Kreisoberliga Frankfurt: Interview Andreas Schäfer (Trainer und scheidender Sportdirektor FC Rödelheim)

Der Mittelkreis berichtete kürzlich über die personellen Veränderungen im Vorstand und der Sportlichen Leitung des FC Rödelheim. Aus gegebenem, aktuellen Anlass hier also das Interview mit Andreas Schäfer

Mittelkreis: Andreas, Du bist als Sportdirektor und SAV zurückgetreten. Wieso glaubst Du, dass dieser Schritt der richtige war?

Andreas Schäfer: Der Zeitaufwand im Vorstand zu arbeiten und gleichzeitig Trainer zu sein, ist sehr hoch. Im Amateuerbereich ist diese Doppelfunktion zwar in meinen Augen kein Problem, aber wenn man dann noch stark in seinem richtigen Beruf eingebunden ist und auch eine Familie hat, ist dies auf die Dauer eine sehr hohe Belastung. Da ich kein Mensch von halben Sachen bin, kann ich mich jetzt voll und ganz auf das Trainergeschäft konzentrieren. Auf diesem Wege will ich mich aber nochmals für die gute Zusammenarbeit mit dem Vorstand bedanken, und vor allem bei meinen Spielausschusskollegen Marc Sommerlad und Angel Loureiro.

Mittelkreis: Wie hat die Arbeit als Sportdirektor und SAV Deinen Job als Trainer beeinflusst?

Andreas Schäfer: Ach letztendlich gibt es in vielen Punkten Überschneidungen wie Spielbeobachtungen, Gespräche mit aktuellen und neuen Spielern führen oder auf den Vorrundenbesprechungen auch mal teilnehmen. Denke, das sollte alles auch der Trainer bzw. das Trainerteam machen.
Als Trainer lernt man dann auch mal eine gewisse Sicht für die Vereinsarbeit kennen, die man vorher evt. nicht so ganz hatte :-)

Mittelkreis: Deinen Nachfolger hast Du selbst vorgeschlagen. Was schätzt Du besonders an Robert Andresen?

Andreas Schäfer: Das mit Robert war eigentlich alles eher zufällig. Besser kennengelernt habe ich Robert über unsere Frauen, die gemeinsam in einer Tanzgruppe sind und unserem guten Freund/Torwart-Trainer Angel Loureiro, da die zwei auch zusammen im Faschingsverein tätig sind bzw. waren. Wir zwei haben schnell gemerkt, dass wir uns gut verstehen und viele gleiche Ansichten haben beim Fussball. Natürlich gibt es auch Themen, wo wir mal anderer Meinung sind, aber diese kann man sehr gut mit Robert ausdiskutieren und alles auf sehr angenehmer Art und Weise :-) Heutzutage ist es echt nicht üblich, dass einer mit erst 23 Jahren ehrenamtlich so einen verantwortungsvollen Posten im Verein ubernimmt. Dafür brauch man eine gewisse Reife, die ich damals in dem Alter nicht hatte. Dafür ziehe ich vor Robert meinen Hut.

Mittelkreis: Was muss passieren, damit der FC Rödelheim aus der misslichen Tabellensituation herauskommt?

Andreas Schäfer: Die Jungs müssen sich ab der Wintervorbereitung zerreißen. Hier muss der ein oder andere auch noch an seiner Einstellung Arbeiten. Wir können nur als Team in unserer schweren Situation überstehen. Vor allem aber steigen mit unserem Kapitän Achim Schenk und Christian Ritzheim die länger verletzt waren, 2 Spieler wieder in das Training ein, die gewisse Typen sind, die Mannschaft auch mitziehen können. Unabhängig von den starken fussballerischen Fähigkeiten die die zwei besitzen. Zudem steht uns Yaya Camara auch wieder zur Verfügung der durch sein letztes Semester nicht mehr trainieren konnte und somit nur noch in der 2. Mannschaft gespielt hat an Wochenenden. Das sind für uns sozusagen schon 3 gute Neuverpflichtungen. Generell hoffe ich am meisten das wir einfach von größeren Verletzungen verschont bleiben.

Mittelkreis:  Gibt es Verstärkungen oder Abgänge in Eurer Mannschaft noch zum Winter?

Andreas Schäfer: Ja im Winter trennen wir uns von den Spielern Samad Errobyou, Marsel Japec, Kenan Masic und Serkan Akcali. Vor allem der Abgang von Serkan Akcali schmerzt. Aber er bat uns um Auflösung und Freigabe da er wieder zu seinem Stammverein FC Schwalbach wechseln will und in der 2. Mannschaft dort kürzer treten will aus beruflichen Gründen. Diese Woche wird es auch Klarheit bei den Neuverpflichtungen geben. Wir sind aktuell mit 2 Spielern im Gespräch deren Namen ich nicht nennen kann, so lange hier nichts 100% ist.

Mittelkreis: Was wünschst Du Dir für die Weihnachtszeit und das Sport-Jahr 2013?

Andreas Schäfer: Generell wünsche ich allen erstmal ein frohes Fest und das jeder mit seinen Familien die fussballfreie Zeit genießen sollte. Ich werde jede Sekunde der freien Zeit mit meinem 3 jährigen Sohn verbringen und hoffe auf Schnee. Es gibt nichts schöneres wie den Kleinen mit funkelnden Augen zu sehen.
Für 2013 wünsche ich mir das auch unser Verein mal endlich für einen Kunstrasenplatz berücksichtigt wird. Keine Ahnung nach was diese Vergabe immer erfolgt, aber unseren Verein gibt es seit 1902 und hat aktuell ca. 19/20 Mannschaften mit unserem Gastverein Corumspor Frankfurt. Somit wäre dies zum 111 jährigen Jubiläum ein tolles Geschenk. Generell hoffe ich, dass wir nächstes Jahr wieder weiter oben in der Tabelle auftauchen und ich freue mich auch schon auf die Einbindung der jetzigen A-Jugendspieler in den Seniorenbereich. So eine gute A-Jugend hatten wir seit ca. 15 Jahren nicht mehr.

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