Jugend MTK: Interview mit Andreas Junker, neuer Trainer der A-Jugend des Vfb Unterliederbach

Andreas Junker wird zur neuen Saison 2013/2014 neuer Trainer der A-Jugend des Vfb Unterliederbach.

Mittelkreis führte mit ihm das folgende Interview:

Mittelkreis: Du wirst neuer Trainer der A-Jugend des Vfb Unterliederbach. Wie kam es dazu?

A. Junker: Weil ein paar Jungs wussten, dass Andreas Schuldt aufhört und sich an mich erinnerten. Ich hatte jetzt mal ein Jahr Pause und habe mich intensiv der Eintracht gewidmet und bin meiner Leidenschaft nachgekommen meinem Lieblingsklub dem FC Liverpool an der Anfield Road zu besuchen. Mal Urlaub zu machen mit der Familie. Das waren alles Dinge, die die ganzen Jahre auf der Strecke geblieben sind.

Mittelkreis: Was hast Du vorher gemacht, warst Du selbst als Fussballer aktiv?

A. Junker: Ich habe leider aufgrund einer „verpfuschten“ Knie-OP mit 20 Jahren aufhören müssen. Daher ist meine Agenda als Spieler wesentlich kürzer als die des Trainers. Ich stamme aber aus dem Jugendbereich der SG Höchst.

Mittelkreis: Was waren deine vorherigen Stationen als Trainer?

A. Junker: Die jetzt aus über 20 Jahren zu erwähnen würde den Rahmen sprengen. Grundsätzlich sehe ich mich zwar eher bei den Aktiven, habe aber auch schon Kleinkinder, C-, B-, und A-Jugendliche betreut.

Mittelkreis: Was waren bisher deine größten Erfolge als Trainer

A. Junker: Da möchte ich ebenfalls nicht weiter darauf eingehen. Ein Verein, eine Mannschaft und der Spieler weiß spätestens nach dem Kennenlernen was er hat und bekommt. Alles das wird allen Betroffenen auch so mitgeteilt. Auffällig ist oft, dass mancher dann überrascht ist über die Konsequenz der Ankündigung. Zumindest ist es meistens erfolgreich gewesen und auch die Resonanz von Spielern, selbst die, die auch damit so manches Problem hatten bei der Zusammenarbeit, bestätigen dieses nur. So sind ja jetzt auch beim Vfb etliche aufgeschlagen aus der Vergnagenheit. Vergangenheit;; und da waren einige Jungs dabei, denen habe ich schon gewaltig in den Hintern getreten…;-). Auch ehemalige Spieler, die heute bei unterschiedlichen Vereinen im aktiven Bereich spielen, haben sich gefreut, dass ich wieder am Start bin. Das freut mich natürlich sehr. Ich benenne es mal so und zitiere Wolfgang Schäuble „Wenn mich jemand mag, dann freut mich das! Wenn mich jemand nicht mag, dann verstehe ich das“. Das trifft es ziemlich gut. Ich bin ein unbequemer Typ, wenn sich Absprachen vom Verein bis zum einzelnen Spieler anders darstellen als besprochen. Ich tue alles um Erfolg zu haben und lebe alle Vorgaben auch allen Beteiligten vor. Fehler hat man wohl etliche gemacht. Aber ich musste mir am Schluss nie vorwerfen lassen nicht alles getan zu haben. Und vor Allem..ich kann immer in den Spiegel schauen, da ich mich nicht verbiegen lasse!

Mittelkreis: Wie lautet deine Spielphilosophie?

A. Junker: Das ist so auch nicht zu beantworten. Ich erwarte von meinen Mannschaften Hingabe und Leidenschaft. Mit Spirit kann man sehr viel bewegen. Trainingsteilnahme, soziales Verhalten und ein wenig „opfern“ von seinen privaten Interessen sind sehr wichtig. Grundsätzlich will Jeder gewinnen. Die Frage ist nur was er bereit ist zu investieren. Es ist noch niemand besser geworden in dem er weniger gemacht hat. Das gilt für alle von den Bambinis bis zu den Aktiven. Viel Ertrag für wenig Aufwand funktioniert sehr, sehr selten im Leben.

Mittelkreis: Was erwartest Du in der kommenden Saison von deiner neuen Mannschaft?

A. Junker:  Ich erwarte nicht nur von meiner Mannschaft und von jedem einzelnen Spieler etwas. Ich erwarte vom gesamten Verein bzw. den Verantwortlichen die nötige Unterstützung für eine U19, die letztendlich ja in naher Zukunft die Farben der Aktiven tragen sollen. Dafür braucht der Trainerstab allerdings neben talentierten Spielern auch gut ausgebildete. Das geht nur, wenn alle Voraussetzungen für die Mannschaft geschaffen sind. Diese wurden zugesichert bei der Zusammenkunft. Somit erwarte ich diese natürlich auch ohne Wenn und Aber.

Mittelkreis: Was ist dein persönlicher Wunsch für die kommende Spielzeit?

A. Junker: Ich möchte gesund bleiben, und wünsche das auch jedem Einzelnen. Ein hohes Gut, das immer mit Füssen getreten wird und erst beachtet wird, wenn es einem schlecht geht. Wenn alles gesund ist, dann ist man auch leistungsfähig. Der Erfolg kommt von ganz alleine, wenn man zielgerecht und engagiert arbeitet. Ich kann die Qualität der Mannschaft derzeit nicht einschätzen und muss erst mal ein paar Wochen mit den Jungs arbeiten und auch wissen, wer den Weg gehen kann und will. Eines kann ich auf alle Fälle ankündigen, meine Mannschaften waren immer unbequem zu spielen. Und diese Mannschaft wird ebenfalls wieder für alle ein sehr unbequemer Gegner sein. Unabhängig was vielleicht möglich sein könnte von einer Platzierung am Ende der Saison.

Mittelkreis bedankt sich für das Interview.

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