Kreiskasse AB 2: Interview mit Görkem Oguz (SV Vatan Spor Aschaffenburg) zur „Kartenflut“ beim Spiel bei der Spvgg Niedernberg

Am letzten Wochenende fuhr der SV Vatan Spor Aschaffenburg in der Kreisklasse AB 2 mit einem 1:1 Unentschieden im Gepäck aus Niedernberg nach Hause. Auffällig waren die vielen Platzverweise, die in der Partie für beide Teams ausgesprochen wurden. Wir unterhielten uns mit dem Pressesprecher und Schriftführer des SV Vatan Spor – Görkem Oguz – über diese Partie und den bisherigen Saisonverlauf des Titelaspiranten der KKL 2.

Mittelkreis: Hallo Herr Oguz. Am vergangenen Sonntag hat ihre Mannschaft auswärts bei der Spvgg Niedernberg „nur“ ein 1:1 Unentschieden geholt. Zufrieden mit dem Punktgewinn oder waren das zwei verlorene Zähler?

Görkem Oguz: Guten Tag Herr Bräutigam. Natürlich haben wir uns vor dem Spiel mehr ausgerechnet, jedoch im Hinblick der Situation, dass wir lange Zeit gezwungen waren in Unterzahl zu agieren (zwischenzeitlich 2 Mann weniger), muss man am Ende mit dem Engagement und dem Auswärtspunkt zufrieden sein.

Mittelkreis: Sie sprechen die Platzverweise bereits an – in den 90 Minuten gab es ein regelrechtes „Kartenfestival“ mit zwei Roten und einer Gelb-Roten für Ihr Team, sowie einer Roten und einer weiteren Gelb-Roten für die Gastgeber. Wie haben Sie die einzelnen Situationen gesehen – waren alle Karten gerechtfertigt?

Görkem Oguz: Zunächst einmal muss ich mit Bedauern feststellen, dass der Schiedsrichter meiner Ansicht nach die Kontrolle des Spiels sehr schnell aus der Hand gegeben hat und den Überblick verlor. In einigen Situationen hätte man es durchaus bei einer Ermahnung für beide Seiten belassen können, für mein Empfinden wurden die Karten für beide Seiten zu überhastet gezückt. Glauben sie mir, dass Spiel wurde bei weitem nicht so ruppig und unfair gespielt, wie es von außen anhand der Kartenflut den Eindruck hatte erwecken können.

Mittelkreis: Ich muss nochmal nachhaken – wie kam es zum „Doppel-Rot“ in Minute 35 für euren Spielertrainer Mehmet Yalcin und den Niedernberger Patrick Niebauer?

Görkem Oguz: Soweit ich das in Höhe der Auswechselbank aus meiner Position erblicken konnte, begann der Ursprung der Situation damit, dass es zunächst im Strafraum zwischen dem Torwart und unserem Spielertrainer und Goalgetter Mehmet Yalcin zu einem (für mein Empfinden eher harmlos einzustufenden) „Geschubse“ kam. Als zusätzlich der von ihnen genannte Gegenspieler hinzukam und unseren Spielertrainer mit einer Umklammerung anging, versuchte dieser lediglich, sich von der Umklammerung zu lösen. Viele anwesende Zuschauer auf beiden Seiten waren über die doppelte Rote Karte verwundert und eine Ermahnung mittels gelben Karten hätte völlig ausgereicht.

An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass Herr Yalcin ein sehr fairer Sportsmann ist, und nach meinem Wissen in dieser Spielklasse noch keine Rote Karte bekommen hat. Ebenso müsste man denke ich lange zurück recherchieren, wann er seine letzte in den vielen höherklassigen Ligen, in denen er erfolgreich war, erhalten hat.

Mittelkreis: Abschließend: Bisher habt ihr als Titelfavorit 12 Zähler aus 8 Partien eingefahren, d. h. es wurden bereits 12 Punkte abgegeben. Woran liegt es, dass es bisher trotz der guten Neuzugänge aktuell noch nicht läuft wie erwünscht?

Görkem Oguz: Sie müssen bitte bedenken, dass uns als türkisch-stämmiges Team jedes Jahr aufs neue die Fasten- und lange Urlaubszeit (Juli – September), sowohl in der Vorbereitungszeit als auch im Spielbetrieb zu schaffen macht. Natürlich hatten wir uns nicht nur von den qualitativ hochwertigen Neuzugängen, sondern vom ganzen Team gewünscht, etwas schneller in den Rhythmus zu kommen. Die Fluktuation im Team inklusive der Wintertransfers war vor der neuen Saison besonders hoch.

Die Saison ist noch jung und der Abstand zu den oberen Aufstiegsplätzen ist nicht weit entfernt. Ich bin überzeugt davon, dass wir sehr bald wieder zu unserer gewohnten und zurecht zu erwartenden Form gelangen. Unser Ziel für die Saison 2013/14 bleibt somit unverändert bestehen!

Mittelkreis: Wir sagen DANKE für das Interview.

Das Interview mit Christian Panzer lesen Sie […HIER]

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