersheim und des Schiedsrichters zu den Toren Nummer vier und fünf für den VfB Unterliederbach. Zunächst bekam Ersatztorwart Dejan Mihajlovic einen Freistoß der Gäste im Nachfassen eindeutig vor der Torlinie zu fassen, der Schiedsrichter entschied obwohl ihm von mehreren Spielern die Sicht versperrt war auf Tor. Beim nächsten Gegentreffer schoss Johannes Bloß seinen Gegenspieler an und der Ball trudelte ins leere Tor. Der Ehrentreffer für Eddersheim durch einen verwandelten Elfmeter von Denis Fijacko wenige Minuten vor dem Ende war dann nur noch Ergebniskosmetik. Aber lieber einmal 1:5 auf die Mütze bekommen als fünfmal 0:1 verlieren – viel mehr „Seuche“ als gestern kann man aus Eddersheimer Sicht nicht an den Füßen haben. Durch die Ergebnisse des gestrigen Spieltages ist der FCE nun auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht und hat vier Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Im nächsten Spiel geht es jetzt zur JSG Hornau/Kelkheim, danach kommt das Schlusslicht TSV Bleidenstadt an die Staustufe. Vier Punkte werden aus diesen beiden Spielen nun mindestens benötigt, damit man nicht völlig den Anschluss verliert.

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